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Hyrule Warriors: Definitive Edition Review

Entwickler:         Koei Tecmo
Publisher:          Nintendo
Genre:              Action, Musou
Plattformen:        Nintendo Switch
Preis:              ca. 59,99 Euro 
Offizielle Website: https:/www.nintendo.de/Spiele/Nintendo-Switch/Hyrule-Warriors-Definitive-Edition

Unsterbliche Liebe

Hyrule Warriors: Legends habe ich auf dem Nintendo 3DS so viel gespielt, wie kaum ein anderes Game. Musou und Zelda – beides Dinge die ich mag. Obwohl ich schon reichlich Spielzeit auf dem Buckel habe, konnte ich den Release von Hyrule Warriors: Definitive Edition kaum abwarten und habe mich gefreut, als ich den Titel endlich aus der Post fischen durfte. Ob die Vorfreude in Spielspaß umgeschlagen ist, kläre ich in meinem Hyrule Warriors: Definitive Edition Review.

Hyrule Warriors erschien bereits für Wii U und Nintendo 3DS. Die Definitive Edition bietet den meisten Content. Sie umfasst das Hauptspiel, sämtliche veröffentlichte DLCs und zwei The Legend of Zelda: Breath of the Wild Kostüme. Link und Zelda können nun auch in der blauen Breath of the Wild-Kluft in den Kampf ziehen. Darüber hinaus gibt es einen Offline-Koop. Per Splitscreen könnt ihr euch Unterstützung auf das virtuelle Schlachtfeld holen.

Egal ob allein oder in Begleitung – auch auf der Nintendo Switch macht Hyrule Warriors reichlich Spaß. Für mich ist das Spiel ideal, um nach einem stressigen Tag abzuschalten. Auch wenn ich mir eine kleine Auszeit gönne, greife ich gern zur Hyrule Warriors: Definitive Edition. Viele Schlachten sind schnell erledigt, wenn der Spieler geübt ist. Eine Runde Abenteuer-Modus geht quasi immer. Letzterer ist übrigens mein persönlicher Lieblingsmodus. Ihr könnt mit 29 spielbaren Charakteren Abenteuer erleben, wobei einige Missionen bestimmte Charaktere voraussetzen. Es gibt dabei diverse Missionsarten wie klassische Missionen, Missionen auf Zeit und Quiz-Aufgaben. Die Karten im Abenteuer-Modus sind den Karten diverser Zelda-Spiele angepasst. Auch thematisch spiegelt sich dies wieder. So könnt ihr auf der Wind Waker Map zum Beispiel viele Aufgaben nur mit den entsprechenden Charakteren lösen.

Im Abenteuer-Modus gibt es zudem Item-Karten, die an jede Map angepasst sind. Die Item-Karten sind nötig, um Geheimnisse zu lüften und diverse Schätze zu finden. Beginnt ihr eine der Karten im Abenteuer-Modus, stehen euch zunächst nur wenige Felder zur Verfügung. Gewinnt ihr Schlachten, schalten sich neue Bereiche frei – vorausgesetzt eure Wertung ist gut genug. Manche Bereiche erreicht ihr erst dann, wenn ihr eine andere Mission mit einer A-Wertung abschließt. Wenn ihr sämtliche Karten des Spielmodus abschließen möchtet, könnt ihr einige Dutzend Stunden einplanen.

Deutlich weniger Umfang bietet die Story des Spiels, die ein guter Einstieg ist. Die Story ist inhaltlich an einige The Legend of Zelda-Titel angelehnt – allerdings nicht so gut wie diese. Gleich zu Beginn eures Abenteuers verschwindet Prinzessin Zelda, die ihr fortan sucht. Nebenbei erfahrt ihr mehr über eure Feinde und deren Motivation. Leider läuft die Story nach Schema F ab. Ihr hört von einer weiblichen Person, eilt zum Ort, trefft dort eine Figur und erweitert so eure Kämpferriege. Über typisches Musou-Niveau kommt die Geschichte nicht hinaus. Fans des Genres wird dass nicht stören. Der Reiz bei dieser Art Spiel liegt darin, binnen kürzester Zeit zahlreiche Gegnerhorden zu bekämpfen, die nicht gerade mit ihrer KI glänzen. Wer abschalten möchte, ist hier genau richtig. Je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad, kann das Spiel leicht zu schaffen sein. Dennoch findet ihr auf Wunsch auch Herausforderungen.

