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Portal Knights

Portal Knights Review (Nintendo Switch)

Entwickler:         Keen Games
Publisher:          505 Games
Genre:              Sandbox, Adventure, RPG 
Plattformen:        Nintendo Switch (außerdem für PC, PS4 und Xbox One erhältlich) 
Preis:              ca. 29,99 Euro 
Offizielle Website: http://www.portalknights.com/de/

Portal Knights immer und überall

Es gibt nicht viele Spiele, die in Richtung Minecraft gehen und die dann auch noch mein Herz erobern. Dabei habe ich etliche Titel in diese Richtung gespielt. Neben Terraria hat dies nur ein Spiel geschafft: Portal Knights. Das Spiel hat einige frische Ideen und einen ansprechenden Look. Umso mehr freut mich die Veröffentlichung auf der Nintendo Switch. So kann ich das Spiel jederzeit und überall spielen. Ich liebe die Mobilität der Switch und schätze sie besonders, weil ich auf ihr viele wirklich tolle Spiele zocken kann. In meinem Portal Knights Review erfahrt ihr, warum das Game dazugehört.

Das Spielprinzip von Portal Knights erinnert an das bekannte Minecraft. Ihr erkundet eine Klötzchenwelt, könnt tolle Bauwerke errichten und sammelt dafür natürlich Material. Außerdem spielt Crafting eine zentrale Rolle, da ihr viele Rohstoffe zunächst in andere Items umwandeln müsst. Darüber hinaus geht der Titel allerdings andere Wege. In Portal Knights beginnt euer Abenteuer auf einer kleinen Insel, auf der ihr die wichtigsten Grundlagen erlernt. Dazu gehört auch das Finden von Portalfragmenten und Portalen. Die Portalfragmente setzt ihr zu Portalsteinen zusammen, mit denen ihr schließlich ein Portal bestückt. Durch dieses könnt ihr zu einer anderen Welt reisen. Stargate lässt grüßen.

Es gibt zahlreiche Welten und diverse Biome wie Wüste, Strände, mediterrane Landschaften, Herbstwälder und mittelalterlich angehauchte Regionen. Andere Regionen bedeuten auch andere Rohstoffe. In der Wüste gibt es Kakteen, während in den Herbstwäldern viel Holz zu holen ist. Beim Abbau erhaltet ihr nicht selten neue Samen. Die meisten Sachen wachsen aber nur in passenden Regionen. Im Spielverlauf werdet ihr daher wohl öfter zwischen den Welten reisen. Aber Achtung! Je weiter ihr kommt, desto härter sind die Gegner. Ist euer Level zu gering, werdet ihr rasch besiegt. Mit jedem Levelaufstieg wird eure Spielfigur stärker. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Waffen und Rüstungen, mit denen ihr mehr Schaden austeilen könnt und euch besser schützen dürft.

Die Portalsuche ist meiner Meinung nach eine der größten Schwächen im Spiel. Gerade zu Beginn. Ihr habt bei Spielbeginn die Wahl zwischen kleiner, mittlerer oder großer Welt. Groß mag verlockend sein, ich rate Neulingen jedoch dringend davon ab. Die Portale sind nicht selten unterirdisch und bisweilen sogar an Orten, die ihr erst Freibuddeln müsst. Ihr könnt euch zum Glück schon früh im Spiel ein Hilfsitem basteln, mit dem ihr die Richtung angezeigt bekommt. Da alle Welten zufallsgeneriert sind, kann euch kein Guide die Suche abnehmen. Die zufallsgenerierten Welten haben allerdings auch einen großen Vorteil: Wiederspielwert. Habt ihr bei einem Spielstand alle Bosse bezwungen und alle Welten bereist, bleibt es auch im nächsten Spieldurchgang spannend. Falls ihr den darauf überhaupt so schnell Bock habt.

Eines der tollsten Features von Portal Knights ist das Bauen. Obwohl ihr nicht wie in Minecraft eine gigantische und – je nach Plattform – unendliche Welt zur Verfügung habt, lassen sich sehr beeindruckende Bauwerke aus dem Boden stampfen. Der Baumodus gefällt mir richtig gut. Platziert ihr Blöcke, werden diese optisch hübsch miteinander verbunden. Dies gibt den Bauwerken einen ganz besonderen Charme. So entstehen zum Beispiel Holzbalken und gemauerte Wände. Erfreulicherweise hat man die Nintendo Switch-Version des Spiels direkt mit Update 1.2 veröffentlicht. Für Baufans ideal. Normalerweise sind die Welten in Portal Knights bewohnt. Zahlreiche Monster hausen in ihnen. Dank 1.2 gibt es aber eine größere Auswahl an freien Welten, die ihr für eure Bauvorhaben nutzen könnt. Praktischerweise sind diese auch noch flach. So könnt ihr direkt loslegen, ohne vorher eine Fläche begradigen zu müssen. Dank 1.2 könnt ihr eure Bauwerke auch mit zahlreichen Dekoartikeln aufmöbeln. In Portal Knights gibt es tonnenweise Dungeons, in denen ihr nun Deko findet, die sich abbauen und anderswo platzieren lässt.

