KARAKARA

KARAKARA

Entwickler:         calme
Publisher:          Sekai Project
Genre:              Kinetic Novel
Plattformen:        PC
Preis:              ca. 9,99 Euro + ca. 9,99 Dollar für den 18+ Patch  
                    ca. 18,99 Dollar für die 18+ Version
Offizielle Website: http://calmeworld.com/krkr/

Spontankauf wird zum Volltreffer

Nach Ewigkeiten habe ich in einem Steam Sale Mal wieder zugeschlagen und dabei KARAKARA mitgenommen. Wie so oft habe ich dabei rein nach Bauchgefühl und Optik gekauft. Gerade bei Visual Novels macht die Optik eine Menge aus. Gameplay gibt es – außer bei einigen Spielen, die einen Genremix bieten – schließlich nicht wirklich. Die Spiele leben von ihrer Geschichte und der Art und Weise wie diese erzählt wird, woran die Optik in diesem Genre einen großen Anteil hat. Rein optisch trifft KARAKARA genau meinen Nerv. Es ist bunt, die Charaktere haben typisch japanische Kulleraugen und in diesem Fall sogar zum Teil tierische Bestandteile wie Katzen- und Hundeohren. Auch etwas, was man häufiger in japanischen Spielen findet.

KARAKARA ist eine sogenannte Kinetic Novel. Heißt, es gibt im Spiel keine Entscheidungen und unterschiedliche Entwicklungen, sondern eine lineare Geschichte. Gebraucht habe ich für die ziemlich genau drei Stunden. Allerdings mit einigen Unterbrechungen und bei sehr langsamen Lesetempo. Man sollte also eher mit 1,5 Stunden rechnen, statt mit den von mir benötigten drei.

Das Spiel führt euch in das sogenannte „Age of Dusk“ und spielt in einem postapokalyptischen Szenario. Menschen leben zu dieser Zeit kaum noch. Stattdessen besteht die Bevölkerung zu einem großen Teil aus den sogenannten „Others“ – Anderen. Es handelt sich dabei um Hybriden, die Menschen zwar sehr ähneln, aber tierische Merkmale wie Katzenohren aufweisen.  Die Geschichte spielt vor allem in einem kleinen Diner. Dieser wird von Leon und der jüngeren Lucia betrieben. Die beiden suchen händeringend Unterstützung. Eines Tages finden sie auf der Straße ein Mädchen mit pinken Haaren. Sie nehmen es mit.

Im Verlauf der Geschichte ergeben sich einige lustige aber auch eher traurige Szenen. Darüber hinaus geht es dann und wann in den erotischen Bereich. Viel dürft ihr hier aber nicht erwarten. Vor allem dann nicht, wenn ihr die All Ages Version spielt, die es bei Steam zu erwerben gibt. Wer den 18+ Patch möchte, kann diesen zwar mit der Steam-Version nutzen, muss diesen aber über einen anderen Anbieter erwerben.

Obwohl KARAKARA eine ziemlich klischeehafte Geschichte erzählt, hat mich die Kinetic Novel überzeugt. Sie ist wunderschön gezeichnet, hat einen tollen Soundtrack und liest sich gut. Die Geschichte ist zwar kurz und nicht übermäßig tief, aber dennoch sehr liebenswert und mit einer tollen Botschaft. Sicher ist die nicht neu, aber sie ist schön erzählt. Für mich gehört KARAKARA zu den besten kurzen Visual Novels, die ich bisher gelesen habe. Der Titel hat sofort einen Platz in meinem Herzen gefunden und ich werde ihn bei Gelegenheit mit Sicherheit ein weiteres Mal lesen. Dieser Spontankauf war für mich ein echter Volltreffer. Ich bedauere es nur ein wenig, dass man den Soundtrack nicht als DLC erwerben kann.

Spielen könnt ihr den Titel übrigens auf Englisch oder Japanisch, wobei immer beide Sprachen angezeigt werden. Vertont ist das Spiel hingegen nur in Japanisch. Die englische Übersetzung liest sich gut und ansprechend, was für mich ein großes Plus ist. Bisweilen sind englische Übersetzungen ziemlich fehlerbehaftet und mäßig geschrieben. KARAKARA überzeugt hingegen auch auf diesem Gebiet.

KARAKARA Screenshot 04

Mein Fazit:

KARAKARA habe ich auf gut Glück und sehr spontan gekauft, ohne mehr als ein paar Screenshots zu kennen. Trotzdem hat mich die Kinetic Novel nicht enttäuscht. Sie kommt im typischen japanischen Look daher und überzeugt optisch mit hübsch gezeichneten und sehr liebenswerten Charakteren. Da diese – wie die Geschichte – reichlich Klischees bedienen, sollte man sich für typische japanische Kost begeistern können. Wer Kulleraugen und Co. nicht viel abgewinnen kann, wird keinen Spaß damit haben.

Andernfalls lohnt sich die Investition in die rund 1,5 Stunden kurze Kinetic Novel durchaus. Mit einem Preis von 9,99 Euro ist KARAKARA zwar nicht die günstigste kurze Visual Novel, dafür überzeugt sie aber qualitativ. Die Zeichnungen sind hübsch anzusehen, die Geschichte ist gut lesbar und der Soundtrack weiß zu gefallen. Da die Kinetic Novel mit circa 1,5 Stunden Dauer eher kurz ist und qualitativ überzeugen kann, ist sie zudem eine gute Wahl für Menschen, die gern in das Genre schnuppern möchten. Viele umfangreiche und aufwendige produzierte Visual Novels kosten 30 oder auch 50 Euro. Kurze Visual Novels sind ideal, um zu probieren, ob man sich für diese Art von Spielen überhaupt begeistern kann. Aber auch wenn man einfach einen ruhigen Abend verbringen möchte, sind kurze Novels super. Mein Abend mit KARAKARA hat mir sehr gefallen und es gibt definitiv irgendwann eine Wiederholung. Eine kurze Kinetic Novel der Kategorie klein aber fein.

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