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ARK: Survival Evolved

ARK: Survival Evolved Review (PC)

Was ist ARK?

Was ist ARK?

Da ARK: Survival Evolved inzwischen von Millionen Gamern gespielt wird, verzichte ich im Review auf eine umfangreiche Erklärung, was ARK überhaupt ist. Die gibt es stattdessen hier. ARK ist ein Survivalspiel mit offener Spielwelt. Euer Abenteuer beginnt – unabhängig von der Karte – auf einer Insel. Dort startet ihr nur mit Unterwäsche bekleidet und einem Implantat im Unterarm. Eine klassische Story gibt es nicht. Stattdessen erkundet ihr die Insel, beschafft Materialien und errichtet mit der Zeit eine Unterkunft. Später sind auch riesige Bauwerke und Befestigungen möglich. Außerdem braucht ihr Waffen, Werkzeuge und Kleidung. Zunächst bleibt es primitiv mit simplen Dingen wie Spitzhacke, Fackel, Stoffkleidung und Speer. Habt ihr genug Durchhaltevermögen und levelt hoch genug, kommen technische Errungenschaften wie Kühlschränke, Klimaanlagen und andere Tech-Dinge hinzu.

Jede Karte bietet zudem mehrere Hüter, die beschworen werden können, wenn man entsprechende Materialien mitbringt. Da man Zeug wie T-Rex-Arme benötigt, muss man einiges an Spielzeit investieren, ehe man einen Hüter beschwören kann. Zunächst bäckt man daher kleinere Brötchen. Kleidung, Anfängerausrüstung, ein bescheidener Unterschlupf und zur schnellen Fortbewegung ein paar erste Dinosaurier oder andere Kreaturen. Viele Lebewesen, die ihr in ARK trefft, könnt ihr zähmen und einen beachtlichen Teil davon auch reiten. Die meisten Kreaturen werden zunächst mit Schlägen oder später Betäubungspfeilen ausgeschaltet, ehe ihr sie mit passender Nahrung versorgt und mit Betäubungsmitteln oder Beeren betäubt haltet. Bei Kreaturen mit niedrigem Level geht dies meist sehr schnell. Andere brauchen weit über eine Stunde. Daher müsst ihr darauf achten, betäubte Kreaturen vor möglichen hungrigen Fleischfressen zu schützen.

Ein wichtiges Standbein von ARK ist der Mehrspieler. Es gibt sowohl offizielle Server, als auch die Möglichkeit einen privaten Server zu betreiben – oder auf einem solchen zu spielen. Im Mehrspieler könnt ihr sogenannte Tribes gründen. In denen schließen sich Spieler zu Stämmen zusammen. In der Gruppe wird das Zähmen und Bauen deutlich entspannter und einfacher. Grundsätzlich lässt sich ARK aber auch solo spielen und mit etwas Eingewöhnung oder angepassten Einstellungen auch relativ einfach.

Ein weiterer Bestandteil von ARK ist die Erkundung. Zunächst reicht es, wenn man sich in einem kleinen Gebiet aufhält. Später lohnen sich ausgiebige Erkundungstouren über die Inseln. In Höhlen warten seltene Ressourcen, Unterwasser neue Kreaturen und Biome wie ein Vulkan versprechen später benötigtes Material. Darüber hinaus könnt ihr so natürlich weitere Kreaturen kennenlernen. Während einige Lebewesen beinahe überall auf den Inseln zu finden sind, beschränken sich andere auf bestimmte Biome. Wer ein Mamut sehen möchte, muss etwa in eisige Regionen und im Dschungel warten riesige Giftschlangen, übergroße Insekten und natürlich Affen. Wer die Augen offenhält, findet so zudem die Entdeckernotizen, die zumindest einen Hauch Story ins Spiel bringen. Diese Notizen stammen von Personen die zuvor auf der Insel waren. Sie haben ihre Beobachtungen in Skizzen und kurzen Texten festgehalten.

Tschüß Early Access!

Kaum ein Spiel habe ich in den letzten Jahren so viel gespielt, wie ARK: Survival Evolved. Mittlerweile habe ich mehr als 100 Spielstunden angesammelt. Für einige mag dies wenig erscheinen. Für mich als Mama ist dies aber vergleichsweise viel Zeit. Ich mag das Spiel und war natürlich entsprechend gespannt auf den Full Release, der inzwischen schon einige Tage zurückliegt. Für mein Review habe ich mir das Spiel mitsamt der Erweiterung Scorched Earth angesehen. Dabei hat mich vor allem interessiert, inwieweit man aus der langen Early Access-Phase bekannte Bugs ausgemerzt hat und wie es nun mit der Performance aussieht.