Gefragt sind vor allem Tempo, Strategie und Reaktionsvermögen. Obwohl es sich bei Hyrule Warriors gut abschalten lässt, ist das Spiel fordernd. Die Minikarte sollte stets im Auge behalten werden, da in vielen Situationen schnelles Reaktionsvermögen nötig ist. Fällt euer Hauptquartier ist die Mission gelaufen. Auch wenn wichtige Charaktere sterben, ist der Kampf vorbei. Sofern ihr nicht mit einfachem Schwierigkeitsgrad spielt, müssen Charaktere positioniert werden und Schwächen der Gegner beachtet werden. Andernfalls können Kämpfe sehr zäh und zermürbend werden. Das Spiel legt meist ein sehr rasantes Tempo vor und ihr müsst reagieren. Mit Planung allein ist es nicht getan. Ihr müsst auch auf neue Situationen reagieren. Egal wie ihr euch den weiteren Missionsverlauf vorgestellt habt – ignoriert ihr etwa feindliche Stoßtruppen, kann das Spiel schnell vorbei sein. Manchmal müsst ihr ein Ziel zunächst zur Seite schieben und euch einer anderen Situation annehmen. Außer ihr habt ein deutlich höheres Level mit euren Charakteren. In dem Fall könnt ihr quasi sämtliche Situationen ignorieren, da Gegner wie die Fliegen umkippen.

Die meisten Missionen in Hyrule Warriors setzen auf eine Karte mit mehreren Festungen. Gewonnen habt ihr, wenn ihr im feindlichen Hauptquartier den Anführer ausschaltet. Was leicht klingt, ist in der Regel an Bedingungen geknüpft. So müsst ihr zum Beispiel manchmal erst wichtige Kämpfer der Feinde ausschalten oder bestimmte Festungen erobern, ehe sich die Tore vom Hauptquartier öffnen. Gleichzeitig müssen eure Festungen gehalten und verteidigt werden. Auch ist es nicht in eurem Interesse, eine Mission schnell zu beenden. Schätze wie Herzcontainer und Feenkleidung lassen sich oft nur dann finden, wenn ihr bestimmte Festungen einnehmt. Die liegen selten auf direktem Weg zu eurem Ziel. Außerdem gibt es nur eine hohe Wertung, wenn ihr genug Feinde tötet. Auch die Skultullas erscheinen erst, wenn ihr  in der entsprechenden Mission mindestens 1.000 Gegner besiegt habt. Die Wertungen am Ende der Kämpfe motivieren, die Mechaniken des Spiels zu meisten. Für eine gute Wertung sind Tempo, viele Tötungen und wenig erlittener Schaden nötig. Mit simplem Button mashing kommt ihr also nicht sehr weit.

Hyrule Warriors: Definitive Edition Screenshot 01

Ein Hoch auf den Handheld-Modus

Technisch hat die Nintendo Switch-Version die Nase vorn. Gelegentlich bleiben ein paar kleine Ruckler trotzdem nicht aus. Die sind zu verkraften und treten nicht sehr oft auf. Auch der Koop kann für so manchen alten Hasen noch einmal einen Anreiz bieten, das Spiel erneut zu zocken. Ich persönlich bin allerdings auch auf der Switch lieber allein unterwegs. Mein Mann hat wenig für das Genre übrig und online wird leider nicht unterstützt. Ein Online-Modus wäre das i-Tüpfelchen gewesen. Vermutlich wird so mancher mein Problem teilen. Musou ist inzwischen zwar mehr oder minder bekannt bei uns, so richtig populär ist das Genre trotzdem nicht. Die wenigsten werden viele Freunde zur Auswahl haben, die die Leidenschaft dafür teilen. Umso schöner wäre eine Online-Komponente gewesen.

