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Monster Hunter Generations Ultimate

Monster Hunter Generations Ultimate Review

Entwickler:         Capcom
Publisher:          Capcom
Genre:              Action
Plattformen:        Nintendo Switch
Preis:              ca. 49,99 Euro
Offizielle Website: www.capcom-germany.de

Modern versus Klassiker

Für Monster Hunter ist 2018 ein Erfolgsjahr. Die Reihe ist beliebt wie nie und hat dank Monster Hunter World zahlreiche neue Spieler gefunden. Inzwischen können wir mit Sicherheit sagen, dass die Reihe auch im Westen angekommen ist. Absolut verdient. Das Spielprinzip wurde zwar diverse Male kopiert und dies zum Teil gar nicht Mal schlecht, aber ein Monster Hunter lässt sich nicht Mal eben vom Thron stoßen. Mit Generations Ultimate gibt es nun auch im Westen endlich den ersten Ableger für die Nintendo Switch. Für mein Monster Hunter Generations Ultimate Review bin ich auf Monsterjagd gegangen.

Bei uns wurde Monster Hunter mit World noch einmal deutlich populärer, weshalb ich in diesem Review das Spiel für PC, PlayStation 4 und Xbox One nicht ignorieren möchte. Ich bin kein großer Fan von Vergleichen, finde diese aber in diesem speziellen Fall sehr wichtig. Wenn ihr erst mit World auf die Franchise gestoßen seid, kennt ihr ein Monster Hunter mit vielen Quality of Life Features. World sieht sehr schick aus, ist vergleichsweise leicht zugänglich und ein modernes Spiel.

Monster Hunter Generations Ultimate bietet keine so tolle Grafik, der Einstieg ist sperriger und die schiere Menge an Content erfordert viel Geduld und Zeit. Dafür ist es das anspruchsvollere Spiel und ein klassisches Monster Hunter. Wer sich nach einem klassischen Monster Hunter gesehnt hat, wird bei Generations Ultimate ohne jeden Zweifel fündig. Vielen Veteranen wird das Spiel wohl sogar besser gefallen. World mag Einsteigern verdammt schwer vorkommen – doch das ist es nicht. Für Veteranen bietet es nur wenige echte Herausforderungen. Zählt ihr dazu, findet ihr in Monster Hunter Generations Ultimate die ersehnte Herausforderung.

Doch lohnt sich der Einstieg, wenn ihr erst mit World zu Monster Hunter gestoßen seid? Unbedingt! Ihr werdet sicher die Quality of Life Mechaniken von World manchmal vermissen und einige Stunden für die Eingewöhnung brauchen. So ging es euch mit World aber vermutlich auch. So einsteigerfreundlich das Spiel auch sein mag – Mal eben schnell ist ein Neuling auch nicht in World drin. Der Einstieg ist auch dort eine Hürde, verglichen mit aktuellen westlichen Titeln. Die sind nicht selten darauf ausgelegt, dass auch Casualgamer schnell und einfach loslegen können. Erwartet ihr so etwas von einem Spiel, ist Monster Hunter nichts für euch.

Monster Hunter Generations Ultimate Review

Dafür werdet ihr mit einem knackigen Schwierigkeitsgrad, Anspruch und reichlich Content belohnt. Ihr könnte Hunderte Stunden mit Monster Hunter Generations Ultimate verbringen. Die Quality of Life Features habe ich schon nach wenigen Missionen nicht mehr vermisst. Inzwischen habe ich mehr als 100 Stunden mit Monster Hunter World verbracht, welches ich nach wie vor regelmäßig spiele. Ich kann nicht leugnen, dass das in den ersten Spielstunden von Generations Ultimate eine kleine Umgewöhnung erfordert hat. Schadenszahlen, unendliche Abbauwerkzeuge und einen ewig haltenden Schleifstein? Mit derlei Dingen verwöhnt euch der Switch-Ableger nicht.