Über letztere kann ich nicht klagen. Mit epischen Grafikeinstellungen läuft das Spiel bei mir mit durchschnittlich 43 FPS. Unter 30 FPS ist die Framerate nie abgefallen. Weder im lokalen Spiel noch auf einem Privatserver. Auch wenn in der Umgebung einige Bauwerke vorhanden sind, bleibt die Framerate auf mindestens 30 FPS. Diese Werte sind in Anbetracht der großen offenen Spielwelt annehmbar. Für ein flüssigeres Spiel lässt sich die Grafik zudem nach unten schrauben. Für mein Review habe ich auch Ressourcenfresser wie Schattenqualität hochgeschraubt. Bei der Performance hat sich also erfreulicherweise noch einiges getan. Auch die Ladezeiten sind mittlerweile annehmbar. Ich habe das Spiel nicht auf meiner SSD drauf und bin trotzdem schnell auf dem Server. Noch fixer geht es, wenn ich lokal auf Dinojagd gehe. Hier ist die Ladezeit inzwischen auf wenige Sekunden reduziert. Vorbei sind die Zeiten, in denen man einen Kaffee zubereiten und trinken konnte, bis man überhaupt Mal im Spiel war.

Weniger Verbesserung gibt es in Sachen Bugs und KI. Diesbezüglich habe ich mir vom Full Release etwas mehr erhofft. Man kann Kreaturen nach wie vor in Felsen glitchen und dann dort ganz einfach erlegen, sie auf diese Art abschütteln oder zähmen. Schade! Ein weiteres Manko sind die immer noch bestehenden Wegfindungsprobleme der KI. Dies sorgt bisweilen für merkwürdige Szenen. Auch das Bauen ist nach wie vor lästig. Viele Gegenstände lassen sich immer noch nicht korrekt platzieren, wenn man nicht in die First Person Ansicht wechselt und die Kollisionsabfrage ist nach wie vor ein Witz. Muss so etwas wirklich sein?

Alteingesessene ARK-Spieler haben sich an derlei Macken natürlich längst gewöhnt. Neulinge schreckt so etwas unter Umständen ab. Gerade in Anbetracht der neuen Preisgestaltung ist es ärgerlich, wie viele Bugs nun schon seit Jahren in ARK heimisch sind und einfach nicht ausziehen wollen. Im Laufe der Jahre hat sich hier zwar einiges getan, aber nach oben bleibt trotz allem noch genug Luft.

Bin ich nun vom ARK: Survival Evolved Full Release enttäuscht? Nein! Trotz einiger Ärgernisse ist ARK ein Spiel, welches einen stundenlang bei der Stange halten kann. Sowohl auf einem Server mit anderen Mitspielern, als auch allein macht der Titel viel Spaß. Vorausgesetzt, man stört sich nicht an den nun schon ziemlich lang währenden Kinderkrankheiten. Die Spielwelt ist wunderschön und sofern man auf Scorched Earth spielt, ist das Spiel auch relativ fordernd. ARK-Einsteigern rate ich von der DLC-Map ab. Durch die glühende Hitze ist der Einstieg um einiges schwieriger, als im Hauptspiel. Auch die kostenlosen Karten The Center und Ragnarok sind wesentlich einfacher für den Beginn.

Apropos Einstieg. Hier glänzt ARK leider nach wie vor nicht. Ich erinnere mich noch gut an meine Anfangszeit. Damals habe ich mich ziemlich viel belesen und die Mitspieler auf meinem damaligen Server häufig um Rat gefragt. Neuen Spielern wird es auch nun mit Full Release noch ähnlich gehen. Das Spiel bietet zwar über das Hauptmenü einige Tipps, die sind aber sehr spärlich und keine große Hilfe. Im Spiel selbst gibt es kein Tutorial. Man muss sich die Dinge also selbst erarbeiten. Schade. Neulingen macht man so den Einstieg unnötig schwer. Es hilft zwar, wenn man rumprobiert und die Texte in den Ladebildschirmen, Itembeschreibungen und Co. liest, aber je nachdem wie gut ein Spieler derlei Dinge erfasst, kann es zunächst ganz schön holprig werden.

