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… Borderlands – Zurück nach Pandora

Spiele werden inzwischen oft wie Wegwerfware behandelt. Einmal durchgespielt – wenn überhaupt – schaut man sie nicht mehr an. Kein Wunder, wenn man sich die Flut an Neuerscheinungen ansieht. Auch jetzt im „Sommerloch“ ist einiges los. Vorbei sind die Zeiten, in denen man monatelang auf den nächsten großen Hit warten musste. Selbst die inzwischen weit verbreiteten Erfolge haben daran wenig geändert. Ein beachtlicher Teil an Spielern hat nur eine geringe Completion. Erfolgsjäger hingegen grasen oft schnellstmöglich ein Spiel ab und ziehen nach Abschluss weiter.

Auch ich kehre in viele Spiele nicht wieder zurück. Trotzdem gibt es für mich auch heute noch Games, in die ich immer wieder reinschaue. Wenn es so etwas wie moderne Klassiker gibt, zählt für mich die Borderlands-Reihe ganz klar dazu. Ich habe jedes der Spiele auf mindestens zwei Plattformen und in jedem einige Stunden verbracht. So kam es schließlich auch, dass ich mir im Steam Summer Sale für nicht einmal 10 Euro Borderlands mit allen DLCs geholt habe. Das Spiel fehlte mir nämlich als einziger Teil der Reihe noch auf dem Rechner.  Warum zum Henker kauft man sich im Summer Sale ausgerechnet so ein altes Game, welches man obendrein schon samt allen DLCs vor Jahren auf der Konsole gespielt hat? Weil es immer noch verdammt viel Spaß macht!

Meine letzte Begegnung mit dem ersten Teil liegt ziemlich weit zurück. Umso interessanter ist das Spielgefühl dieses Mal. Begleitet werde ich von einem langjährigen Freund, der schon viele Stunden mit mir in diversen Serienablegern verbracht hat. Es ist erstaunlich, wie weit wir es seit Start gebracht haben. Meine geliebte Sirene – ich bin schon immer Fan der Klasse – ist fast Level 30 und Steam sagt mir, ich habe 36 Prozent der Errungenschaften abgeschlossen. Puh, so schnell war ich bei meinen ersten Gehversuchen in dem Spiel nicht. Mein Begleiter kennt das Ding allerdings auch wie seine Westentasche.

Natürlich sieht man Borderlands an, dass es nicht mehr taufrisch ist. Selbst der Cel Shading-Look kann nicht über das Alter hinwegtäuschen. Trotzdem macht es optisch auch 2017 noch einiges her. Was aber viel wichtiger ist, ist das Spielerlebnis. Der Koop ist bis heute ein Garant für Spielspaß. Das Zusammenspiel der Klassen macht Spaß, der Humor ist einfach super und das Gameplay ist angenehm. Der Umfang lässt zudem zu, dass man auch nach vielen Spielstunden noch ein paar Dinge entdeckt, die man noch nicht gekannt hat.

Ein wenig traurig bin ich nun aber trotz der tollen Stunden mit Borderlands. Langsam hätte ich nämlich wirklich gern Borderlands 3. The Pre-Sequel fand ich zwar gut, aber ich habe es nicht so sehr genossen wie die ersten beiden Spiele von Gearbox. Gerade im Vergleich zu Borderlands 2 wirkt es auch eher klein, was den Umfang betrifft. Dazu kommen die eher enttäuschenden DLCs. Einige Erweiterungen von Borderlands und Borderlands 2 gehören für mich zu den besten DLCs aller Zeiten. Ich freue mich schon jetzt darauf, die Geschichte von Borderlands auf dem Rechner abzuschließen und mich den Zombies in The Zombie Island of Dr. Ned zu stellen. Und dann warten da noch andere Erweiterungen auf mich … Da ich Borderlands nicht so viel wie den Nachfolger gedaddelt habe, genieße ich meine Rückkehr in das Spiel sogar noch mehr, als meine letzte in Teil 2. Den kenne ich nämlich wesentlich besser.

Habt ihr euch auch ein Spiel beim Steam Summer Sale gegönnt? Was ist es bei euch geworden? Was sind für euch moderene Klassiker? Welchen sollte ich unbedingt Mal probieren? Ich bin jedenfalls glücklich mit meiner Wahl. Zwei neuere Titel habe ich mir übrigens trotzdem geholt: Portal Knights und Blackwood Crossing. Dazu gab es mit Age of Empires II HD einen weiteren Klassiker und den Blindkauf Amphora.

Borderlands Lilith
An ihr ging für mich wieder kein Weg vorbei. Lilith ist ein großartiger Charakter.

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Stefan
Stefan

Die Borderlands Reihe macht schon mega viel Spaß. Der einzige Störfaktor an der Videospiel-Reihe sind die inzwischen leider viel zu beliebten Modding-Tools, die meines Erachtens nach nicht in einen RPG-Shooter gehören.? Wo bleibt denn da noch der Spaß??? Mit The Pre-Sequel kann ich mich leider nur meiner Schwester anschließen, denn schon nach einem Durchgang mit den beiden Mädels Athena (Lv. 50) und Nisha (Lv. 35) wurde die Action auf dem Mond langweilig, woran unter anderem auch der Grinder einer der Haupt-Faktoren war.

Stefan

Poly

Ich finde auch, dass gute Spiele gar nicht richtig altern, sondern auch viele Jahre später noch für Spielspaß sorgen können. Man müsste mich aber schon dafür bezahlen, damit ich mich ein weiteres Mal durch die öden Borderlands quäle :D Ich habe es vor Jahren mit nem Freund im Koop durchgespielt und irgendwie ist es ab der Hälfte nur immer langweiliger geworden. Irgendwie fehlt mir eine richtige bzw. interessante „Story“ und das Gunplay war einfach so belanglos. Der Loot-Loop im Diablo-Stil reicht mir da als alleinige Motivation leider nicht aus. Dass Gearbox das Design auch noch dreist geklaut hat, macht mir die Serie auch nicht gerade sympathischer.