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GWENT: The Witcher Card Game

GWENT: Thronebreaker Vorschau – gamescom 2017

Das Spiel im Spiel

Als CD Projekt RED eine Story für GWENT ankündigte, dachte ich mir „Naja, man kämpft sich halt von Boss zu Boss und es gibt eine kleine Erzählung dazu“. Tja, falsch gedacht. Mit GWENT: Thronebreaker präsentieren die Macher der Witcher-Reihe eine eigenständige Einzelspieler-Kampagne mit fünf unterschiedlichen Gebieten und einer ehrgeizigen Frau.

Ihr schlüpft in die Rolle von Königin Meve, die für ihren scharfen Verstand und ihre Volksnähe bekannt ist. Die Königin von Lyrien und Rivien reist mit ihrem Gefolge durch das Land, um für Frieden und Ordnung zu sorgen. Wie sie für Ordnung sorgt, liegt an euch. Wie auch bei den Witcher-Titeln werdet ihr euch Situationen stellen müssen, Entscheidungen treffen und mit Konsequenzen auskommen müssen. Als Herrscherin muss sie mit völlig anderer Tragweite handeln als Geralt. Darum werden die Entscheidungsmöglichkeiten und ihr Vorgehen extremer Ausfallen. Diese Entscheidungen beeinflussen auch das Gefolge, dass mit euch durch das Reich zieht.

Im gezeigten Beispiel handelte es sich um ein Bauerpaar, welches wertvolle Informationen zu haben schien. Nun konnten wir freundlich darum bitten und eventuell eine Abweisung kassieren oder drohen. Die Drohung zeigte Wirkung und dann ging es darum, eine angemessene Strafe zu finden. Wir entschieden uns dazu, die Frau freizulassen und den Mann in die Armee einzuziehen. So haben wir uns als starke Herrscherin positioniert und eine neue Karte für unser Deck erhalten.

Karten hat die Königin einige, denn schließlich werden unsere Streitkräfte durch diese repräsentiert. So können wir mit den Ressourcen Gold und Truppenressourcen die Streitkräfte erweitern. Diese Dinge erhalten wir im Verlauf der 10 bis 15 Stunden langen Kampagne. Ressourcen gibt es auch in der erkundbaren Welt zu entdecken. Außerdem warten Quests darauf gelöst zu werden.

Die Kämpfe werden im gewohnten GWENT-Stil ausgetragen, euch stehen aber Karten mit einzigartigen und teilweise sehr mächtigen Fähigkeiten zur Verfügung. Zudem lassen sich 20 Karten via Thronebreaker exklusiv für den Mehrspieler erspielen. Diese sollen sich in die bestehende Balance einfügen und spielerisch keine Vorteile bringen.

Insgesamt entspräche der Umfang von Thronebreaker dem eines eigenständigen Spiels. Darum werdet ihr für den Erwerb des Singleplayers auch zur Kasse gebeten. Noch ist kein Preis bekannt, es dürfte aber nicht viel teurer als ein Add-on werden – wenn überhaupt.

GWENT: Thronebreaker ist weitaus mehr als nur ein Gimmick. Es ist ein Spiel im Spiel, mit einer offenbar charismatischen und interessanten Hauptfigur. Die gezeigten voll vertonten Dialoge machten einen guten Eindruck und eine Übersetzung ins Deutsche ist bereits in Arbeit. Neben Englisch und Deutsch werden noch acht weitere Sprachen zur Verfügung stehen. Der Grafikstil wirkt als lebendiges Gemälde zwar etwas altbacken, ist aber hübsch anzusehen. Derzeit arbeiten die Entwickler noch daran die erkundbare Umgebung auszugestalten. Daher möchte man bis zu Release noch mehr an den Details feilen und weitere hinzufügen.

Erscheinen wird GWENT: Thronebreaker noch 2017 für PC, Xbox One und PlayStation 4. CD Projekt RED konzentriert sich derzeit nur auf die Plattformen, auf denen GWENT bereits verfügbar ist. Weitere könnten in Zukunft folgen. Eine Eingrenzung für den Release gibt es nicht.

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