Habt ihr euch daran erst einmal gewöhnt, ist Monster Hunter Generations Ultimate ein sehr befriedigendes Spielerlebnis. Wir ihr es gestaltet, entscheidet ihr zumindest bedingt selbst. Das Spiel bietet 14 Waffenarten, sechs Jagdstile und diverse Jagdtechniken. Egal ob ihr euch in der Rolle des schwer bewaffneten Angreifers oder des Supporters wohler fühlt – es gibt für jeden Geschmack die passenden Spielmöglichkeiten. Manche Waffen eignen sich wunderbar für schnelles Spiel, andere sind eher behebig. Dafür ist der Schadensoutput entsprechend hoch.

Ihr habt zudem die Wahl, ob ihr lieber allein oder mit anderen Spielern auf Monsterjagd gehen möchtet. Das Spiel bietet sowohl für Solisten als auch für Mehrspieler-Fans passende und fordernde Inhalte. Spielt ihr online, mangelt es nicht an Mitspielern. Die Server sind gut besucht, weshalb schnell eine Jagdgruppe gefunden werden kann. Die Suche ist zudem unkompliziert.

Besitzt ihr bereits Monster Hunter Generations für den Nintendo 3DS, könnt ihr euren Spielstand auf die Nintendo Switch übertragen und dort weitermachen, wo ihr auf dem 3DS aufgehört habt. Veteranen können sich also direkt in den neuen G-Rank stürzen. Dort findet ihr die härtesten Monster, die das Spiel zu bieten hat.

Monster Hunter Generations Ultimate Review

Der G-Rank ist nicht die einzige Neuerung, die Monster Hunter Generations Ultimate mitbringt. Das Spiel bietet bessere Grafik, zusätzliche Monster, zwei neue Jägerstile, die Möglichkeit als Felyne zu spielen und einige andere Neuerungen. Die beiden Neuzugänge in der Monsterliste sind Valstrax und Ahtal-Ka. Der Drachenälteste beherrscht eine Reihe mächtiger Angriffe, die gepaart mit seiner hohen Geschwindigkeit zu einer echten Herausforderung werden. Ahtal-Ka gehört zu den insektenähnlichen Neopteron und erinnert an die Schrecke Teufelsblume. Es gibt also auch dann reichlich für euch zu tun, wenn ihr bereits Generations auf dem Nintendo 3DS gespielt habt. Neueinsteigern dürften die sogenannten Jagdtechniken gelegen kommen. Die lassen sich per Touchscreen einsetzen und sind besonders mächtig.

Ein Highlight ist für mich der Handheld-Modus. Monster Hunter mag ein anspruchsvolles und komplexes Spiel sein – doch die Reihe eignet sich auch wunderbar dafür, kurze Spielsessions zu machen. Eine Kreatur ist in einem überschaubaren Zeitrahmen zur Strecke gebracht. Selbst wenn es nur mäßig läuft, bleibt der Zeitaufwand in der Regel im Rahmen. Ich kann also auch zwischendurch zu meiner Switch greifen und wo auch immer spielen. Entscheidet ihr euch nicht gerade dafür online zu spielen, könnt ihr die Jagd auch jederzeit unterbrechen. Per Knopfdruck ist die Switch im Stand-by und ihr könnt zu einem späteren Zeitpunkt die Jagd wieder aufnehmen. Als Mutter dreier Kinder liebe ich diese Möglichkeit. Nicht dass ich immer Lust darauf hätte, Monster Hunter schnell wieder zu beenden. Das Spielprinzip macht süchtig und wenn es meine Freizeit zulässt, sitze ich schon Mal den ganzen Abend am Spiel. Fans kennen dieses Phänomen. Ehe ihr euch verseht, habt ihr zehn weitere Spielstunden zusammen.

Auch optisch kann die Umsetzung für die Nintendo Switch punkten. Man sieht dem Titel hier und dort zwar das Alter an, aber die Grafik ist okay. Ihr dürft hier freilich nicht die Qualität von World erwarten. Verstecken muss sich Generations Ultimate aber nicht. Ein paar matschige Texturen hier und dort schaden dem Spielspaß in keinster Weise. Im Vergleich zur 3DS-Version hat sich hier einiges getan. Optischer Höhepunkt sind die Monster, die gewohnt ansprechend in Szene gesetzt werden.

