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Captain Toad: Treasure Tracker

Captain Toad: Treasure Tracker Review

Entwickler:         Nintendo 
Publisher:          Nintendo
Genre:              Rätsel, Puzzle, Jump'n'Run 
Plattformen:        Nintendo Switch, Nintendo 3DS
Preis:              ca. 39,99 Euro
Offizielle Website: https://www.nintendo.de/Captain-Toad-Treasure-Tracker-1348071.html

Kapitän Toad auf großer Abenteuerreise

Der kleine Kapitän Toad geht in Captain Toad: Treasure Tracker auf große Abenteuerreise. Zusammen mit Toadette entdeckt er einen glitzernden Power-Stern, der ihnen vor der Nase von Wingo weggeschnappt wird. Mitsamt dem Stern verschwindet auch Toadette, da sie zu spät losgelassen hat. Toad eilt ihr mutig zur Hilfe und muss dabei allerlei Gefahren in die Augen blicken. Für mein Captain Toad: Treasure Tracker Review bin ich aufgebrochen, um die Pilzin Toadette zu retten. Die dürft ihr übrigens auch spielen.

Das Spiel bietet Spaß für große und kleine Gamer. Das Highlight ist dabei die Gestaltung der Level. Ein beachtlicher Teil ist sehr klein und kompakt. Davon solltet ihr euch allerdings nicht täuschen lassen. In den winzig erscheinenden Arealen verbergen sich zahlreiche Geheimgänge, versteckte Schätze und Schalter. Da Toad nicht springen kann, werden selbst flache Hindernisse zum Problem. Ihr müsst also Wege über Leitern und Rampen finden, um zum Ziel zu kommen. Euer Ziel ist in jedem Level ein leuchtender gelber Stern. Auf dem Weg dorthin lassen sich Edelsteine einsammeln, wobei einige gar nicht so leicht zu finden sind. Manchmal sind auch nützliche Items wie der Unbesiegbarkeitspilz und die Super-Spitzhake zu finden.

Für ältere Gamer stellt es keine große Hürde dar, durch die Level zu kommen. Einige optionale Aufgaben sorgen allerdings dafür, dass auch Erwachsene einen gewissen Anspruch erwarten können. In einem Gebiet voller Feinde steht zum Beispiel eine Kanone, die ihr für eine Aufgabe nur ein einziges Mal abfeuern dürft. Damit müsst ihr einen großen Felsen zerstören und die vielen Gegner in Ruhe lassen. Die müsst ihr geschickt umgehen, was Timing erfordert. Der kleine Toad steckt nur wenige Treffer ein – dann verliert er ein Leben und ihr müsst von vorn beginnen. Eine echte Kopfnuss liefert auch der Pixel-Toad, der sich in jedem Level versteckt, welches ihr abschließt. So kompakt die meisten Areale auch sind – der Pixel-Toad ist klein und unauffällig. Ich suche ihn nach wie vor in einigen Gebieten. Ihr könnt zwar die kleinen Level drehen und so auch in zunächst nicht einsehbare Bereiche schauen, aber es bleibt teilweise sehr knifflig.

Die Entwickler von Captain Toad: Treasure Tracker haben eine gute Balance gefunden. Einerseits ist das Spiel einfach genug, um schon junge Spieler zu begeistern. Andererseits bietet es eine ganze Reihe von ansprechenden Knobelaufgaben, die auch einen Erwachsenen zum Nachdenken bringen. Gespielt werden kann übrigens auch zu zweit. Das macht aus Captain Toad: Treasure Tracker ein ideales Familienspiel. Eltern können die Kids nicht nur passiv mit einigen Ratschlägen begleiten, sondern auch als zweiter Spieler. Egal ob allein oder zusammen – Captain Toad weiß den Spieler zu unterhalten.

