Seasons after Fall

Seasons after Fall

Entwickler:         Swing Swing Submarine
Publisher:          Focus Home Interactive 
Genre:              Plattformer
Plattformen:        PC
Preis:              ca. 14,99 Euro 
Offizielle Website: http://seasonsafterfall.com/

Liebevoll gestaltete Spielwelt

Eines Tages stolperte ich durch Zufall über Seasons after Fall. Ich schaue regelmäßig bei Steam vorbei und wühle mich durch die Neuerscheinungen und auch bevorstehende Veröffentlichungen. Oft entdecke ich dabei Spiele, die mich ansprechen. Letztlich wandern diese auf meine lange Wunschliste, oder auch direkt in den Warenkorb. Auf diese Art habe ich schon so manche kleine Perle entdecken können. Auch bei Seasons after Fall hatte ich jene Hoffnung. Letztlich entpuppte sich das Spiel aber nur als eine Perle, die an Glanz vermissen lässt.

Aufmerksam wurde ich hier durch den wunderschönen Look. Tatsächlich sieht das Spiel nicht nur auf der Shopseite bei Steam wunderschön aus, sondern auch wenn man dann selbst spielt. Da die vier Jahreszeiten eine große Rolle in dem Titel spielen, kommen entsprechende Farbpaletten zum Einsatz. Immer wieder begeistert das Spiel mit seinen liebevoll gestalteten Hintergründen. Aber auch die tierischen Charaktere sind ganz herzallerliebst gestaltet und sehen toll aus. Für mich eines jener Spiele, bei denen ich reichlich Screenshots angefertigt habe. Überall gibt es hübsche Dinge zu sehen, die ich unbedingt festhalten wollte. Der Protagonist – ein Fuchs – ist natürlich auch ganz herzallerliebst.

Der Funke springt nicht über

So schön ich den Titel rein optisch finde, so schnell verflog das Interesse dann, während ich spielte. Ich hätte Seasons after Fall so gern geliebt … aber am Ende reichte es nur für eine flüchtige Affäre. Die Geschichte will den Funken einfach nicht überspringen lassen. Dabei ist das Grundgerüst gar nicht so schlecht. Ihr müsst ihr dem Plattformer als Fuchs die vier Wächter der Jahreszeiten finden. Findet ihr einen, erhaltet ihr die Kraft der entsprechenden Jahreszeit. Dadurch erschließen sich euch im Spiel neue Möglichkeiten. Dank dem Winter könnt ihr beispielsweise Wasser zu Eis gefrieren lassen und dieses dann betreten. Im Frühling wiederum kann der Wasserspiegel gehoben werden, während im Sommer Pflanzen wachsen.

Sobald ihr die Kraft einer Jahreszeit eingesammelt habt, könnt ihr sie, wann immer ihr sie nutzen wollt und müsst einsetzen. Habt ihr mehrere Kräfte gefunden, könnt ihr zwischen diesen beliebig wechseln. Mit jeder neuen Jahreszeit eröffnen sich weitere Möglichkeiten und Wege. Was in der Theorie ziemlich cool klingt, macht in der Paxis leider nur mäßig viel Spaß. Seasons after Fall wird schnell zur Routine. Ihr folgt einem Pfad, findet den Hüter, kehrt dank der neuen Kraft zurück zum Ausgangspunkt, seht euch eine kurze Zwischensequenz an und beschreitet dann den nun frei gewordenen Weg. Dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder.

Auch spielerisch gibt es keinen nennenswerten Anspruch. Hier und dort kam ich kurz ins Straucheln. Diese Tatsache war aber nur meiner chaotischen Art bei Sprungeinlagen geschuldet. Anfangs fällt natürlich nicht auf, dass sich das Vorgehen stetig wiederholt. Beim ersten Mal empfand ich es auch noch gar nicht als schlimm, wieder den gekommenen Weg zurückzulaufen. Mit jeder eingesammelten Jahreszeitenkraft verliert Seasons after Fall aber einen Teil seines Spielspaßes. Dank der tollen Atmosphäre, die durch den angenehmen Soundtrack und die wunderschöne Grafik entsteht, hält der Titel zwar bei der Stange – aber die erhoffte glänzende Perle ist er eben auch nicht. In diesem Fall kann man sogar sagen, dass es dem Titel ganz gut tut, nur rund fünf Stunden Spielzeit zu bieten.

Mein Fazit:

Optisch und musikalisch ein absolut gelungenes Spiel. Leider enttäuscht Seasons after Fall in Sachen Gameplay. Ein wenig fühlt es sich so an, als wäre man in einer Endlosschleife gefangen. Man zieht los, sucht den Wächter einer Jahreszeit, kehrt dank der neuen Kraft zum Ausgangspunkt zurück, betritt dank ihr einen neuen Pfad, sucht einen Wächter, kehrt dank der neuen Kraft zurück, betritt einen … Schade eigentlich. Hätte das Gameplay die Qualität vom Rest, wäre Seasons after Fall eines jener Indiespiele, welches man in einem Atemzug mit Hits wie Bastion, Dust: An Elysian Tail und Stardew Valley nennen könnte. Tja … hätte, hätte, Fahrradkette.

So ist Seasons after Fall nur für jene Spieler interessant, die den Look des Spiels mögen, oder ein vor sich hinplätscherndes Spiel ohne nennenswerten Anspruch suchen. Wirklich schade. Das Spiel ist keinesfalls schlecht, aber auf lange Sicht fällt es ihm schwer, zu begeistern. Hoffentlich werkelt man am Gameplay noch einmal etwas rum, ehe das Spiel im Frühjahr 2017 auch für Konsolen kommt. Sollte dies der Fall sein, bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei. Story, Soundtrack und Grafik konnten mich nämlich überzeugen.

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