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Far Cry 5 Review

Far Cry 5 Review

Entwickler:         Ubisoft Montreal, Ubisoft Kiev, Ubisoft Shanghai, Ubisoft Toronto, Red Storm 
Publisher:          Ubisoft
Genre:              Action, Shooter, Open World
Plattformen:        PC, PlayStation 4, Xbox One
Preis:              ca. 59,99 Euro 
Offizielle Website: https://far-cry.ubisoft.com/game/de-de/home/

Ambitionierte Story mit Schwächen

Videospiele sind Teil unseres Alltags. Egal ob auf dem Smartphone, der Konsole oder dem PC. Sie begleiten uns und eine Auseinandersetzung mit ihnen, ist zumindest für die junge Generation unabdingbar. Sie entwickeln sich weiter, manchmal spielerisch wie jüngst Assassin’s Creed: Origins oder erreichen in der Erzähldichte neue Höhen, wie The Witcher 3: Wild Hunt. Als Ubisoft letzten Sommer Far Cry 5 ankündigte, versprachen sich Fans vermutlich beides. Eine spielerische Weiterentwicklung schien unabdingbar und möglich, wie Assassin’s Creed: Origins und Rainbow Six jüngst bestätigten. Auf der anderen Seite nahm man sich mit religiösem, terroristischem Fanatismus mitten in den USA einem brisanten Thema an. Wir haben uns das Spiel ganz genau angesehen und klären in unserem Far Cry 5 Review, ob der Titel den hohen Erwartungen gerecht wird.

Far Cry 5 führt euch nach Hope County. Ein idyllisches Fleckchen Erde inmitten von Montana. Große Seen, hohe Berge, weite Farmlandschaften – all das ist Teil des scheinbaren Paradieses. Doch im Garten Eden hat sich eine Schlange eingenistet, namens Eden’s Gate. Ein religiöser Kult angeführt von Joseph Seed, der seine ganz eigene Interpretation des Johannes Evangeliums hat. Der Vater, wie er auch genannt wird, erinnert mit seiner Brille an den einstigen Sektenführer David Koresh. Dazu passen auch sein Auftreten als Erlöser und der gescheiterte Polizeieingriff, mit dem im Spiel alles beginnt. Als Rookie ist es eure selbsternannte Aufgabe, den Fanatiker und seine Anhänger zu Sturz zu bringen. Zugleich müsst ihr eure Kameraden und einen US-Marshal befreien, die bei dem Einsatz gefangen genommen wurden. Die werden in den Hauptquartieren der drei Handlanger von Joseph Seed festgehalten. Gleichermaßen ist auch die Weltkarte in drei Regionen eingeteilt. Wie und in welcher Reihenfolge es losgeht, ist nach einer kurzen Einführung euch überlassen. Far Cry 5 schreibt sich nicht nur Open-World auf die Verpackung, sondern bietet tatsächlich eine große offene Welt.

Obgleich der charismatische Anführer eine gewisse Anziehungskraft besitzt, rechtfertigt das Spiel die stärksten Fanatiker mit der Droge Bliss. Diese halogene Droge versetzt die harten Konsumenten in einen regelrechten Wahn. Hierbei werden aus den Menschen hirnlose Zombies. Uns wird nur gesagt, aus dem Bliss gäbe es kein Weg zurück. Damit scheinen die Entwickler ein wenig die Erklärungsnot zu maskieren, die durch die dünne Hintergrundgeschichte der Antagonisten rührt.

Die Geschichte des Spiels wird an einer sehr weiten Leine gehalten. Das mag der offenen Welt geschuldet sein, doch insgesamt ist die Story in ihrer Gesamtheit sehr knapp erzählt. In die wenigen Storyabschnitte werden wir meist vom Spiel reingezwungen. Ein wenig kamen wir uns vor, wie ein Hund dem auf einmal die Leine zurückgezogen wird. Ubisoft verpasst es leider die Charaktere weiterzuentwickeln. Dabei ist durchaus bei jeder der Figuren eine Grundlage geschaffen. Ein wenig ist es so, als hätte man den Hausbau abgebrochen, nachdem das Fundament fertig war. Das gilt insbesondere für die drei Sektenherolde und den Propheten Joseph Seed. Dabei hatte besonders diese Figur ein riesiges Potenzial. Er macht einen starken charismatischen Eindruck und wir kaufen ihm die Figur des Vaters ab. Doch weiter?

