tt:
Startseite » Review » AIPD – Artificial Intelligence Police Department
AIPD - Artificial Intelligence Police Department

AIPD – Artificial Intelligence Police Department

Entwickler:         Blazing Badger
Publisher:          mamor games
Genre:              Twin-Stick-Shooter
Plattformen:        PC, PS4, Xbox One
Preis:              ca. 9,99 Euro
Offizielle Website: http://aipd-game.com/

Einfach, aber gut

In den vergangenen Tagen durfte ich in AIPD – Artificial Intelligence Police Department auf Verbrecherjagd gehen. Der Twin-Stick-Shooter schickt den Spieler in eine Arena, in der ganze Horden von feindlichen Schiffen abgeschossen werden wollen. Vom Namen des Games solltet ihr euch dabei allerdings nicht verwirren lassen. AIPD mag vielleicht nach einer coolen Cop-Story klingen – tatsächlich verzichtet das Spiel allerdings auf eine Geschichte.

Im Spiel stehen euch vier verschiedene Spielmodi zur Verfügung: Standard, Starke Transporter, Feindliche Umgebung und High-Tech-Armada. In Standard startet ihr mit einem minimalen Regelset und müsst euch nach jeder bezwungenen Welle für eine neue Regel entscheiden. Je nach Wahl steigt euer Multiplikator mehr oder weniger, was folglich auch den Score schneller in die Höhe treibt. Gleichzeitig wird es schwerer. Regeln sind beispielsweise Schilde für Transporter, EMP-Nebel, schnellere Drohnen oder der regelmäßige Verlust von Multiplikatoren.

Wer es trotz der hinzukommenden Regeln schafft zu überleben, darf sich am Ende gegen einen Boss behaupten. Wirklich einfach ist der Weg dorthin allerdings nicht. Das Spiel bietet zwar vier verschiedene Schwierigkeitsgrade an, macht es euch aber auch auf „Leicht“ nicht einfach. Zum Boss durchmarschieren ist nicht drin. Wer weit kommen möchte, braucht Geschick und gute Reflexe. Je nach Geschmack empfiehlt sich für PC-Spieler vielleicht auch ein Controller als Unterstützung. Der ist allerdings Geschmackssache. Die Steuerung mit Maus und Tastatur funktioniert prima.

Doch kommen wir noch einmal zurück zu den anderen Spielmodi. Jeder Modus hat ein eigenes Regelset, mit dem gestartet wird. In Starke Transporter sind beispielsweise die Superwaffen-Transporter von Anfang an vollständig aufgerüstet. Spielerisch macht dies natürlich keinen großen Unterschied. Ob man nun Standard oder High-Tech-Armada spielt, lässt sich kaum spüren, da mit der Zeit ohnehin neue Regeln hinzukommen. Mein persönlicher Favorit ist der Design-Modus. Hier könnt ihr euch ein eigenes Regelset erstellen und dieses anschließend als eigenen Spielmodus abspeichern.

Wesentlich interessanter als die Spielmodi sind die Waffen und Modifikationen. Bei der Bewaffnung steht euch zunächst nur ein Gatling-Geschütz zur Verfügung und als Modifikation Standard. Je mehr Punkte ihr freischaltet, desto mehr Waffen und Modifikationen kommen hinzu. Insgesamt gibt es sechs Waffen und sechs Modifikationen. So gibt es beispielsweise einen Laser, der mit steigendem Hitzelevel an Breite und Länge gewinnt. Es macht Spaß, mit den unterschiedlichen Waffen und Modifikationen zu experimentieren und die ideale Einstellung für sich zu finden. In Kombination mit den Ranglisten kann man herumprobieren, wie man die meisten Punkte herauskitzelt. Bei der Highscore-Jagd ist zudem der Design-Modus nützlich.

Den größten Spaß hat man mit AIPD – Artificial Intelligence Police Department, wenn man ein paar Kumpels in der Nähe hat. Bis zu vier Spieler können im Lokal-Koop miteinander spielen und gemeinsam durch die Arena ballern. Online ist dies leider nicht möglich – schade.

Optisch ist AIPD übrigens von TRON inspiriert, was man dem Titel auch sofort ansieht. In der Arena ist fast alles neonfarben. Damit erinnert das Spiel an den Twin-Stick-Klassiker Geometry Wars, wobei es bei AIPD auf dem Bildschirm nicht ganz so wild und knallig zugeht – was ich keinesfalls schlecht finde. Musikalisch wird alles von einem kraftvollem Soundtrack unterstrichen, der sich gut in das Gesamtbild einfügt.

Mein Fazit:

Mit AIPD – Artificial Intelligence Police Department hat Blazing Badger das Rad freilich nicht neu erfunden. Spaß macht der Twin-Stick-Shooter trotzdem – vor allem wenn ihr ein paar Mitspieler zur Hand habt. Bis zu vier Spieler können gleichzeitig in der Arena antreten und auf Verbrecherjagd gehen. Retro-Fans werden mit dem Couch-Koop reichlich Spaß haben. Wie die meisten Genrevertreter ist AIPD davon abgesehen eher ein Game für zwischendurch. Motivation liefern vor allem die Ranglisten, da die verschiedenen Waffen und Modifikationen rasch freigespielt sind. In der Theorie gibt es zwar verschiedene Spielmodi, in der Praxis fühlen die sich allerdings alle sehr ähnlich an.

Als alter Hase hatte ich meinen Spaß mit AIPD – Artificial Intelligence Police Department. Die jüngeren Generationen, die mit dieser Art Spiel oft nicht viel anfangen können, wird man auch mit einem AIPD nicht hinterm Ofen hervorlocken können. Nicht zuletzt, weil sich AIPD kaum von anderen klassischen Twin-Stick-Shootern unterscheidet. Muss es aber auch nicht – es ist ein solides Spiel, welches eben nicht die Masse ansprechen wird. Wer es morderner mag greift stattdessen zu Geometry Wars 3 oder Assault Android Cactus.

Getestet wurde die PC-Fassung.

Vielen Dank an Blazing Badger für die freundliche Bereitstellung eines Download-Codes.

Schreibe etwas dazu!

avatar
2000
  Kommentare Abonnieren  
Benachrichtige mich zu: