Nintendo Switch Joy-Con & Pro Controller Hands-On

Die Joy-Con

Feeling und Verarbeitung

Die Nintendo Switch Joy-Con sind Nintendos nächster Schritt bei der Steuerung der eigenen Heimkonsole. Der geneigte Gamer verbringt am Tag unter Umständen viele Stunden vor der Konsole. Da will man seine Hände schon gut aufgehoben wissen und sich nicht über schmerzende Daumen und Gelenke ärgern. Fangen wir mit dem negativen an: Zwar liegen die kleinen Motion-Controller gut in der Hand und ihre Tasten sind alle erreichbar, dennoch haben sie einen großen – oder doch eher kleinen – Haken. Aufgrund Ihrer Größe könnten Spieler mit großen Händen hier schnell in unbequeme Haltungen verfallen. Sie sind auch vermutlich nicht für halbtätige Spielsessions gedacht. Für die ein oder andere Spielsitzung zwischendurch sind sie aber durchaus gut geeignet. Damit beim Rumfuchteln der kleine Joy-Con nicht im Fernseher landet, gibt die vom Wii-Remote bekannte Sicherheitsschlaufe. Sollten sie doch einmal runterfallen, werden sie vermutlich das ein oder andere überstehen. Die Verarbeitungsqualität der Demogeräte war tadellos. Offensichtlich sind sie auf häufige und intensive Beanspruchung ausgelegt.

Äußerlichkeiten

Für die Größe eines Joy-Con steckt in den kleinen Controllern eine Menge Technik. Jeder der beiden Joy-Con bietet außerdem eine Vielzahl an Tasten, sodass beim 2-Spieler-Erlebnis bei dem jeder Spieler einen Joy-Con nutzt keiner zu kurz kommt. So sind bei einen Joy-Con die ABXY und auf der anderen die Richtungstasten vorhanden. Außerdem gibt es für jeden Joy-Con einen Analogstick, den man auch drücken kann. Sind die Joy-Con nicht angedockt, gibt es zwei zusätzliche Tasten an der Seite die neue Belegungen ermöglichen. Weil das noch immer nicht reicht, besitzt der rechte Joy-Con einen Home-Button und der linke einen Capture-Button zur Aufnahme von Bild und Videomaterial. Außerdem gibt es noch für jeden einen Plus bzw. Minus-Button. Beim Zwei-Spieler Erlebnis kommt also keiner zu kurz.

Technik der Joy-Con

Am unteren Rand des rechten Joy-Con gibt es eine Infrarotkamera. Mit der verspricht Nintendo die genaue Erfassung von Gegenständen, Gesten und Entfernungen. Außerdem ist ein NFC Lese- und Schreibfunktion vorhanden, sodass ihr euch weiter auf amiibos freuen könnt. Im Inneren sind Gyroskop und die neue HD-Rumble Funktion verbaut. Hierbei werden präzise Impulse ausgegeben, sodass physikalische Gegebenheiten simuliert werden. Beim 1-2-Switch Minispiel mussten wir durch das sanfte Bewegen des Joy-Con die Anzahl von Kugeln in einer Holzkiste erraten. Das Gefühl für Kiste mit Kugeln fühlte sich dabei schon sehr real an, mit ein wenig Feingefühl war dann auch das Zählen der Kugeln gut möglich. So wäre auch bei The Legend of Zelda: BotW sicherlich je nach Aufschlag und Intensität von Angriffen durch unterschiedliche Waffen und Geschosse eine HD-Rumble Umsetzung denkbar.

Leider fehlten uns derlei Umsetzungen. Zumindest konnten wir sie nicht feststellen. Für ein Party-Spiel ist das HD-Rumble sicherlich eine nette Funktion, doch die Entwickler müssen erst zeigen wie intensiv und konsequent sie diese kleine aber feine Technologie nutzen. Sollte den Lithium-Ionen-Akku befeuerten Joy-Con nach etwa 20 Stunden der Saft ausgehen, werden diese beim Anschluss an das Hauptmodul der Konsole wieder mitgeladen.

Neben dunkelgrau sind die Joy-Con in Neon-Blau und Neon-Rot verfügbar. Der Einzelpreis beträgt 50 Euro, der Bundlepreis 80 Euro. Der Konsole liegt ein Paar bei.

Joy-Con-Halterung

Wollt ihr alleine Spielen, könnt ihr die Joy-Con auch in eine Halterung stecken und haltet dadurch quasi einen Controller in der Hand. Wir konnten leider nicht beurteilen, wie bequem sich dieser in langen Spielsessions erweist. Immerhin weist er an der Unterseite einen Anschluss auf, sodass dass laden der Joy-Con unabhängig von der eigentlichen Konsole möglich sein sollte. Außerdem gibt es neben der Standard-Halterung welcher der Konsole beiliegt einen Lade-Halterung. Diese soll 30 Euro kosten. In ihr ist ein zusätzlicher Lithium-Ionen-Akku verbaut. Die Standard Halterung, welche mit der Konsole ausgeliefert wird, hat einen solchen Zusatzakku nicht. Allerdings weist sie einen USB-Anschluss auf, mit dem ihr über Kabel die Joy-Con laden könnt. Bei der Lade-Halterung könnt ihr den Zusatzakku quasi wie eine Powerbank für die Joy-Con vorladen.

 

Der Pro-Controller

Hierbei handelt es sich um einen traditionellen Controller, dessen Design zwar an die Vorgänger erinnert, jedoch ein neues Layout besitzt. Neben zwei Analogsticks weist er Schultertasten, Bumber, ABXY-Tasten sowie diverse Zusatztasten auf. Doch Nintendo wäre nicht Nintendo, hätte man nicht auch hier an ein paar Schräubchen gedreht.

So weist das dunkelgraue Design eine leichte Transparenz auf, wodurch das Innere zu erahnen ist – ähnlich wie beim GameCube Crystal. Von der Form und dem Aufbau her erinnert der Pro Controller sehr an Microsofts Controller-Design. Außerdem sind wie bei den Joy-Con auch Gyroskop und NFC-Funktion verbaut. Damit geht er einen Weg zwischen traditionellem Controller und dem neuen „Nintendo-Erlebnis“. So müsst ihr beim Spielen weder auf das Einscannen von amiibos verzichten, noch auf die Zusatzfunktionen des Gyroskops.

Der Pro-Controller kommt zu einem Preis von 70 € auf den Markt und dürfte die erste Wahl für Core-Gamer sein.

Nintendo Switch Pro Controller

Siehe auch

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