Manche Nebencharaktere sind durchaus interessant. Nicht nur, dass Figuren wie Hurk oder Jess einen gewissen Charme versprühen, sie tragen auch zur Glaubhaftigkeit der Welt bei. Zudem haben alle Figuren als Begleiter – von denen wir immer zwei mitführen können – einen praktischen Nutzen. Jeder weist unterschiedliche Stärken und Schwächen auf, die nach Situation einzusetzen sind. Die Weiterentwicklung beschränkt sich leider nur auf eine Reduzierung der Wiederaufladezeit der Charaktere. Darüber hinaus werden die individuellen Geschichten zwar begonnen, doch sehr schnell finden die auch ihr Ende. Somit bleibt eine Entwicklung der Nebencharaktere aus. Das betrifft auch die weiteren Nebenfiguren wie Pater Jerome und die Barkeeperin Mary. In den Trailern wirken sie noch wie tragende Figuren, im Spiel selbst werden sie allerdings schnell verfeuert.

Die Nebenquests im Spiel ergänzen teilweise die Hauptgeschichte und erzählen ein wenig über die Figuren von Hope County. Das beschränkt sich meist auf die Begleiter, geht manchmal aber auch über diese hinaus. Wir hätten gerne mehr davon gesehen. Stattdessen überwiegt die Anzahl an Fetchquests die wenig bis gar nichts zur Geschichte von Hope County beitragen. Das sahen wir jüngst in Assassin’s Creed: Origins wesentlich besser umgesetzt.

Bei der Erzählweise wirkt Far Cry 5 wie eine Achterbahnfahrt. Im einen Augenblick werden wir mit den Problemen von religiösen Fanatismus und rechtsfreien Räumen innerhalb des Staates konfrontiert. Im nächsten nimmt sich das Spiel selbst nicht mehr ernst. Statt im Witz auf zynische und ironische Elemente zu setzen, wird ein nicht mehr ernst zu nehmender Humor praktiziert. Der so weit geht, dass wir uns immer wieder fragen müssen, was die Storyschreiber geritten haben muss, um so etwas zu produzieren. Ja, ein gewisser Humor und eine Auflockerung der ernsten Geschichte mag sinnvoll sein, doch nicht in dieser Form. Wollen wir abgedrehten Humor, greifen wir zu Titeln wie Borderlands oder Sunset Overdrive. Immerhin fügt sich in das irre Bild auch der Stuntman Clutch Nixon ein. In dessen Rolle durchfahren wir in verschiedenen Geschossen wilde Parcours, natürlich absolut wahnwitzig und irrational. Diese Rennen gegen die Zeit zeigen auch prima, wie weit man mit dem Humor über das Ziel hinausschießen kann. Überspitzter Humor geht anders.

Far Cry 5 stellt viele brisante Fragen zu aktuellen Themen und unserer Lebensweise, doch am Ende getraut man sich nicht Antworten zu liefern. Manche Dinge werden angedeutet doch nie weiter ausgeführt. Soll sich etwa jeder seinen Teil denken? Etwas mehr Mut hätte nicht geschadet. Ein wenig wirkt es, als hätte man keine politisch korrekten Antworten gefunden. Es wird viel mit dem Finger gedeutet aber den Mund kriegen die Autoren von Ubisoft nicht auf. Dabei kann das ganze Spiel als ein Fingerdeut auf den Konservatismus und Liberalismus gesehen werden. Das wiederum würde den vielen Anspielungen auf die Wirklichkeit nicht gerecht werden. Viel mehr sehen wir es als einen kleinen Aufschrei und auch als eine Erinnerung: Es gibt Gesellschaften und Welten die neben unserem Alltag stattfinden. Besonders in Mitteleuropa mag das schwer vorstellbar sein. Schließlich ist es nicht so weit hergeholt, dass religiöser Fanatismus die Wissenschaft ersetzt. Es ist nicht so abwegig, dass in einem großen Land wie den USA sich manche Dinge dem Blick von Staat und Gesellschaft entziehen können. Solche Dinge geschehen auch anderenorts, wie in den späten 70ern mit Jim Jones in Guyana. Und sie geschehen noch heute. Auch in Deutschland gibt es Menschen, die sich rechtsfreie Räume schaffen wollen und dafür auf nationalistische Ideologie setzen.

