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Donkey Kong Country: Tropical Freeze

Donkey Kong Country: Tropical Freeze Review

Entwickler:         Retro Studios
Publisher:          Nintendo
Genre:              Plattformer
Plattformen:        Nintendo Switch
Preis:              ca. 59,99 Euro 
Offizielle Website: https://www.nintendo.de/Spiele/Nintendo-Switch/Donkey-Kong-Country-Tropical-Freeze-1325706.html

Geburtstags-Crasher voraus!

Da ist man schön am Feiern, möchte gerade von dem leckeren Bananen-Geburtstagskuchen kosten und plötzlich tauchen ein paar Wi … Entschuldigung, Viehkinger auf und verderben einem den Tag. Als Donkey Kong Country: Tropical Freeze im Februar 2014 für die Wii U erschien ging der Titel leider an vielen vorbei – uns eingeschlossen. Das hat Nintendo erkannt und spendiert der Affenbande einen Auftritt auf der Nintendo Switch.

In Donkey Kong Country: Tropical Freeze zieht die Truppe rund um Donkey Kong in den Kampf gegen die Viehkinger, die das idyllische Inselparadies eiskalt erwischt haben. Zusammen mit Diddy, Dixie und Opa Cranky Kong schwingt ihr euch über Abgründe, unternehmt wilde Fahrten und gebt den Eindringlingen mächtig eins auf die Nuss. Dazu gibt es mehr als genug Gründe. Nicht nur, dass die Fremden euch den Geburtstag ruiniert haben … sie haben euch auch noch von eurer Insel verscheucht und ihr dürft euch den Weg zurück boxen.

Dass Donkey Kong eine Stinklaune haben kann, durfte Mario schon vor vielen Jahren erfahren. Nun geht es gemeinsam den Viehkingern an den Kragen, wobei jeder der Charaktere einzigartige Fähigkeiten besitzt. Dixie kann mit ihrem Propellerpferdeschwanz nach oben schweben, Diddy besitzt einen Raketenrucksack um Abgründe zu überwinden und Opa Cranky kann euch mit seinem Stock in ungeahnte Höhen katapultierten und sogar über Dornen springen.

Je nach Level oder gar nach Abschnitt hat jeder der Charaktere seine Vorzüge. Gemeinsam haut ihr Fische in die Pfanne, schickt Pinguine aufs Eis und macht feuerspuckenden Schweinen den Gar aus. So verrückt die Gegnertypen auch sind, so abwechslungsreich fügen sie sich in die Welten ein. Zu der Vielzahl gesellen sich noch unterschiedliche Varianten. Pinguine mit spitzen Hüten sind beispielsweise schlechte Hüpfziele und auf die mit Speeren solltet ihr nicht frontal zurollen. Das sind nur ein paar der vielen Bedrohungen, die euch in den sechs Welten begegnen.

Jede Welt umfasst eine Vielzahl von Leveln. Neben denen, die ihr während eurer Geschichte erkundet, gibt es noch einige Geheimnisse aufzudecken und neue Level freizuschalten. In jedem Level gibt es hierzu zahlreiche Geheimnisse, wie versteckte Puzzleteile oder Bonusräume mit Extras. Natürlich dürft ihr auch wieder mit der Lore durch die Gegend brettern. Die kann sich so knifflig wie schon zu Super Nintendo Zeiten anfühlen. Reflexe benötigt ihr aber auch bei der Fahrt mit dem Floß oder bei dem Ritt auf dem Nashorn. Daneben gibt es noch viele andere Herausforderungen. Seien es die Sprünge über Luftkissen oder das hinunter seilen an Lianen.

Insgesamt besitzt Donkey Kong Country: Tropical Freeze einen knackigen aber nicht unfairen Schwierigkeitsgrad. Mit etwas Geschick und Training der Reflexe lässt sich jede Herausforderung meistern. Als Hilfestellung gibt es einen kleinen Shop im Spiel. In dem könnt ihr für die Dauer eines Spiels unter anderem eure Lore haltbarer machen oder euch ein Extraherz erkaufen. Extraleben gibt es hier auch zu erwerben, doch davon findet ihr im Spiel in aller Regel mehr als genug. Das alles ohne die Hilfe von Mikrotransaktionen, sondern lediglich über das Sammeln der zahlreichen Münzen.

Wird die Jump’n’Run Action mal ein wenig zu stressig, kann man sich Hilfe von einem Kollegen holen. Im Couch-Koop wird das Spiel nicht nur leichter, sondern macht auch gleich doppelt so viel Spaß. Wem das Spiel dann noch immer zu schwer ist, der besorgt sich bei Funky Kong im Shop ein Extraherz und kann damit ein wenig aufatmen.

Für die Jüngeren oder auch für jene, deren Reflexe ein wenig eingerostet sind, stattet auf der Nintendo Switch Funky Kong einen exklusiven Besuch ab. Der coole Affe dürfte es dem jüngeren Publikum sofort antun und den Einstieg deutlich erleichtern. Während alle bisherigen Figuren mit zwei Lebensherzen auskommen mussten, bekommt Funky Kong gleich fünf spendiert. Darüber hinaus ist er mit einer Vielzahl an Fähigkeiten ausgestattet. So kann er unter anderem höher springen, schweben und unendlich lange tauchen. Das macht die Sache zwar leichter, doch für all jene die nicht zu den absoluten Grobmotorikern zählen vielleicht zu leicht. Es wäre schön gewesen, hätte man eine Option eingebaut, um die Boni beispielsweise einzeln bei Donkey Kong zu aktivieren oder zu deaktivieren. So stellt Funky Kong stattdessen den Superman der Affenbande dar und stielt seinen Kollegen ein wenig die Show.

Donkey Kong Country: Tropical Freeze Screenshot 01

Mein Fazit:

Die Affenbande rund um Donkey Kong bringt eine Menge guter Laune auf die Switch. Abwechslungsreiche Level, knifflige Passagen, eine Vielzahl an Gegnern und coole Musik machen Donkey Kong Country: Tropical Freeze zu einem erstklassigen 2D-Plattformer. Freunde von herausfordernden Jump’n’Runs kommen hier voll auf ihre Kosten, ohne jemals unfair behandelt zu werden. Der Shop von Funky Kong erleichtert den ungeschickteren unter uns das Meistern des Spiels. Mit dem Couch-Koop ist der Spaß ohnehin garantiert. Lediglich Funky Kong mutiert durch seine übermächtigen Fähigkeiten zu einer potenziellen Spaßbremse. Dem jüngeren Publikum hingegen dürfte der Affe mit seinem coolen Auftreten entgegenkommen.

Für Besitzer der Wii U-Version sehen wir keinen echten Grund noch einmal bei der Nintendo Switch zuschlagen zu müssen. Funky Kong richtet sich eher an ungeübte Springer und die unverbindliche Preisempfehlung von 60 Euro fällt für eine Portierung hoch aus.

Wer hingegen den Titel auf der Wii U verpasst hat und auch nur im Geringsten etwas mit 2D-Plattformern anfangen kann, sollte sich auf dem Weg zum Händler seines Vertrauens machen. Donkey Kong Country: Tropical Freeze bietet viel Spaß und einen großen Umfang, ganz gleich ob alleine oder zu zweit.

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