Der Handheld-Modus ist übrigens deutlich leichter zugänglich als Hyrule Warriors Legends auf dem Nintendo 3DS. So viel Spaß ich dort auch mit dem Game hatte – der Einstieg hat ein wenig gedauert. Die kleinen Bildschirme vom New Nintendo 3DS sind nicht die beste Option, um Massenschlachten zu erleben. Hier erweist sich die Nintendo Switch als angenehm, da der Bildschirm relativ groß ist. Dadurch fällt die Orientierung von Anfang an leichter. Minimap und Spielgeschehen solltet ihr stets im Auge haben, was auch im Handheld-Modus gut gelingt. Gerade Genreneulingen kommt dies entgegen, wenn mobil gespielt werden soll. Mit etwas Übung überzeugt zwar auch die 3DS-Variante, aber die Eingewöhnungszeit ist höher. Natürlich könnt ihr auch im TV-Modus spielen.

Musou-Spiele sind bei uns nur Nischenprodukte und die Hyrule Warriors: Definitive Edition ist ein guter Einstieg ins Genre. Das Spiel ist leicht zugänglich, bietet diverse Schwierigkeitsgrade, ist nicht zu komplex und leicht zu erlernen. Für Genrefans gibt es dennoch genug mögliche Kombinationen und Content. Selbst wenn ihr geübte Musou-Spieler seid, könnt ihr hier 100 Stunden und mehr einplanen, um wirklich alles im Spiel zu erreichen. Eher deutlich mehr.

Obwohl mir Hyrule Warriors alles andere als fremd ist, genieße ich die Hyrule Warriors: Definitive Edition. Das Spiel macht mit noch immer Spaß, obwohl ich schon auf dem 3DS fast alles abgeschlossen habe – DLCs inklusive. Solltet ihr wie ich schon mit einer der älteren Versionen Spaß gehabt haben, muss dies also keinesfalls ein K.O.- Kriterium sein. Dies hängt natürlich letzten Endes von euch ab. Hat euch das Spiel eher wegen dem Zelda-Universum angesprochen, genügt euch ein Spieldurchgang eventuell. Da mir auch etwas an Musou liegt, war es nicht schwer mich erneut für das Spiel zu begeistern. Ich liebe Hyrule Warriors.

Hyrule Warriors: Definitive Edition Screenshot 04

Mein Fazit:

Die Hyrule Warriors: Definitive Edition macht definitiv Spaß. Obwohl ich kaum ein Spiel auf dem New Nintendo 3DS so viel wie Hyrule Warriors gezockt habe, läuft meine Nintendo Switch derzeit regelmäßig. Vor allem der Abenteuer-Modus motiviert mich. Die verschiedenen Karten sind thematisch an diverse Zelda-Spiele angelehnt und unterschiedlich gestaltet. Es macht Spaß, die Karten Stück für Stück freizulegen und alle Bereiche zugänglich zu machen.

Hyrule Warriors: Definitive Edition ist gut geeignet, um entspannt ein wenig zu daddeln. Das Spiel ist komplex genug, um auch über längere Zeit bei der Stange zu halten und gleichzeitig einfach genug, damit der Spieler abschalten kann. Dennoch legt das Spiel ein rasantes Tempo vor. Untermalt wird dieses von einem tollen Soundtrack.

Die Definitive Edition bietet die Inhalte aller vorherigen Versionen, zwei Breath of the Wild Kostüme und einen Splitscreen-Koop. Schade, dass das Spiel auf Online-Koop verzichtet. Wenn ihr Hyrule Warriors bereits gespielt habt, lohnt sich der Kauf nicht zwingend. Hier kommt es auf euch an. Möchtet ihr noch einmal die Massenschlachten mit Link und Co. erleben? Wenn ja bekommt ihr hier die umfangreichste und technisch beste Version. Kennt ihr das Spiel noch nicht, ist die Definitive Edition eine gute Gelegenheit, dieses Versäumnis nachzuholen. Kaum ein Musou-Spiel ist so leicht zugänglich, wie Hyrule Warriors.

Bildquelle: Nintendo

Offenlegung: Nintendo hat mir für dieses Review ein kostenloses Muster des Spiels zur Verfügung gestellt.

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