Far Cry 5 Screenshot 02

Dicke Knarren, coole Fahrzeuge und Spaß mit Freunden

Während wir bei der Story ständig über Steine stolpern, sieht es bei einem anderen Kernelement des Spiels anders aus: den Waffen. Egal ob Pistole oder Raketenwerfer, in Far Cry 5 hat alles ordentlich Wumms. Am meisten machen die großen Kaliber Spaß. Sobald wir eine Magnum und eine Schrotflinte in der Hand halten, stören die irrwitzigen Gegnerhorden nicht mehr. Wer braucht noch eine AK47, wenn man mit Maschinengewehr rumlaufen kann? Als Shooter sticht Far Cry 5 so stark hervor wie seine Vorgänger, hier fühlt sich alles richtig an. Natürlich sind auch wieder Bögen dabei, für diejenigen unter uns, die gerne auf leisen Sohlen unterwegs sind.

Wer nicht gerne zu Fuß unterwegs ist, kann sich eine große Auswahl an Fahrzeugen zu Nutze machen.  Trucks, Boote, Hubschrauber und Wasserflugzeug bringen euch rasch von A nach B.  Natürlich alles optional auch in Varianten mit dicken Knarren drauf und dran. Es macht höllischen Spaß aus der Luft einfach eine Bombe auf einen feindlichen Konvoi zu werfen oder im Tiefflug mit dem MG die Gegner aus dem Weg zu fegen. Schade, dass die fliegenden Fahrzeuge nicht die Karte aufdecken. So mussten wir mehrfach Orte ein zweites Mal zu Fuß oder mit fahrbaren Untersatz besuchen. Jeder aufgedeckte interessante Ort dient zugleich als Schnellreisepunkt. Gerade im späteren Verlauf des Spiels erweist sich das als praktisch. So verbringt ihr nicht viel Zeit sinnlos durch die Gegend zu fahren. Leider sind diese Punkte auf der Karte nur Hütten, die etwas Ausrüstung sowie eine schmale Geschichte in Form eines Tonbands oder knappen Briefs bieten.

Ein weiteres schönes Gimmick sind die Dialoge zwischen den Begleitern und die Interaktionen der Umgebung mit ihnen. Auch wenn sich die Dialoge nach einer Weile wiederholen, ist es interessant, wie unterschiedlich diese je nach Herkunft und aktuellen Ort im Spiel auftreten. Damit sind sie nicht nur Mittel zum Zweck, sondern erhalten einen persönlicheren Stellenwert.

Gut umgesetzt ist auch das Fähigkeitensystem, mit dem ihr euren Charakter durch Fähigkeitspunkte erweitert und verbessert. Ihr schaltet damit nicht nur früh Fallschirm und Wingsuit frei – die tolle Fortbewegungsmittel sind – sondern erweitert euren Charakter auch mit nützlichen Extras. Darunter größeren Taschen mit mehr Platz für Medipacks oder Munitionsklassen. Ergänzend zu den neuen Fertigkeiten gibt es die Prepperverstecke. Kleine Rätsel, deren Lösung euch nicht nur nicht nur etwas Geld und Ausrüstung bescheren, sondern auch Punkte für das Perksystem. Leider wird es im späteren Spielverlauf schwerer neue Punkte zu erhalten und die Fähigkeiten weiter zu leveln.

