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Yoku's Island Express Review

Yoku’s Island Express Review

Entwickler:         Villa Gorilla
Publisher:          Team17
Genre:              Flipper-Jump 'n' Run, Pinpall, Metroidvania
Plattformen:        Nintendo Switch, PC, PlayStation 4, Xbox One
Preis:              ca. 19,99 Euro 
Offizielle Website: https://www.team17.com/games/yokus-island-express/

Originell und unterhaltsam

Schon auf der gamescom 2017 war ich von Yoku’s Island Express begeistert. Der Mix aus Pinpall und Metroidvania wirkte überraschend originell. Kaum ein Spiel blieb mir so gut in Erinnerung, wie das Abenteuer von Yoku. Daher habe ich mit Spannung auf die Vollversion gewartet, die inzwischen verfügbar ist. Kann das Spiel auch dann noch begeistern, wenn die erste Überraschung vorbei ist? In meinem Yoku’s Island Express Review berichte ich über meine Eindrücke.

In Yoku’s Island Express verschlägt es in das tropische Paradies Mokumana. Der Käfer Yoku soll dort sein neues Leben als Postbote verbringen, nachdem sein Vorgänger den Job zuletzt nur noch lustlos ausgeübt hat. Alles könnte wunderbar sein – wäre da nicht das Desaster, welches der alte Briefträger hinterlassen hat und eine zum Problem gewordene Inselgottheit. Das Postamt muss von euch zunächst wiederaufgebaut werden und der unheilvolle Schlaf der Inselgottheit möchte beendet werden.

Ihr bewegt euch dank des originellen Flipper-Jump ’n‘ Run-Spielstil durch die offene Spielwelt und lest dabei nach und nach wichtige Hilfsmittel wie das Posthorn auf. Überall in der Spielwelt sind Flipper verteilt, mit denen ihr Yoku durch die Spielwelt befördert. Dies ist gar nicht immer so einfach. Die Flipper haben mehrere Farben, was für die Steuerung eine Rolle spielt. Ihr müsst euch also zunächst daran gewöhnen, immer die zur Farbe passende Taste zu nutzen. Die Flipper bestimmen zudem, wohin es auch schießen wird. Auch der korrekte Winkel spielt dabei eine Rolle. Fingerspitzengefühl ist Pflicht, wenn ihr das Spiel abschließen wollt. Während die ersten Spielbereiche noch ziemlich leicht zu bewältigen sind, wird es mit der Zeit immer komplexer.

Im Spielverlauf schaltet ihr allerdings nützliche Abkürzungen und neue Wege frei. Dafür müsst ihr vor allem reichlich Obst sammeln. Dieses ist oft der Schlüssel, um neue Wege zugänglich zu machen. Habt ihr genug gesammelt, könnt ihr hier und dort neue Flipper freischalten.  So offen und verzweigt die Spielwelt in Yoku’s Island Express auch ist – ihr müsst euch viele Wege erst eröffnen und zugänglich machen. Das Spielprinzip ist motivierend und es macht Spaß, Stück für Stück alle Geheimnisse und Pfade zu entdecken.

Yoku's Island Express Screenshot 02

Stimmiges Gesamtpaket

Das Gameplay von Yoku’s Island Express überzeugt und begeistert. Genauso überzeugend ist aber der niedliche und farbenfrohe Look des Spiels. Die Grafik weiß zu gefallen. Nicht nur die Spielwelt überzeugt optisch. Auch die darin lebenden Kreaturen sind gelungen. Der niedliche Look ist ein krasser Gegensatz zum Anspruch des Spiels. Wer Bilder von Yoku’s Abenteuer sieht, möchte es vielleicht als Kinderspiel abstempeln. Alles wirkt bunt, fröhlich und gar zu niedlich. Davon solltet ihr euch allerdings nicht täuschen lassen. Obwohl die Steuerung prima und sehr präzise funktioniert, verlangt das Spiel reichlich Geschick.

Lobenswert ist auch der Soundtrack des Spiels, der eingängig ist und das Spiel passend musikalisch unterlegt. Meist ist der Soundtrack sehr fröhlich. Bisweilen schlägt er aber auch ruhige Töne an. Yoku’s Island Express ist vor allem deshalb ein hervorragendes Spiel, weil die einzelnen Elemente miteinander harmonieren. Der süße Look, das Gameplay, die musikalische Untermalung – all das verschmilzt zu einem tollen Gesamtpaket. Obendrein ist Yoku eines der wenigen Spiele, die erfrischend wirken und mit einem einzigartigen Konzept das Gefühl vermitteln, tatsächlich etwas Neuartiges zu spielen. Flipper und Metroidvania ist nichts, was man an jeder Ecke in dieser Kombination sehen würde. So verrückt die Idee auch klingen mag, sie ist grandios umgesetzt. Beides ist für sich nicht neu – aber die Symbiose scheint geradezu perfekt. Ich wünsche mir mehr davon. Was auch immer Villa Gorilla nach Yoku angehen wird – ich werde künftig aufhorchen, wenn dieser Name fällt.

Yoku's Island Express Screenshot 01

Mein Fazit:

Yoku’s Island Express ist zweifelsfrei das originellste Spiel, welches ich in diesem Jahr spielen durfte. Das Game setzt auf einen außergewöhnlichen Mix aus Flipper und Metroidvania. So irre dies klingen mag – es funktioniert vorzüglich. Doch nicht einzelne Elemente sind es, die das Spiel von Villa Gorilla zu einem Hit machen. Vielmehr stimmt das Gesamtpaket. Die hübsche Grafik, der knallige Soundtrack und das Gameplay verschmelzen zu einem exzellenten Spiel.

Es kann manchmal ein wenig frustrierend sein, wenn ihr den falschen Flipper erwischt und ein ganzes Stück zurückbefördert werdet. Im späteren Spielverlauf wird das Spiel überraschend komplex und es erfordert viel Fingerspitzengefühl, um den Käfer Yoku mit den Flippern an die gewünschten Orte zu katapultieren. Genau hier liegt aber auch der Reiz des charmanten Spiels. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung. Wenn ihr originelle Spiele mögt, gehört Yoku’s Island Express in eure Sammlung.

Bildquelle: Team17

Offenlegung: Für dieses Review wurde von Team17 das Spiel für die PlayStation 4 kostenlos zur Verfügung gestellt.

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