ARK: Survival Evolved Screenshot 01

Artenvielfalt und umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten

Trotz all dieser Kritik, kann man aber auch einiges an Lob zu ARK: Survival Evolved verlieren. Besonders lobenswert ist die Vielfalt inzwischen implementierter Kreaturen. Es gibt Dutzende Lebewesen in ARK. Egal ob Riesenskorpion, T-Rex, Pteranodon oder Sarcosaurus. Für Fans von Dinosauriern und urzeitlichen Lebewesen ist dies ein Paradies. Viele Spiele beschränken sich auf sehr bekannte Kreaturen wie den T-Rex, Triceratops und Brachiosaurus. ARK nicht. Ich liebe diese Vielfalt, wenngleich auf einigen Maps inzwischen auch Fantasywesen leben. Natürlich kratzt auch ein ARK diesbezüglich nur an der Oberfläche. Es sind allein mehr als 500 Dinosauriergattungen bekannt. Trotzdem hat ARK hier reichlich zu bieten. Dabei gefällt mir vor allem, dass man auch diverse kaum bekannte Kreaturen eingefügt hat. Selbst nach Dutzenden Spielstunden wird man noch neue Dinge entdecken.

Ebenfalls löblich sind die vielen Einstellungsmöglichkeiten. Als Spieler kann man so selbst entscheiden, wie schwer oder leicht ARK: Survival Evolved sein darf und soll. Ihr könnt alles Mögliche festlegen – die Dauer eines Tages, das Verhältnis Tag und Nacht, wie viel Schaden wilde Kreaturen austeilen, wie schnell ihr Hunger verspüren werdet, Friendly Fire, PvE … Spielt ihr auf einem Server, könnt ihr darauf natürlich selbst keinen Einfluss nehmen. In diesem Fall könnt ihr euch aber einen Server suchen, der etwa euren Vorstellungen entspricht. Solo solltet ihr euch übrigens auf reichlich Grind einstellen, wenn ihr auf den Standardeinstellungen spielt. Wollt ihr nicht gerade mit einer winzigen Strohhütte vorliebnehmen, müsst ihr einiges an Zeit in das Sammeln von Ressourcen stecken. Selbst eine immer noch relativ simple Holzhütte mit großzügigen Ausmaßen verlangt einiges an Arbeit. Lehm, Metall und Co. ist mit Standardsettings fast schon eine kleine Mamutaufgabe.

Wozu ich nur sehr bedingt raten kann, sind die offiziellen Server. Diese können für Einsteiger schnell ein sehr frustrierendes Spielerlebnis bedeuten. Selbst auf den PvE-Servern herrscht teilweise ein sehr rauer Ton. Wenn ihr auf den offiziellen Servern spielen möchtet, ist eine dicke Haut Grundvoraussetzung.

Unterm Strich ist ARK: Survival Evolved ein Spiel, mit dem man Hunderte Stunden Spaß haben kann. Vorausgesetzt, man ist bereit über einige Macken hinwegzusehen. Ich streife immer wieder gern durch die optisch ansprechende Spielwelt, beobachte das Treiben wilder Dinosaurier, plane neue Gebäude und zähme wilde Kreaturen. Letzteres könnte meiner Meinung nach etwas mehr Abwechslung bieten. Inzwischen gibt es zwar zumindest das passive Zähmen, mit der Zeit wird die Zähmerei aber ganz schön fad. Lokal habe ich daher inzwischen einfach die Zähmgeschwindigkeit etwas nach oben geschraubt. Versteht mich nicht falsch – wenn man zum ersten Mal einen hochgefährlichen Karnivoren zähmt und dabei weit über eine Stunde in Atem gehalten wird, ist dies eine aufregende Spielerfahrung. Dies funktioniert auch eine ganze Weile. Irgendwann kommt aber die Routine und Langeweile. So aufregend meine ersten Quetzal-Jagden waren – irgendwann braucht man diese zeitaufwendigen Routinen nicht mehr zwingend. Wenn doch, hindert einen niemand daran die Einstellungen auf Standard zu belassen, oder sie gar zu verschärfen.

Gerade für Solisten bietet ARK dadurch auch einiges an Herausforderung. Es gibt mit Sicherheit Survivalspiele, die einen mehr fordern. Trotzdem hat auch ARK seine Momente. Gerade Solisten müssen am Anfang ganz schön knabbern und rackern. Je weiter ihr im Level aufsteigt, desto einfacher wird es. Segnet ihr das Zeitliche, ist zwar der Inhalt eures Inventars weg, aber ihr könnt diesen wieder auflesen. Außerdem sollte eines der ersten Ziele ein kleiner Unterschlupf sein. In Kisten, Schränken und Co. könnt ihr Materialien, Gegenstände, Baupläne und andere Dinge horten. Ich habe mir zum Beispiel angewöhnt, mit einem neuen Charakter immer sehr flott eine Anfängerrüstung auf Reserve zu haben. Dazu packe ich einige Materialien und primitive Waffen. Hat man den Einstieg gemeistert, kann man gut befestigte Gebäude, Zähmgehege, Dinogehege, Gewächshäuser samt Bewässerungsanlagen, Tech-Rüstung und mehr erarbeiten. Daher wird man sehr lange bei der Stange gehalten. Im späteren Spielverlauf warten zudem einige Bosse, die Taktik und Vorbereitung verlangen.