Leichter ist die Beschaffung von Geld zum Erwerb neuer Ausrüstung. Es gibt zwar auch die Möglichkeit Silberbarren gegen echtes Geld zu kaufen und sich damit Ausrüstung zu erkaufen, doch nötig ist das nicht. Wer mehr macht als nur schnurstracks der Story zu folgen, wird genug Geld haben, um sich Waffen- und Fahrzeugwünsche zu erfüllen. Im Zweifelsfall geht ihr gemeinsam auf die Jagd nach Beute. Im Koop-Modus könnt ihr alle Inhalte des Spiels gemeinsam bestreiten. Allerdings erfüllt der Gast nur eine Begleiter-Funktion, ihr verdient Geld und Fähigkeitspunkte doch erlangt keinerlei Fortschritt für euer eigenes Spiel. Außerdem könnt ihr euch aus technischen Gründen nicht allzu weit von eurem Mitspieler entfernen. Das ist ein Fortschritt gegenüber dem Vorgänger, allerdings hätten wir uns gewünscht, dass Spieler mit gleichem Fortschritt auch diesen gemeinsam fortsetzen können.

Besonders das Befreien der Außenposten ist nicht nur gemeinsam, sondern auch alleine ein Spaß. Im Prinzip und der Mechanik hat sich hier nicht viel geändert, es gibt noch immer eingesperrte Tiere, Fallen und Alarme. Nichtsdestotrotz ist es so spaßig wie eh und je, die Gegner zu erledigen. Besonders auf höherem Schwierigkeitsgrad und beim Schleichen können manche Außenposten eine Herausforderung sein. Ein paar frische Ideen und Mechaniken hätten hier nicht geschadet, doch das Fehlen der selbigen ist auch kein Beinbruch.

Der Spaß wird lediglich durch die nicht selten schwache KI gemildert. Egal ob die eigenen Begleiter oder die Gegner, manchmal können wir nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Bei den Gegnern mag es das Spiel erleichtern, doch das kann nicht Sinn der Sache sein. Erledigen wir aus der Dunkelheit einen Gegner, kommen entweder alle angerannt oder verstecken sich einfach wartend hinter der nächsten Ecke. Das ist sowohl vorhersehbar als auch dämlich. Variationen gibt es da kaum. Insgesamt hat sich hier seit dem Vorgänger auf spürbaren Level nichts getan. Außerdem stößt es sauer auf, dass gefühlt hinter jeder Ecke ein Gegner steht. Die Sektenklonfabrik hat hier definitiv eine zu hohe Produktion gefahren.

Wer von dem Katz-und-Maus Spiel genug hat, kann sich die Zeit beim Angeln vertreiben. Dafür stehen euch verschiedene Angelstellen mit unterschiedlicher Beute zur Verfügung. Für den ersten Fang gibt es außerdem noch einen Fähigkeitspunkt, so wie für viele andere Dinge auch. Wer vom Hauptspiel genug hat kann, kann sich in Far Cry Arcade stürzen. In diesem Editor können Spieler nicht nur eine eigene Welt nach belieben schaffen, sondern auch noch auf die Assets anderer Ubisoft-Spiele wie Watch Dogs oder Assassin’s Creed zugreifen. Die Grenzen setzt quasi die eigene Fantasie und die Community dürfte hier mit der Zeit einige tolle Kreationen erstellen. Im Interesse des Editors und den dort entstehenden Leveln könnte die KI im Nachhinein noch verbessert werden. Spieler die sich durch die etwa 25 Stunden lange Story von Far Cry 5 geschossen haben, dürften hier auch auf lange Sicht noch einigen Spaß finden.

Far Cry 5 Screenshot 04

Feinste Technik

Auf technischer Ebene kann Far Cry 5 zwar glänzen aber nicht so beeindrucken wir der Ausflug ins alte Ägypten. Dennoch hat der Titel im Detail Dinge vorweisen, die der Konkurrenz weit voraus sind. Da wäre zum einem die Vegetation. Egal ob Wurzeln, Baumstämme oder Blattwerk – was hier produziert wurde, ist absolut beeindruckend. Das trifft besonders bei genauem hinsehen zu. Genau hinsehen solltet ihr überhaupt bei den Texturen, denn viele sind fast schon fotorealistisch und tragen zum stimmigen Gesamtbild des Spiels bei. Dazu gesellen sich die tollen Lichtkulissen, zu denen es auch immer ein passendes Schattenspiel gibt. Einzig der Überblendeffekt (Bloom), hätte an mancher Stelle dezenter sein können. Außerdem mag uns das Wasser nicht überzeugen. Es sieht ein wenig aus als hätte jemand beim Säubern eines Ölteppichs gepennt. Das schmälert allerdings das Gesamtbild nicht, dass für ein Open-World Spiel toll aussieht. Dennoch hat Assassin’s Creed: Origins bereits letztes Jahr eine Schippe draufgelegt.