Ein weiteres Highlight ist der Koop des Spiels. Ihr könnt mit anderen Spielern zusammen die Welten des Spiels erkunden. Bis zu vier Spieler können zusammen Spaß haben. Im Koop kommen auch die drei Klassen Krieger, Waldläufer und Magier gut zur Geltung. Erstellt ihr euch im Spiel einen Charakter, legt ihr euch nämlich auf eine Klasse fest. Jede dieser Klassen hat ihre Vor- und Nachteile. Der Magier teilt kräftig aus, aber steckt kaum etwas ein. Der Krieger kann ebenfalls gut austeilen, muss dafür aber an den Gegner ran. Waldläufer können Gegner aus der Ferne in Schach halten. Im Koop harmonieren die Klassen sehr gut miteinander. Viele der erlernbaren Fähigkeiten sind sogar im Koop besonders nützlich.

Die Switch-Version profitiert sehr davon, dass sie bereits mit Update 1.2 veröffentlicht wurde. Das nackte Portal Knights wie es einst veröffentlicht wurde war gut, aber nicht annähernd so toll wie die aktuelle Version. Die Entwickler haben seit Launch viel Content wie die freien Welten, bessere Dungeons, Quests und mehr Story integriert. Dazu kommen nützliche Features wie die Möglichkeit sich auf verschiedenen Welten aufzuhalten. Ihr habt also keinen Grund mehr dem Spiel keine Chance zu geben, wenn ihr dies noch nicht getan habt.

Doch bei all der Euphorie für das Spiel selbst bleibt eine entscheidende Frage zu klären. Wie ist die Switch-Version technisch? Zu Beginn war ich skeptisch, weil die Framerate ein paar Mal leicht eingebrochen ist. Ich hatte schon Panik, dass das Spiel womöglich nicht so toll auf der Switch ist, kann nun aber Entwarnung geben. In den folgenden Spielstunden lief der Titel fast ausnahmslos flüssig, obwohl ich zu Testzwecken eine große Welt erstellt habe. Es kommt zwar hin und wieder zu FPS-Drops, aber die sind verkraftbar und eher harmloser Natur. Darüber hinaus traten diese beim Spielen nur selten auf. Damit kann ich leben, da die FPS-Drops in Bereichen blieben, die verschmerzbar sind. Auch die Ladezeiten haben mich positiv überrascht. Vor einigen Monaten habe ich die PC-Version gezockt, die teilweise ziemlich lange Ladezeiten hatte.

Optisch kommt dem Titel der Grafikstil sehr entgegen. Der ist sehr hübsch, aber nicht übermäßig detailreich. Daher sieht das Spiel auf der Switch fantastisch aus. Auch die Steuerung geht nach etwas Eingewöhnung gut von der Hand, was mich positiv überrascht hat. Ein Terraria spiele ich nur sehr ungern auf Konsole, da ich die Steuerung zu kompliziert finde. Ich ziehe hier ganz klar meinen PC vor. Portal Knights hat mich am Anfang zwar auch etwas frustriert, da es ungewohnt ist, aber man hat die Steuerung ganz gut gelöst. Grobmotoriker dürften wenig Freude haben, da es Feingefühl erfordert, immer die richtigen Blöcke abzubauen und Gegenstände korrekt zu platzieren. Mit etwas Übung und Gefühl geht all dies aber gut von der Hand. Daher werde ich künftig wohl noch viel Zeit mit der Switch-Fassung des Spiels verbringen. Es spielt sich angenehm und dank Handheldmodus kann ich immer und überall an meinen Bauwerken arbeiten.

Portal Knights Screenshot 01

Mein Fazit:

Portal Knights gehört für mich zu den besten Spielen 2017 – nicht erst seit gestern. Ich habe den Titel im Frühjahr für mich entdeckt und zuletzt Monate der Switch-Version entgegengefiebert. Es hat sich gelohnt. Das Spiel macht noch immer viel Freude und ich mag die Baumöglichkeiten, deren Look ich liebe. Die Switch-Version läuft weitestgehend flüssig und kämpft nur dann und wann mit verschmerzbaren FPS-Drops. Die Steuerung geht nach kurzer Eingewöhnung überraschend gut von der Hand. Dem Spiel selbst bin ich längst verfallen und nun auch der Switch-Fassung. Diese Version profitiert sehr von den bereits enthaltenen Updates 1.1 und 1.2. Dank denen gibt es nämlich noch mehr Content, noch mehr Möglichkeiten und noch mehr Spielspaß. Portal Knights und die Nintendo Switch sind wie füreinander gemacht. Besonders gut gefällt mir der Koop-Modus, der auch lokal genutzt werden kann. Da die Switch für Familien eine sehr gute Wahl ist, begrüße ich diese Möglichkeit sehr. Meine Kids finden Portal Knights mindestens so toll wie ich.

Für Kinder ist das Spiel gut geeignet. Es gibt Kämpfe, aber diese kommen ohne überzogene Gewaltdarstellung aus. Die Spielmechaniken sind für ein Kind zwar komplex, aber gut erlernbar. Dank den Baumöglichkeiten kommt die Kreativität nicht zu kurz. Kreative Kids, die auch mit Minecraft oder LEGO Worlds ihre Freude haben, werden hier ebenso begeistert bei der Sache sein. Der niedliche Look kann bei jüngeren Spielern punkten. Portal Knights ist ein tolles Spiel für die ganze Familie.

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