Wechselt ihr in Monster Hunter Generations Ultimate das Gebiet, erscheint ein Ladebildschirm. Dies mag am Anfang ein wenig befremdlich sein, wenn ihr aus World kommt und die großen Gebiete gewohnt seid, die frei von Ladebildschirmen sind. Tragisch sind die kurzen Ladezeiten des Switch-Ablegers jedoch nicht. Kaum ploppt ein solcher Ladebildschirm auf, ist er auch schon wieder verschwunden.

Im Kern sind World und Generations Ultimate gleich. Bei den Details gibt es viele Unterschiede. Beide Spiele sind eine hervorragende Wahl. Fans der Reihe werden mit Monster Hunter Generations Ultimate wohl auf lange Sicht glücklicher werden. Neueinsteiger müssen sich nicht vor dem Einstieg fürchten. Ihr solltet allerdings nicht mit der Illusion an das Spiel herangehen, dass das Spiel einfach ein paar coole Monster auffährt, die ihr dann mit toll aussehenden Moves heroisch zur Strecke bringt. Das Spiel erfordert Taktik und den geschickten Umgang mit der Umgebung. Vorbereitung ist die halbe Miete. Bevor ihr dem nächsten Monster gegenübertretet, solltet ihr euch Tränke, Wetzsteine und passende Ausrüstung herstellen und einpacken. Erst dann kommt die Monsterjagd. Scheitern sollte für euch ebenfalls kein Problem sein. Ihr werdet nicht jede Kreatur im ersten Anlauf bezwingen. Ihr steckt nur wenige Angriffe ein und müsst daher die Bewegungsmuster und Angriffe des Gegners erfassen können und kennen. Monster Hunter sieht heroisch aus – aber es ist kein Spaziergang.

Monster Hunter Generations Ultimate Review

Mein Fazit:

Monster Hunter Generations Ultimate mag auf den ersten Blick etwas angestaubt wirken, wenn ihr mit World auf die Reihe gestoßen seid. Dieser Eindruck trügt. Generations Ultimate ist das umfangreichste Monster Hunter und der beste Serienableger, wenn ihr die klassischen Monster Hunter-Spiele schätzt. Für Veteranen ist der Kauf quasi Pflicht. Selbst wenn ihr Generations auf dem Nintendo 3DS gespielt habt, werdet ihr reichlich zu tun haben. So könnt ihr euch zum Beispiel mit den zwei neuen Jagdstilen auseinandersetzen und die neuen Monster Valstrax und Ahtal-Ka zur Strecke bringen. Außerdem ist der beliebte G-Rank endlich im Spiel. Das Spiel ist eine Bereicherung für die Nintendo Switch. Ihr bekommt viel Spiel und Spaß, für wenig Geld.

Lohnt sich der Einstieg, wenn ihr bisher nur World gespielt habt? Wenn euch World bereits zu hart erscheint, werdet ihr mit Monster Hunter Generations Ultimate wohl nicht glücklich. Gehört ihr zu jenen World-Spielern, die sich längst nach mehr und härterem Content sehnen? Dann solltet ihr Generations Ultimate unbedingt eine Chance geben. Ihr müsst zwar auf ein bisschen Komfort verzichten, werdet dafür aber mit einem forderndem Spielerlebnis und tonnenweise Content belohnt. Platz ist dort draußen definitiv für beide Spiele. Ihr müsst lediglich entscheiden, ob in eurem Herzen Platz für beide Spiele ist, oder dort nur eines hinpasst. Ich für meinen Teil habe diese Entscheidung schon getroffen und mich für beide Spiele entschieden.

Bildquelle: Capcom

Offenlegung: Capcom hat mir für dieses Review das Spiel kostenlos zur Verfügung gestellt.

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