Season of 12 Colors

Season of 12 Colors

Entwickler:         橘子班 
Publisher:          NVLMaker
Genre:              Visual Novel
Plattformen:        PC
Preis:              ca. 2,99 Euro
Offizielle Website: http://www.nvlmaker.net/paperplane/eng.html

Spontankauf

Manchmal gibt es Spiele, die fallen mir vor allem aufgrund des Preises ins Auge. Eines dieser Spiele ist Season of 12 Colors. Der Titel ist seit 14. März bei Steam erhältlich und mit gerade einmal 2,99 Euro sehr günstig zu haben. Da ich noch ein wenig Restguthaben hatte, habe ich spontan zugeschlagen. Ich mag kurze Visual Novels, die ich in einem Rutsch „durchspielen“ kann. Die Screenshots bei Steam sind ebenfalls vielversprechend gewesen. Alles andere war mir egal.

Zunächst war ich gar nicht so angetan von dem Spiel. Die Story startet zwar ganz nett, aber für meinen Geschmack etwas zu langatmig. Ich hatte schon überlegt das Spiel unbeendet verstauben zu lassen, als es am Ende der Story plötzlich spannend wurde. Die Ereignisse überschlugen sich quasi und meine Aufmerksamkeit war geweckt. Glücklicherweise ist an diesem Punkt nicht Schluss. Stattdessen geht es dann eigentlich erst los. In der Decode Story wird nach und nach Licht ins Dunkel gebracht. Darüber hinaus kommen immer wieder Kapitel, die die Sicht anderer Figuren aufgreifen.

Doch worum geht es überhaupt in Season of 12 Colors? Zu viel möchte ich euch in meinem Review gar nicht verraten, da die Geschichte mit rund 1,5 Stunden ohnehin sehr kurz ausfällt. Nichtsdestotrotz möchte ich die Story zumindest grob anreißen. Es geht vor allem um Erinnerungen und ein Versprechen. Die Erzählung beginnt zunächst ziemlich unspektakulär. Der Protagonist soll den Sommer bei seinem Onkel auf dem Land verbringen. Dort trifft er ein schüchternes Mädchen in einem weißen Kleid. Zunächst ist alles idyllisch. Blaue Wolken, Papierflieger, das Lachen des Mädchens … Im Verlauf der Erzählung ziehen allerdings dunkle Wolken auf.

Nach anfänglichen Zweifeln habe ich Season of 12 Colors letztlich sehr lieb gewonnen. Die Musik ist toll und der Zeichenstil ist meiner Meinung nach absolut fantastisch. Nur technisch haben mich ein paar Kleinigkeiten gestört. Dann und wann ist die Textbox beim Draufklicken verschwunden. Andere Male hingegen nicht. Woran das liegt, hab ich bis heute nicht herausfinden können. Ein Bug? Sie taucht jedenfalls wieder auf, wenn man erneut klickt. Darüber hinaus hätte ich mich über eine höhere Auflösung gefreut. Der Titel läuft zwar auch auf meinem 24-Zoll-Monitor im Vollbildmodus, aber nur mit einem Rahmen. Schade! Hier und da gibt es außerdem ein paar Fehler im Text und einige nicht existierende Wörter.

Trotz dieser kleinen Makel stimmt das Gesamtbild. Das Spiel bietet rund 1,5 Stunden Spielzeit, zwei verschiedene Enden, eine Music Box im Spiel, Sammelkarten und für Erfolgsjäger fünf leicht zu erspielende Errungenschaften. Das Spiel ist übrigens noch nicht komplett. Es handelt sich stattdessen um eine Sammlung von vier kurzen Visual Novels. Die erste – über die ich hier schreibe – heißt „Message on the Paper Plane“. Das Kapitel trägt den Namen „Chapter Summer“. Im Laufe des Jahres sollen drei weitere Erzählungen via DLC folgen.

Message on the Paper Plane war kurz, aber nach dem langatmigem Einstieg wirklich gut. Daher werde ich mit Sicherheit auch beim DLC zuschlagen. Bei einem Preis von 2,99 waren meine Erwartungen eher gering. Da lag ich definitiv falsch. Bevor ihr nun überlegt euch die Visual Novel zu holen, möchte ich allerdings noch eine Warnung aussprechen. Es gibt – wie so oft – keine deutsche Übersetzung. Ihr braucht also Englischkenntnisse, wenn ihr das Spiel verstehen möchtet. Die Erzählung ist von der Wortwahl her nicht weiter kompliziert. Der Aufbau ist allerdings ziemlich verzweigt, was nicht zuletzt durch die verschiedenen Perspektiven bedingt ist. Ihr solltet halbwegs gefestigte Englischkenntnisse haben.

Die Visual Novel ist übrigens komplett linear. Es gibt zwei Enden, wobei ihr keinen zweiten Spieldurchgang benötigt, um das „true ending“ zu sehen. Darüber hinaus gibt es aber im Spiel keinerlei Entscheidungen, verschiedene Dialogoptionen oder Ähnliches.

Mein Fazit:

Wer kurze und lineare Visual Novels mag, wird mit Season of 12 Colors gut bedient. Die Story ist etwa 1,5 Stunden lang, weshalb man sie gut in einem Rutsch erleben kann. Der Einstieg ist ein wenig langatmig, ich kann daher nur empfehlen, durchzuhalten. Ab der Decode Story wird es wirklich interessant. Da die Visual Novel aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird und zudem Zeitsprünge vorkommen, solltet ihr gefestigte Englischkenntnisse haben. Andernfalls könntet ihr den Faden verlieren.

Wer solide Englischkenntnisse hat und neugierig auf das Genre ist, kann ebenfalls bedenkenlos zuschlagen. Mit 2,99 Euro ist die Visual Novel sehr günstig bei Steam zu haben. Billig ist aber nur der Preis. Die Visual Novel ist toll gezeichnet, musikalisch schön untermalt und die Geschichte weiß zu gefallen. Nur beim Text gibt es ein paar Schwächen. Hier und dort sind ein paar Fehler zu finden und einige Wortschöpfungen gibt es gar nicht. Die Patzer halten sich allerdings in Grenzen. Dann und wann ist bei mir zudem die Textbox verschwunden, wenn ich draufgeklickt habe. Nach erneutem klicken kam sie wieder. Allerdings verschwindet sie nicht immer – manchmal bleibt sie einfach da. Am Anfang hat mich diese kleine nur gelegentlich auftretende Macke ein wenig verwirrt.

 

Anmerkung: Das Spiel ist nur in Englisch und Chinesisch (traditionell und einfach) spielbar.

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