tt:
Startseite » Ein Abend mit ... » … Torchlight II
Torchlight II

… Torchlight II

Endlich ist es vollbracht. Nach einer gefühlten Ewigkeit und meinem Vorhaben mich mehr den PC-Spielen dieser Welt zu widmen habe ich tatsächlich eines von ihnen durchgezockt. Gar nicht so einfach, wenn ich einen Blick auf meine rasant wachsende Sammlung an PC-Spielen werfe. Humble Bundle und Steam Aktionen sei Dank, habe ich nun vermutlich für ein weiteres Jahrzehnt Spiele. Immerhin stehen diese nicht im Regal, wie meine Konsolenspiele. Mein akutes Platzproblem wird so zumindest nicht weiter verschärft.

Gehen soll es hier natürlich nicht um meine Spielesammlung und auch nicht um meinen Hang Schnäppchen nur schwer widerstehen zu können, sondern um Torchlight II. Laut Steam habe ich es inzwischen auf 28 Spielstunden gebracht. Ganz ordentlich für ein halbwegs aktuelles Spiel. Ein paar Stunden muss man hier wohl abziehen, weil ich viel zu oft in Skype abhänge, vom echten Leben in Beschlag genommen werde und natürlich eine Koop-Sitzung bedenken, in der ich zwar meinen Hauptcharakter zum Einsatz brachte, nicht jedoch in meinem eigenen Spielstand unterwegs war. Unterm Strich bleiben immer noch locker 20 Stunden, oder gar mehr, die ich seit Ende Juli angesammelt habe. Damit ist nun auch klar, wie ich an das Spiel gekommen bin – der böse Steam Summer Sale, der mich in Versuchung gebracht hat. Aber von Schnäppchen wollte ich hier ja nicht schreiben, richtig?

Genau … Torchlight II. Auf Stufe 45 habe ich es gebracht, ehe ich mich um den Oberbösewicht alias Endboss alias doofer Kerl den ich flachgelegt habe gekümmert habe. Damit habe ich was die Charakterstufen betrifft nicht einmal die Halbzeit gepackt. Das maximale Level liegt bei Stufe 100. Da ich zu den voreiligen Personen dieser Welt gehöre, habe ich gerade zum Ende hin einige Nebenquests gekonnt ignoriert – ist ja schließlich kein Rollenspiel mit tiefgehender Story. Gestern Abend bin ich geradezu durch die letzten Dungeons der Story gefegt und hab die Feinde mit meiner Glutsteinmagierin (ich liebe Magier) in Grund und Boden gezaubert. O.k., einige Male haben sie mich auch unangespitzt in den Boden gerammt. Selbst schuld, wenn man es eilig hat und ein paar Stufen unter denen des Gegners ist.

Gerichtet haben es letztlich die Wegpunkt-Portalrollen, die ich alle Nase lang zum Einsatz gebracht habe – schließlich hat Abenteurerin von Welt genug davon einstecken. Während es größere Gegneransammlungen aufgrund meines niedrigen Levels manches Mal ganz schön in sich hatten und meine Kosten für Heiltränke stark in die Höhe geschraubt haben, fand ich den Endboss irgendwie zu einfach. Nachdem ich zuvor schon mehr als 250 Champions erledigt hatte – zumindest behauptet die Statistik dergleichen – war der böse Obermacker keine wirkliche Überraschung mehr – genauso wenig wie die mehr als 250 anderen Champions zuvor keine waren.

Ausweichen, Zurückziehen, ein paar Mobs plätten, Ausweichen, immer fleißig Tränke einwerfen, Skills casten … . Ziemlich simple Mechanik. Irgendwelche Bossmechaniken gibt es nicht, mit denen man diesen oder jenen Fiesling ausschalten muss. Ist aber schließlich auch kein Japano-Actiontitel. Die haben immerhin einen Hang zu solchen Dingen. Simples draufhauen ist mir dann auch doch lieber, als meist stumpfe Quick-Time-Events. Final Fantasy XIII-2 hat diese Mechanik ja bis zum geht nicht mehr ausgereizt, selbst wenn weit und breit kein Boss in Sicht war. Keine zufriedenstellende Alternative!

Nach der Story ist vor der Story. Nachdem ich Torchlight II abgeschlossen habe, bot mir der freundliche NPC von nebenan ein New Game + an, welches ich jedoch freundlich ablehnte. Wenngleich ich gestern Abend enorm schnell durch das Spiel gerast habe, kam dann nach dem Ende doch wieder die Perfektionistin in mir durch. Die Perfektionistin, die diese verdammten Sidequests noch abschließen möchte.

Die hab ich – von wegen Perfektion – dann jedoch doch gekonnt ignoriert und mir einen neuen Charakter erstellt. Dieses Mal ist es eine Ingenieurin geworden, die sich durch den Hardcore-Modus quälen soll. Durch ist aber mit hoher Wahrscheinlichkeit die falsche Bezeichnung. Hardcore bedeutet, der Tod ist endgültig. Aus die Maus, Ende Gelände, finito! Bisher habe ich es geschafft, nicht das Zeitliche zu segnen. Wie lange dieser Zustand anhalten wird, muss sich noch zeigen. Ich tippe darauf just in jenem Moment ins Gras zu beißen, wenn mich die Realität wieder einholt. Vermutlich wenn ich mein Spiel unterbreche, weil eines der Kinder weinend im Bett liegt und wenig von Feierabend für Mama hält. Das härteste Spiel bleibt eben das Real Life.

torchlightii_screen

Schreibe etwas dazu!

avatar
2000
  Kommentare Abonnieren  
Benachrichtige mich zu: