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Nintendo Switch

Nintendo Switch Hands On – Meine Eindrücke vom Event

Ein Tag mit der Nintendo Switch

Nur kurz nachdem Nintendo gestern die Nintendo Switch in einer Präsentation vorgestellt hat, habe ich mich auf den Weg nach Offenbach gemacht. Dort durften geladene Medienvertreter auf Tuchfühlung mit der Nintendo Switch gehen. Da das Event quasi vor meiner Haustür stattgefunden hat, habe ich mich nicht zweimal zum  Nintendo Switch Hands On bitten lassen und bin der Einladung von Nintendo gefolgt. Bevor ich am Wochenende und in den nächsten Tagen über meine Erfahrung mit den einzelnen Games berichte, möchte ich zunächst meine Eindrücke zur Switch und dem Event mit euch teilen.

Dort durften Medienvertreter diverse Spiele ausprobieren und die Nintendo Switch in allen Varianten testen. Rund 340 Gäste wurden dort erwartet. Zunächst ging es in Offenbach sehr ruhig zu. Die Anreise erwies sich dank Orkanböen und Schneetreiben für so manchen Gast als schwierig. Selbst mein Mann und ich hatten Schwierigkeiten, pünktlich die Location zu erreichen. Dank einer ausgefallenen S-Bahn und Verspätungen haben wir es gerade so geschafft, trotz der geringen Entfernung vom Wohnort.

Trotz Wetterchaos hat das Ninendo Switch Hands On sehr viel Spaß gemacht. Man durfte die unterschiedlichsten Games auf der Switch spielen. Vom SRPG Disgaea 5 Complete bis zur Minispielsammlung 1-2-Switch war alles dabei. Interessant war die Veranstaltung aber nicht nur wegen der Nintendo Switch und den Spielen, die dort gespielt werden durften, sondern auch wegen der Leute. Es ergab sich so manches nette Gespräch, ich habe bekannte Gesichter getroffen und die Freude vieler Besucher hat einfach Spaß gemacht und angesteckt.  Dank der Versorgung mit reichlich Getränken und sehr leckerem Essen war auch für das leibliche Wohl gesorgt.

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Wandlungsfähigkeit

Der neuen Konsole aus dem Hause Nintendo ist es gelungen, mich beim Nintendo Switch Hands On zu überzeugen. Das Konzept ist meiner Meinung nach gut durchdacht und die Switch eine sehr wandlungsfähige Konsole. Man kann sie im Tisch-Modus, Handheld-Modus und TV-Modus einsetzen. Vielen Stunden Spielspaß steht damit also nichts im Wege. Egal ob im Zug, gemütlich im Bett oder auf dem Sofa sitzend – die Switch passt sich den Bedürfnissen, Wünschen und Vorlieben des Spielers an. Zwischen den einzelnen Modi kann man praktischerweise ohne Probleme und viel Aufwand wechseln.

Besonders hat er mir gestern der Handheld-Modus angetan. Der Bildschirm der Switch ist angenehm groß und Spiele wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild und Mario Kart 8 Deluxe haben es mir sofort im Handheld-Modus angetan. Optisch sehen die Titel so ansprechend aus und es spielt sich auch sehr angenehm. Ein wichtiger Punkt ist dabei natürlich das Gewicht, welches für mich total in Ordnung geht. Ich hatte das Gefühl, die Switch ist im Handheld-Modus etwas schwerer als mein New Nintendo 3DS. Aber definitiv leicht genug, um damit auch länger bequem spielen zu können. Darüber hinaus lag die Switch im Handheld-Modus sehr gut in meinen Händen. Ich hatte zunächst bedenken, ob ich bei der Größe des Geräts damit klarkommen würde – meine Zweifel wurden aber schnell zerstreut. Ich habe sehr kleine Hände – auch für eine Frau. Ein Problem war diese Tatsache aber nicht im Handheld-Modus.

Was hingegen für mich etwas schwieriger war, ist Arms. Das Spiel kann man zocken, indem man in jeder Hand einen Joy Con hält. Da mich das Spiel durch meine Liebe zu Kinect ständig dazu verleitet hat aktiv mit den Armen mitzugehen, hatte ich arge Probleme die nötigen Tasten sauber zu betätigen. Mit meinen kurzen Fingern hatte ich nach einer Runde ganz schön verkrampfte Hände. Ich mochte zwar Arms, werde es daheim aber wohl nur mit Pro Controller spielen, da es meinen kleinen Händen nicht so zusagt, es dauerhaft mit Joy Cons in den Händen zu spielen. Wer normalgroße Hände hat, dürfte diese Schwierigkeiten jedoch nicht haben. Es dürfte eher schwierig werden, wenn jemand wirklich große Pranken hat. Männer mit normalgroßen Händen dürften hingegen ebenfalls problemlos mit dem Joy Con spielen können. Mein Mann kam mit diesen auf Anhieb ziemlich gut klar.

Einer meiner Höhepunkte gestern war Zelda, welches gut demonstriert hat, wie kinderleicht der Wechsel in einen anderen Modus klappt. Ich habe zunächst mit einem Pro Controller gespielt und musste dann einfach nur die Switch aus dem Dock nehmen, um mobil weiter spielen zu können. Damit es im Handheld-Modus weitergehen kann, war nur noch eine einfache Tastenkombination möglich und schon wäre es  zumindest in der Theorie möglich gewesen, einfach wer weiß wohin mit der Switch zu verschwinden. Praktisch war dies gestern natürlich nicht möglich.