Holland Valley, John Seeds Region, hebt sich am stärksten ab. Faith und Jacobs Region sehen ziemlich ähnlich aus. Die Whitetail Mountains bei Jacob erinnern ein wenig an die bergigen Nationalparks in den USA. Faiths Henbane River hingegen ist von seiner Flusslandschaft und heißen Quellen geprägt. Allerdings unterscheiden sich die beiden Regionen nicht so stark voneinander, wie die Farmlandschaften im Westen der Karte. Die schönen Kulissen, die das Spiel zaubert, werden durch die Musik des Spiels unterstrichen. Die Mühe, die man in den Soundtrack gesteckt hat, ist unverkennbar. Das trifft sowohl auf die Chormusik zu als auch auf die Titelauswahl für die Radiosender. Allerdings wäre besonders bei Letzterem mehr Musik zur Thematik passend gewesen. Ein Bob Dylan oder Bruce Springsteen hätte die Ironie von Hope County schön umrandet.

Far Cry 5 Screenshot 03

Mein Fazit:

Es ist nicht immer leicht, in einem Open-World Titel eine Geschichte zu erzählen. Doch was uns Far Cry 5 liefert, ist einfach zu dünn. Die Antagonisten sind blass erzählt und die Nebencharaktere zu simpel. Zwar weisen manche Figuren einen gewissen Charme auf, doch die Entwickler verpassen die Gelegenheit diesen auszubauen und für ihr Spiel zu nutzen. Etwas von der Detailliebe, die in der Welt steckt, hätte auch den Charakteren gutgetan. Stattdessen werden Geschichten nicht zu Ende erzählt und Figuren links liegen gelassen. Diese Inkonsequenz spiegelt sich auch in der Erzählweise selbst wieder. Im einen Augenblick wird das Ende der Welt thematisiert, im nächsten Augenblick fackeln wir Bullen ab um frittierte Hoden für eine Quest zu sammeln. Das ist nicht nur ein schräger Humor, sondern wirkt auch noch deplatziert. Stilistisch scheint es, als hätten sich die Autoren in der Rhetorikkiste vergriffen. Zu der ersten Thematik hätten ein zynischer und ironischer Humor besser gepasst.

Bei den Waffen hingegen passt alles wunderbar, ja, das Arsenal unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht vom Vorgänger. Doch daran wollen wir keine Lanze brechen. Schließlich ist auch Far Cry 5 wieder ein hervorragender Open World Shooter mit tollen Ballereinlagen und feurigen Fortbewegungsmöglichkeiten. In der Welt gibt es einige Dinge zu erledigen, die Prepperverstecke mit ihren Rätseln beispielsweise sind eine tolle Neuerung. Sie ergänzen mit ihren Belohnungen das gute Fähigkeitensystem und die prima Kämpfe um die Außenposten. An denen selbst hat sich übrigens nicht viel geändert. Dafür hat sich im Vergleich zum Vorgänger bei der Optik einiges geändert. Far Cry 5 erreicht zwar nicht die optische Höhe von Assassin’s Creed: Origins, liefert aber tolle technische Ansätze. Allen voran bei der Darstellung der Natur. Selbstdarsteller und Künstler werden in Far Cry Arcade noch viel Zeit investieren können. Multiplayerspieler dürften sich in den Communitykreationen schnell wohl fühlen. Zudem bietet der Koop die Möglichkeit, einige Freunde an Bord zu holen.

Insgesamt fallen die Änderungen und Neuerungen im Vergleich zum Vorgänger konservativ aus. Dass das besser geht, hat der Ausflug ins alte Ägypten bereits bewiesen. Das schmälert aber nicht den guten Gesamteindruck. Es stößt bitter auf, dass es in so vielen Bereichen einfach hätte mehr sein können. Doch wie dem auch sei, Far Cry 5 braucht sich vor seinem Namen nicht verstecken und ist für uns das bisher beste Far Cry – wenn auch nicht mit dem besten Antagonisten.

Bildquelle: Ubisoft

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