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Far Cry 5: Lost on Mars

Far Cry 5: Lost on Mars Review

Reise zum roten Planeten

Auf zum Mars, bevor Trump dort ankommt! Far Cry 5: Lost on Mars schickt euch in der Rolle von Nick Rye auf den Mars. Doch was sucht ein Mechaniker auf dem Mars und wie kommt er dahin? Nun, daran ist Hurk schuld, der seinen Kumpel zur Rettung der Menschheit einfach mal aus seinem fahrenden Auto auf den Mars teleportiert. Dort angekommen gilt es einer Super-KI zu helfen die Menschheit zu retten. Fiese Weltraumspinnen wollen, nachdem sie bereits den Mars erobert haben, die Menschheit auf der Erde auslöschen. Ganz nebenbei helfen wir unserem Kumpel Hurk noch, seine Einzelteile wiederzufinden. Also, ab in den Weltraumanzug und die Strahlenwaffen geladen.

Far Cry 5: Lost on Mars ist völlig unabhängig vom Hauptspiel und kann im Hauptmenü des Spiels unter den Erweiterungen gestartet werden. Auch sonst ist die Erweiterung in vielerlei Hinsicht vom Hauptspiel losgelöst. Doch fangen wir mit den Gemeinsamkeiten an. Hurk unterhält uns während der gesamten Kampagne mit seinen spritzigen Dialogen. Der überdrehte Humor ist gut in Szene gesetzt und die überdrehte Art erinnert an die kultige Blood Dragon-Erweiterung von Far Cry 3. Der Trashfaktor ist hier deutlich differenzierte als in der Kampagne von Far Cry 5. Abgerundet wird die Komik durch den Brobot, der unseren unsterblichen Begleiter darstellt.

Natürlich denkt jeder bei riesigen Weltraumspinnen sofort an Starship Troopers und womöglich mag das volle Absicht sein. Immerhin schießen wir uns durch Horden dieser Krabbelviecher mit einem Arsenal von 16 neuen Waffen wie der Hellfire oder dem Grape Popper. Die sind zwar nur in vier Kategorien unterteilt, unterscheiden sich aber innerhalb einer Kategorie teilweise stark voneinander. Dazu gibt es eine Reihe neuer Gadgets, wobei die Möglichkeit Gegner aufeinanderzuhetzen am lustigsten ist.

Die klassischen Ballerorgien gehören zwar zur Reihe, fühlen sich aber auf dem roten Planeten teilweise zu monoton an. Das mag unter anderem an der Trostlosigkeit des Mars liegen, vielleicht aber auch an dem eher mäßigen Waffengefühl liegen. Darüber hinaus ist die Gegnervielfalt überschaubar, wobei es jeden Gegner quasi ein zweites Mal in starker Variante gibt. Die Königinnen stellen eine besondere Herausforderung dar, zumindest wenn mehrere von ihnen zugleich auftauchen.

Die rote Einöde setzt der Monotonie noch einen drauf. Vielleicht wäre ein bunter Alienplanet ein besserer Schauplatz gewesen? Zumal Far Cry 5 gezeigt hat, wie man malerische Landschaften gestalten kann. Ein malerischer Alienplanet wäre also nicht schlecht gewesen. Zudem hätte ein solches Setting die etwas abgedrehte Geschichte besser getragen, die eher Bierdeckelformat hat.

Auf einen Bierdeckel passen auch wieder die Clutch Nixon Stunts. Ja, auch die gibt es wieder. Wobei sie sich diesmal auf die Nutzung der Weltraumflügel beschränken, die nichts anderes als ein Wingsuit für den Mars darstellen. Ergänzt werden die Stunts durch eine Reihe von Herausforderungen, die kurzweilig und unterhaltsam sind, aber auch nicht besonders hervorstechen.

Ironischerweise ist das Erklimmen der Signaltürme noch eines der besten Spielelemente der Erweiterung. Dies mag der guten Bewegungsphysik und der Mischung aus Jetpack und niedriger Gravitation geschuldet sein. So stellt jeder Signalturm ein kurzes Sprungrätsel dar, bei dem der Spieler an die Spitze gelangen muss. Dabei dachten wir bis Far Cry 5: Lost on Mars noch, wir hätten genug Spitzen in unserem Leben erklommen.

Mein Fazit:

Kein Wunder, dass kaum einer scharf drauf ist, zum Mars zu fliegen. Seien wir mal ehrlich, so wundervoll plastisch unser kosmischer Nachbar in Far Cry 5: Lost on Mars auch dargestellt wird, ein wenig eintönig ist es dort schon. Das mag an den immer gleichen Gegnern und Aufgaben liegen. Wir sammeln Energiekristalle, aktivieren Sci-Fi-Anlagen, sammeln Teile von Hurk ein und schießen uns durch Horden von Weltraumkrabblern und ihren Königinnen. Nach etwa vier bis fünf Stunden Spielzeit ist man am Ende angelangt. Unterm Strich war es zwar ein unterhaltsames Abenteuer, doch keines was besonders hervorstechen würde. Die meisten Spieler werden nach dieser Zeit genug vom Mars haben. Die tollen neuen Waffen wollen sich trotz ihrer Vielfalt nicht so überzeugend anfühlen, wie die Schusswaffen vom Hauptspiel. Vielleicht finden sich aber kreative Menschen, die mit den neuen Assets in Far Cry Arcade überzeugendere Inhalte kreieren.

Bildquelle: Ubisoft

Offenlegung: Für dieses Review hat Ubisoft einen Key für die PC-Version des DLCs kostenlos zur Verfügung gestellt.

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