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RollerCoaster Tycoon Classic Review

Entwickler:         Origin8 Technologies Ltd.
Publisher:          Atari Inc.
Genre:              Simulation, Strategie
Plattformen:        PC
Preis:              ca. 19,99 Euro 
Offizielle Website: http://www.rollercoastertycoon.com/rollercoaster-tycoon-classic/

Einmal 18 Jahre zurück

Vor 18 Jahren wurde Rollercoaster Tycoon von Hasbro und MicroProse veröffentlicht, ein Spiel, welches Chris Sawyer im Alleingang programmierte. Die Grafiken wurden von dem freiberuflichen Künstler Simon Foster beigesteuert. Chris Sawyer ist schon lange nicht mehr der Entwickler der Spielereihe gewesen. Der letzte Titel, den er mitprogrammiert hat, ist RollerCoaster Tycoon 2. Mit RollerCoaster Tycoon Classic möchte Chris nun dort weitermachen, wo er aufgehört hat. Der neuste Teil ist ein Revival der ersten beiden Teile mit den dazugehörigen DLCs.

Ziel des Spiels

Im Spiel bewirtschaftet ihr einen Freizeitpark mit diversen Fahrgeschäften. Dazu gehört auch die namensgebende Achterbahn – im englischen Rollercoaster –  welche der Mittelpunkt des Spiel ist. Je größer desto mehr Ertrag desto besser. Natürlich kann man auch andere Fahrgeschäfte wie Karussells und Eisenbahnen bauen, mit denen sich Einnahmen erzielen lassen. Es sollte nicht vergessen werden, neben den Fahrgeschäften auch Verkaufsgeschäfte für Eis, Hamburger und Getränke zu errichten. Einerseits, um die Parkbesucher zu bedienen, andererseits um Einnahmen zu generieren. Die Toiletten sind ebenfalls wichtig. Wer die vergisst, hat schnell unzufriedene Parkbesucher.

Ich habe mit dem Szenario Dynamite Dunes angefangen. Dort ist die Achterbahn schon gebaut und ich musste mich quasi nur noch um das Drumherum kümmern – andere Fahrgeschäfte, sanitäre Anlagen und Buden für Getränke und Essen.

Damit der Freizeitpark nicht im Dreck versinkt, sollte man Leute einstellen, die den Park aufräumen. Wenn man für die Fahrgeschäfte keine Handwerker einstellt, gehen sie kaputt und man erzielt keine Einnahmen. Den Wartungsintervall kann man zum Glück bei jedem Geschäft einzeln einstellen. Manche sind wartungsintensiv und benötigen kürzere Intervalle als andere. Dafür bekommt ihr mit der Zeit ein Gespür. Hinweisemeldungen teilen euch mit, dass ein Fahrgeschäft ausgefallen ist und repariert werden muss. Wenn ihr dann das Geschäft anklickt, seht ihr, wie lange es ohne Probleme lief. Der Intervall sollte also kurz darunter sein. Um die Laune der Parkgäste zu verbessern, darf man einen oder mehrere Entertainer einstellen. Sicherheitspersonal ist nötig, damit im Park nicht randaliert wird.

Je nach Szenario hat man verschiedene Ziele. Bei Dynamite Dunes sind es die folgenden:

Also fleißig losbauen, die Kosten im Auge behalten und gegebenenfalls ein paar Marketingkampagnen wie eine Freifahrt oder ein Freigetränk anstoßen, um neue zufriedene Besucher in den Park zu locken. Wenn ihr alles beachtet, könnt ihr das Ziel erreichen. Nur sollte man auf dem Weg dahin nicht pleitegehen. Jede Kampagne, Erforschung neuer Geschäfte oder auch Mitarbeiter kostet Geld und sollte von den Einnahmen gedeckt werden, da auch der Betrieb der Geschäfte Geld kostet. Wenn die Besucher zufrieden sind, kann man den Preis für die Attraktionen und Geschäfte anpassen, dieses sollte aber moderat geschehen, da sonst die Zufriedenheit leidet.

Der Anspruch des Spiels hält sich in Grenzen, ist jedoch hoch genug, um auch erfahrene Spieler bei Laune zu halten. Ein klassisches Spiel für (fast) jede Altersgruppe. Das Spielprinzip ist auch gut zwei Jahrzehnte nach Release des Originals noch unterhaltsam. Ein virtueller Spielplatz für Groß und Klein. Die Missionen lassen sich ohne viel Erfahrung meistern. Sollen alle Aufgaben abgeschlossen werden, wird es schon anspruchsvoller. Wer kurzweilige Unterhaltung sucht, wird diese finden. Sofern ihr es schafft, das Spiel wieder zu beenden. Der Suchtfaktor ist nach wie vor hoch, wenn man auf Tycoon-Spiele steht. Diese sind eine Art Simulationen für Jedermann. Schade, dass man den Klassikern nicht eine Generalüberholung gegönnt hat. Ein frischer Anstrich hätte dem Titel gut getan. So sitzt er ein wenig zwischen den Stühlen. Alte Hasen bekommen nicht viel mehr als gewohnte Kost, was den Anreiz nicht unbedingt fördert. Jüngere Spieler dürften hingegen ziemlich gelangweilt sein, wenn sie nicht gerade einen Hang zu Retro haben. Am ehsten bedient man hier Nostalgiker.

Mein Fazit:

RollerCoaster Tycoon Classic macht Spaß. Der Spieler wird quasi 18 Jahre zurück teleportiert – in eine Zeit, zu der das Original erschien. Dadurch ergeben sich Vor- und Nachteile. Habt ihr die alten Teile gespielt, findet ihr sofort wieder rein und fühlt euch wie zu Hause. Die Oberfläche gleicht der vom Original und alte Hasen finden sich mühelos zurecht. Bedauerlicherweise ist es aber dem Stand von vor 18 Jahren sehr ähnlich. Die Grafik wirkt klobig und der Sound erinnert an die begrenzten Möglichkeiten alter Soundkarten. Obendrein lässt sich der Sound nur an- und abschalten. RollerCoaster Tycoon Classic hätten ein paar Neuerungen wie Lautstärkeregelung nicht geschadet.

Fans, die mit dem Kauf liebäugeln, können grundsätzlich nicht viel verkehrt machen. Die Preisgestaltung wirft jedoch Fragen auf. Kauft ihr RollerCoaster Tycoon 1 und 2 separat, zahlt ihr nur 15,98 Euro. Classic schlägt hingegen mit 19,99 Euro zu Buche. Dadurch entsteht der Eindruck, als wolle man auf den Retrozug aufspringen und noch fix ein paar Euro einnehmen. Sofern ihr die Originale besitzt, lohnt der Kauf ebenfalls kaum. RollerCoaster macht so viel Spaß wie eh und je – lässt aber einen frischen Anstrich vermissen. Junge Spieler dürfte man so kaum hinterm Ofen hervorlocken können. Das Revival richtet sich eher an Liebhaber, die auf ein wenig Nostalgie hoffen. Davon gibt es in der Neuauflage reichlich.

 

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