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Shinobi Refle: Senran Kagura

Senran Kagura Reflexions Review

Massage gefällig?

Senran Kagura gehört auf dem Nintendo 3DS zu meinen Lieblingsreihen. Nun gibt es auch den ersten Ableger für die Nintendo Switch. Wer nun an ein Beat ’em up denkt, liegt meilenweit daneben. Die inzwischen auch bei uns recht bekannte Reihe gibt ihr Debüt auf der Switch mit Senran Kagura Reflexions. In dem Spiel geht es um Reflexzonenmassage. Haltet ihr für einen Scherz? Nöö, tatsächlich ist es keiner.

Ihr begegnet in einem Klassenzimmer der jungen Asuka. Sie erzählt von sich und bittet euch zudem immer wieder, ihre Hände zu massieren. Dafür bewegt ihr mit den Analogsticks den Cursor auf die gewünschte Stelle und drückt dann zu. Die Reaktion von Asuka richtet sich nach dem Spot. Einige Stellen mag sie überhaupt nicht – dort könnt ihr solange berühren, bis ihr alt und grau werdet. Erwischt ihr bestimmte Stellen, löst ihr ein Ereignis aus und es erfolgt ein Szenenwechsel. Dieses Ereignis kündigt sich mit einer Gedankenblase und einem passendem Bild an. Praktischerweise ist dies farbig, wenn ihr die Szene schon einmal ausgelöst habt. Dies ist für spätere Spieldurchgänge sehr nützlich.

In den erwähnten Szenen begegnet ihr zum Beispiel einer als „Geschenk“ verpackten Asuka, Asuka im Sportoutfit, Asuka als Heldin gekleidet … Sagen wir einfach, es werden eine Menge Klischees erfüllt. Eben so, wie es Senran Kagura Fans kennen. Ihr habt dann die Möglichkeit, die junge Frau zu berühren oder mit Wasser zu bespritzen. Dieses Mal steht euch dafür aber ein großer Teil ihres Körpers zur Verfügung und ihr könnt Asuka auch umdrehen. Asuka wird entsprechend auf das Wasser oder eure Berührungen reagieren. Fasst ihr an ihre Brüste, wird sie sich wenig begeistert zeigen. Sie wird nach einigen Malen die Arme kurz vor ihrem Körper verschränken, nur um sie dann wieder wegzunehmen. Wenn ihr es drauf anlegt, könnt ihr dieses Spiel also weitertreiben. Oder aber ihr bemüht euch, sie sittsamer zu berühren und findet heraus, wo sie gern berührt wird.

Nach einer Weile löst ihr ein weiteres Event aus und die eingangs erwähnte Massage kommt zum Tragen. Ihr müsst innerhalb eines kurzen Zeitfensters eine Leiste füllen, um das Herz von Asuka zu gewinnen. Schafft ihr dies nicht in der kurzen Zeit, ist die Chance vertan. Entscheidend ist dabei, wie fest oder sanft ihr vorgeht. Zu zaghaft dürft ihr Asuka nicht massieren – übertreiben solltet ihr aber auch nicht. Findet ihr einen guten Mittelweg, ist die Leiste rasch voll und ihr kommt dem Ziel ihr Herz zu erobern etwas näher.

Das ganze Prozedere wird sich nun von vorn wiederholen, wobei ihr bei der Handmassage nun eine andere Szene auslösen könnt. Die eben beschriebene Reihenfolge wird sich mehrfach wiederholen. Mit der Zeit bekommt ihr außerdem diverse Hilfsmittel, mit denen ihr die Massage ausführen könnt. Zum Beispiel eine Rolle und einen vibrierenden Stick. Außerdem erhaltet ihr nach dem Durchspielen – ein sehr kurzes Vergnügen, wenn ihr euch geschickt anstellt und nicht nur auf Grapschen aus seid – einige Outfits, Accessoires und Co. als Belohnung.

Outfits und Co. könnt ihr in der Umkleide wechseln. Dort lassen sich auch die Haare ändern. Auch hier gilt wieder, dass das Spiel alle möglichen Klischees erfüllt. Schwimmkleidung darf genauso wenig fehlen, wie Schuluniformen. Eines dürfte dem Leser dieses Reviews aber ohnehin längst klar sein – Senran Kagura Reflexions hat reichlich Potenzial, Kontroversen ausuzlösen. Es wird nicht besser, wenn ich euch erzähle, dass ihr Asuka vor einem Diorama mit wechselbarem Hintergrund platzieren und posieren lassen könnt. So könnt ihr Screenshots machen.

Keine Frage, Senran Kagura Reflexions muss niemand mögen. Viele werden entsetzt die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie einen kurzen Blick in das Spiel werfen. Für die breite Masse ist das Game nicht zu gebrauchen. Es richtet sich an Fans der Reihe, die Asuka oder die DLC-Charaktere mögen und sich auch sonst mit dem schrägen Humor des Spiels nicht schwertun. So absurd das Spiel einigen erscheinen mag – es bleibt letztlich sehr harmlos. Die Posen die Asuka bei der Massage einnimmt sind fraglich und die Dialoge kein Shakespeare. So richtig schmuddelig wird es aber nicht. Wer hier einen Hentai erwartet, liegt weit daneben. Unterm Strich geht es dann doch ziemlich harmlos zu. Senran Kagura provoziert schon immer, überschreitet gewisse Grenzen allerdings nicht.

Mein Fazit:

Als Senran Kagura Fan habe ich mich tatsächlich für mehrere Spieldurchgänge begeistern können. Ja, das Spiel ist Geschmackssache und für viele einfach nur schräg. Mögen muss es aber auch überhaupt niemand. Letztlich ist alles eine Frage des Geschmacks, ein FIFA genauso wie ein Call of Duty wie ein Senran Kagura.

Senran Kagura Reflexions bietet euch die Möglichkeit, etwas Zeit mit Asuka zu verbringen. Sie erzählt einige Dinge, es wird mehr oder weniger gefühlvoll und ihr dürft sie massieren – auch wenn dies zum Teil ziemlich merkwürdig aussieht. Das Spiel ist vor allem eines: Fan-Service.

Wenn ihr kein großer Asuka Fan seid, ist möglicherweise einer der DLCs mehr nach eurem Geschmack. Es gibt Yumi, Murasaki, Ryouna und Yomi als DLC-Charaktere. Manche mögen das Spiel einfach nur schrecklich finden. Ich hingegen freue mich auf mehr Senran Kagura auf meiner Nintendo Switch und blicke dem Launch von Peach Ball freudig entgegen.

Offenlegung: Für dieses Review wurde mir das Spiel von Decibel kostenlos zur Verfügung gestellt.

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