Familientauglichkeit

Beim Nintendo Switch Hands On hat mich aber nicht nur die Vielseitigkeit der Switch überzeugt, sondern auch deren Familientauglichkeit. Die Spiele, die in Offenbach vertreten waren ,können ältere und jüngere Spieler gleichermaßen begeistern. Mario Kart 8 Deluxe ist etwa ein typisches Spiel, welches einfach keine Altersgrenze kennt. Schon Kids können damit ihren Spaß haben. Es ist aber auch für Erwachsene sehr unterhaltsam, im Battle Mode um den ersten Platz zu fahren. Besonders hat mir dabei übrigens das Nintendo 64-Feeling gefallen. Der Battle Mode ist eine echte Bereicherung für das Spiel. Allein schon deshalb muss ich es haben.

Titel wie Arms lassen sich einfach erlernen und kinderleicht spielen. Die Einführung war schnell gemacht und die Kämpfe liefen sofort ohne größere Schwierigkeiten ab. Generell waren viele der gespielten Games sehr kurzweilig, was für eine Familienkonsole sehr wichtig ist. Ein paar Runden Mario Kart 8 Deluxe sind ebenso schnell gespielt, wie ein paar Runden 1-2-Switch. Da die Nintendo Switch zudem umfangreiche Familienfeatures für Eltern anbietet, ist sie eine hervorragende Wahl für Familien.

Lediglich beim Preis sollte Nintendo noch ein wenig nach unten korrigieren. Die rund 330 Euro für die Konsole finde ich durchaus gerechtfertigt. Man sollte dabei nicht vergessen, dass man für das Geld quasi Konsole und Handheld bekommt. Etwas happiger finde ich hingegen die Preise für Zubehör. Zwar lassen sich viele Games mit nur einer Nintendo Switch ohne weiteres Zubehör mit zwei Spielern zocken, aber auf Dauer wird man wohl nicht um einen Pro Controller und / oder ein Joy Con herumkommen. Dafür muss man allerdings ziemlich tief in die Tasche greifen. Gerade Familien sind finanziell jedoch stark belastet. Nintendo sollte die Preise für Zubehör noch einmal überdenken. Andernfalls bleibt nur zu hoffen, dass es rasch attraktive Angebote bei Händlern gibt, oder die ein oder andere Aktion. Diesbezüglich bin ich aber zuversichtlich, da derlei Dinge bisher immer passiert sind.

Was mich auch noch etwas skeptisch macht, ist der Standfuß, mit dem die Switch aufgestellt werden kann. Dieser wirkte gestern nicht sonderlich langlebig. Ich hatte leise Zweifel, dass der meine Kids lange überleben wird, lasse mich hier aber gern eines Besseren belehren, wenn ich die Switch in wenigen Wochen selbst habe. Davon abgesehen waren Qualität und Verarbeitung in Ordnung und überzeugen. Was die Kindertauglichkeit angeht, habe ich vom Fuß abgesehen überhaupt keine Bedenken. Im Gegenteil, ich freue mich schon jetzt sehr auf die Nintendo Switch und hoffe auf viele unterhaltsame Stunden mit meiner Familie.

Bei Nintendo wird Couch-Koop zum Glück auch im Jahr 2016 noch groß geschrieben, wofür ich Nintendo ein dickes Lob aussprechen möchte. Wenn jemand gut Familienkonsolen und –handhelds kann, dann definitiv Nintendo. Die Xbox One und PlayStation 4 sind tolle Konsolen – gar keine Frage. Als Familienkonsole würde ich aber die Nintendo Switch auf jeden Fall vorziehen.

Die Launchtitel

Was ein wenig schade ist, ist die (bisher) überschaubare Anzahl an Launchtiteln. Ich selbst bin mit denen zufrieden, allein schon weil The Legend of Zelda: Breath of the Wild lange bei der Stange halten wird und ich mich riesig auf Just Dance 2017 freue. Leider ist mein Kinect kaputt und ich muss auf Dance Central verzichten. Daher stürze ich mich dann im März freudig auf Just Dance. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass viele zunächst vor dem Kauf zurückschrecken werden, wenn sie Zelda nicht mögen. Bisher hat die Nintendo Switch nur einen ganz großen Kaufgrund: Breath of the Wild. In den ersten Wochen und Monaten nach Launch folgen dann zum Glück weitere Titel. Bis Ende des Jahres sieht das Line-up meiner Meinung nach sehr ordentlich aus. Xenoblade 2, Mario Kart 8 Deluxe, Splatoon 2 und Super Mario Odyssey sind sehr vielversprechende Titel.

Die Launchtitel dürften viele Coregamer aber kaltlassen, wenn die nicht auf Zelda abfahren. Für Casualspieler sind Spiele wie 1-2-Switch und Just Dance 2017 natürlich sehr unterhaltsam und wohl auch langfristig interessant. Ein Spiel wie 1-2-Switch ist durchaus auch für andere Spieler durchaus interessant – aber vermutlich nur kurz. Mich persönlich stört das nur mäßige Line-up zum Launch nicht weiter, da ich Multikonsolero bin. Ich muss also nicht ab dem März mit dem Leben, was mir die Nintendo Switch bietet. Ich bin zudem sehr zufrieden mit dem, was bisher an Spielen angekündigt ist. Ich freue mich sehr auf Games wie Xenoblade 2 und Shin Megami Tensei. Hier findet ihr übrigens eine Liste mit bisher angekündigten Spielen.

In den kommenden Tagen werde ich ausführlich über die Switch und die angespielten Games berichten. Stay tuned!

 

 

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