Captain Toad: Treasure Tracker Screenshot 03

Für große und kleine Gamer

Egal ob Kids oder gestresste Erwachsene – die kleinen Level machen das Spiel für beide Gruppen interessant. Ein einzelner Level ist zügig erledigt. Selbst wenn es ein paar mehr sein sollen, geht es schnell. Dies ist ideal, wenn der Nachwuchs nur kurz an die Konsole soll oder man selbst nur ein paar Minuten in der S-Bahn totschlagen möchte. Es lohnt sich schon das Spiel zu starten, wenn nur fünf bis zehn Minuten Zeit sind. Soll das Spiel komplett abgeschlossen werden, muss trotzdem einiges an Zeit investiert werden. Viele Edelsteine und Zusatzaufgaben erfordern Geduld. Für euer Geld bekommt ihr einige Stunden Spielspaß geboten. Möchtet ihr einfach nur durchspielen, könnt ihr etwa vier bis fünf Stunden einplanen.

Für Abwechslung sorgen einige umfangreichere Level. Zum Beispiel eines, in dem ihr mit einer Lore fahrt und aus ihr heraus schießen müsst. Bosskämpfe sind ebenfalls Teil des Spiels. Dadurch kommt keine Langeweile auf. Das Spiel bricht immer Mal aus dem Mikrolevel-Konzept aus und überrascht mit etwas gänzlich anderem. Dieser bunte Mix gefällt mir gut.

Bunt ist auch die Spielwelt von Captain Toad: Treasure Tracker. Das Spiel ist optisch sehr niedlich und ich habe mich sofort in den süßen Toad und sein Game verliebt. Die Hintergründe könnten noch ein wenig detailreicher sein, doch daran mag ich mich nicht stören. Es sieht trotzdem toll aus und ist liebevoll gestaltet. Abwechslung bekommt das Auge ebenfalls mehr als reichlich geboten. Mal erwartet euch eine feurige Lavawelt, Mal eine kunterbunte Unterwasserwelt und ein anderes Mal geht es über bunte und tückische Steine, die kurz nach Berührung in den Abgrund stürzen. Ein Highlight sind zweifelsohne die von Super Mario: Odyssey inspirierten Welten. Die Spielumgebungen sorgen immer wieder für positive Überraschungen. Ich mag die kompakten Level, die voller Details stecken. Zum guten Gesamtbild gesellt sich ein angenehmer Soundtrack.

Captain Toad: Treasure Tracker Screenshot 01

Mein Fazit:

Captain Toad: Treasure Tracker hat mich wunderbar unterhalten. Obendrein ist es ein tolles Familienspiel, das in keiner Sammlung fehlen sollte. Es ist liebevoll gestaltet und bietet ein rundes Gesamtbild. Soundtrack, Optik und Gameplay ergänzen sich gut und harmonieren angenehm miteinander. Kaum hatte ich das Spiel eingelegt, wollte ich gar nicht mehr aufhören. Das ist dem Konzept geschuldet. Viele Geschicklichkeitsspiele setzen auf Zeitdruck. Den gibt es bei Captain Toad kaum. Dazu kommen die vielen sehr kleinen Level, die vollgestopft mit Geheimnissen und Schätzen sind. Auf den ersten Blick sehen die Gebiete wie ein Kinderspiel aus. Diverse Zusatzaufgaben und Rätsel haben es dann aber in sich. Viele der wirklich kniffligen Aufgaben sind allerdings optional, weshalb auch Kids gut durch das Spiel kommen. Nur die 100 Prozent erfordern einiges an zusätzlichem Geschick und Zeit. Eltern können ihre Kids dank Zweispieler-Modus übrigens begleiten. Auch zu zweit macht das Spiel viel Spaß.

Die Story könnte ein wenig tiefer ausfallen und die Kamera verhindert manchmal, dass ein abgelegener Bereich eingesehen werden kann. Diese Kleinigkeiten können das hervorragende Gesamtbild aber nicht trüben. Ich liebe dieses Spiel.

Bildquelle: Nintendo

Offenlegung: Für dieses Review hat mir Nintendo freundlicherweise die Switch-Version kostenlos zur Verfügung gestellt.

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