Oceanhorn

Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas Review (Nintendo Switch)

Entwickler:         Cornfox & Bros.
Publisher:          FDG Entertainment
Genre:              Rollenspiel
Plattformen:        Nintendo Switch (auch auf PC, PlayStation 4, PS Vita, Xbox One, iOS und Android verfügbar) 
Preis:              ca. 14,99 Euro 
Offizielle Website: http://fdg-entertainment.com/

Freudiges Wiedersehen

Das Spiel Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas wurde erstmals 2013 veröffentlicht. Trotz seines Alters ist der Titel gerade wieder in aller Munde. Letzte Woche schaffte das Indiespiel nämlich auch den Sprung auf die Nintendo Switch. Ich habe mir diese Version des Spiels angesehen und sage euch, ob es lohnt (wieder) in See zu stechen.

Bevor ich auf die Switch-Version zu sprechen komme, gehe ich ein wenig auf das Spiel ein. Dieses wird gern mit The Legend of Zelda: The Wind Waker verglichen. Ein naheliegender Vergleich. Ihr schlüpft in die Rolle eines Jungen, dessen Abenteuer schlafend beginnt. Nicht die einzige Parallele zu Zelda. Ihr bereist eine virtuelle Welt, die aus jeder Menge Inseln besteht. Mit einem kleinen Boot segelt ihr zwischen diesen umher. Außerdem bewaffnet ihr euch mit Zaubern, Schwert, Schild, Bomben und mehr. Spielerisch erinnert es daher wirklich stark an Wind Waker. Dungeons sind ebenfalls vorhanden.

Klone sind nicht zwingend eine positive Sache. In diesem Fall aber schon. Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas überzeugt mit einer tollen Geschichte, einer liebevoll gestalteten Spielwelt und mit angenehmen Gameplay-Mechaniken. Das Spiel könnte besonders dann für euch interessant sein, wenn ihr klassische Zelda-Spiele mögt und deshalb mit Breath of the Wild nicht sonderlich warm geworden seid. In Oceanhorn dürft ihr nämlich Dungeons erkunden, darin Bosse bezwingen und neue Gegenstände freischalten. Der beliebte Vergleich zu Wind Waker ist keineswegs aus der Luft gegriffen. Oceanhorn steht dennoch auf eigenen Beinen. So levelt ihr euren  Charakter zum Beispiel über verdiente Heldenpunkte hoch und erhaltet mit jedem Aufstieg eine Belohnung. So könnt ihr beispielsweise ab einem bestimmten Level zehn statt fünf Bomben in eurer Tasche verstauen.

Das Spiel bietet in Sachen Umfang zwar nicht ganz so viel, wie der große Bruder, ihr könnt aber trotzdem gut zwei Dutzend Spielstunden einplanen, wenn ihr alles mitnehmen möchtet. Bei einem Preis von 14,99 gibt es daher auch nichts zu meckern. Ich selbst habe Oceanhorn bereits auf dem PC gespielt. Trotzdem habe ich die Spielstunden auf der Switch sehr genossen. Das Spiel sieht auf der Konsole wunderbar aus und es spielt sich sehr angenehm. Ich habe es vor allem im Handheld-Modus gespielt, da ich persönlich gern Rollenspiele auf einem Handheld spiele. Allein diese Tatsache macht Oceanhorn sehr interessant für mich.

Ein paar kleine Wermutstropfen gibt es trotzdem. So habe ich beispielsweise auf eine Bewegungssteuerung gehofft, die sich gerade beim Zielen während der Fahrt über das Meer angeboten hätte. Wenn ihr das Spiel schon habt, lohnt sich der Griff zur Switch-Version daher nicht in jedem Fall. Wenn ihr keinen Bock habt, die Story noch einmal zu erleben, könnt ihr euch den Kauf getrost sparen, da die Switch-Portierung zwar sehr ordentlich ist, aber keinen Mehrwert durch Switch-exklusive Features bietet. Dafür ist die Switch-Version die erste Wahl, wenn ihr das Game mobil zocken möchtet. Ein zweiter Wermutstropfen ist die nicht änderbare Tastenbelegung. Ich habe so manchen Zauber und so manche Bombe ungewollt benutzt. Ich hätte mein Schwert gern auf der A-Taste liegen und die Bomben auf X oder Y. An derlei Dinge gewöhnt man sich zum Glück nach einer Weile. Unterm Strich eine super Vorbereitung auf Oceanhorn 2. Jetzt freue ich mich noch mehr auf den Nachfolger.

Oceanhorn Screenshot

Mein Fazit:

Es war richtig schön, noch einmal Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas zu spielen. Das Spiel gehört zweifelsohne zu einem der besten Indie-Spiele, welches in den letzten Jahren erschienen ist. Der Titel erinnert sehr stark an The Legend of Zelda: The Wind Waker und weist tatsächlich sehr viele Gemeinsamkeiten auf. Nichtsdestotrotz hat das Game seinen eigenen Charme. Das Spiel punktet in Sachen Story, Gameplay und Soundtrack. Es ist quasi ein Paradebeispiel dafür, dass auch Klone gut funktionieren können.

Was ich vermisse und gern gesehen hätte, sind einige Switch-exklusive Features. Ich könnte mir zum Beispiel das Spiel mit Bewegungssteuerung interessant vorstellen, wenn man auf dem Meer zielt und schießt oder sich dort umsieht. Zudem vermisse ich die Möglichkeit, die Tastenbelegung zu ändern. Diese Kleinigkeiten ändern aber Nichts an der Qualität des Spiels. Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas ist auch im Jahr 2017 noch ein tolles und absolut spielenswertes Rollenspiel. Wenn ihr das Game noch nicht kennt, wird es allerhöchste Zeit. Wenn ihr bereits Fan seid, lohnt sich der Kauf unter Umständen trotzdem. Oceanhorn lässt sich im Handheld-Modus wunderbar zocken, was vor allem Fans von Handhelds und Mobilegaming gefallen wird. Außerdem macht es einfach Spaß, noch einmal zu spielen, bevor im Herbst der Nachfolger erscheint. Für 14,99 Euro könnt ihr hier wirklich nicht viel falsch machen. Zuschlagen, es lohnt sich!

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