Ein sehr großes Plus der PC-Version ist der umfangreiche Mod-Support. Da ARK: Survival Evolved eine große Community hat und nach wie vor sehr beliebt ist, gibt es unzählige Mods für das Spiel. Es werden schon jetzt Tausende Mods angeboten. Einige erleichtern das Spiel, andere machen es herausfordernder und wieder andere bringen neue Inhalte wie Kreaturen. Der Mod-Support lässt kaum Wünsche offen. Es lohnt sich, einen Blick in den Steam Workshop zu werfen. Der Mod-Support macht es einem auf dem PC auch relativ einfach, über die ein oder andere Macke hinwegzusehen. Zumal man einige dank Mods ausmerzen kann. Ich denke da beispielsweise an den Bereich des Bauens. Das Grundspiel lässt diesbezüglich einige Wünsche offen. Strukturen können nicht aufgewertet werden und hat man sie ausversehen falsch platziert, müssen sie einfach abgerissen werden. Material und Arbeitszeit sind Futsch. Mit Mods lassen sich solche Ärgernisse umgehen. Wer sich an der in ARK kaum vorhandenen Story stört, kann hier ebenfalls Abhilfe schaffen.

ARK: Survival Evolved Screenshot 05

Mein Fazit:

ARK: Survival Evolved ist schon lange ein Spiel, mit dem man sehr viel Spaß haben kann. Vor allem die PC-Version lohnt sich. Die Community ist sehr groß und hat den gebotenen Mod-Support gut angenommen. Dank Tausenden von Mods kann man unglaublich viel aus dem Spiel herausholen. Spaß macht das Survival-Abenteuer aber auch ohne Mods. Vorausgesetzt, man stört sich nicht an einigen Macken. Die KI der Kreaturen ist noch immer verbesserungsfähig. Auch Kleinigkeiten wie das Spawnen direkt neben einem Karnivoren können nerven. Für mein Review habe ich einen neuen Charakter angefangen. Mein erstes Erlebnis? Ich bin in einem Anfängergebiet in einer Horde Karnivoren gelandet. Da es dunkel war, verriet mir letztlich nur ein Schriftzug, warum ich überhaupt gestorben bin. Da ich schon lange ARK spiele, stören mich solche Erlebnisse längst nicht mehr. Für Neulinge sind derlei Erfahrungen wohl wesentlich unangenehmer und frustrierender. Bringt eine dicke Haut mit!

Dafür wird man mit einem optisch ansprechendem Spiel belohnt, welches mit einer tollen Vielfalt urzeitlicher Kreaturen begeistert. Man beschränkt sich hier nicht nur auf Stars wie Säbelzahntiger, T-Rex und Triceratops. Dadurch entsteht eine lebendige Welt, deren Erkundung auch nach Stunden noch neue Entdeckungen ermöglicht und Freude bereitet. Vor allem die DLC-Karte Scorched Earth und Ragnarok haben es mir angetan. Die Vanilla Map The Island kommt einem hingegen ziemlich fad vor, wenn man erstmal die drei anderen Maps betreten hat. Der Umfang von ARK: Survival Evolved ist auch ohne den Bezahl-DLC ordentlich. Der von einigen erhoffte Heilige Gral ist es aber nicht. ARK ist gut – wenn man mit einigen teilweise großen Abers kein Problem hat. Ich freue mich auch mit diesen auf den zweiten großen DLC. Als Dinofan begeistert mich das Spiel auch nach zig Stunden anhaltend. Trotz Mankos ist ARK eines der interessantesten Spiele für Dino-Fans und Freunde urzeitlicher Kreaturen.

 

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Kartodis

Ich habe mir ARK irgendwann mal im Sale geholt und an und für sich, fand ich es gar nicht schlecht. In Sachen Bugs, bin ich als DayZ Fan kampferprobt und nicht leicht zu erschüttern. Was mir wirklich gut gefiel, war die schöne Grafik, wobei das viele andere Spieler auch wieder mal anders sehen werden.

Was mir letztendlich gefehlt hat, um langfristig in das Spiel einzutauchen, war ein Spielpartner. Alleine Spielen ist schön und recht, aber zusammen etwas zu bauen, macht dann eben doch mehr Spaß.

Wer weiß, vielleicht werfe ich am Wochenende mal wieder einen Blick rein.

Jedenfalls vielen Dank für das Update!!