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Monster Boy and the Cursed Kingdom

Monster Boy and the Cursed Kingdom Review

Entwickler:         The Game Atelier
Publisher:          FDG Entertainment
Genre:              Jump ’n’ Run 
Plattformen:        Nintendo Switch, PC, PlayStation 4, Xbox One 
Preis:              ca. 39,99 Euro
Offizielle Website: http://monsterboy.com/

Auf zur Rettung von Monster World!

Seit ich Monster Boy and the Cursed Kingdom auf der gamescom 2017 zu Gesicht bekommen habe, bin ich in dieses Spiel verliebt. Es sprüht nur so vor liebevollen Details und hat unglaublich viel Charme. Auch auf der diesjährigen gamescom konnte mich das Projekt begeistern. Doch wie sieht es mit dem fertigen Produkt aus? Ich durfte in das Königreich Monster World aufbrechen und berichte in meinem Monster Boy and the Cursed Kingdom Review von meinen Eindrücken.

Monster Boy and the Cursed Kingdom ist ein Jump ’n’ Run das auf der klassischen Reihe Wonder Boy in Monster World basiert. Das Spiel bietet einige Referenzen zur Reihe, ist davon abgesehen aber ein eigenständiges Projekt mit einem neuen Abenteuer. Ihr schlüpft in die Rolle des jungen Helden Jin. Dessen Onkel scheint übergeschnappt zu sein und verwandelt die Bewohner von Monster World in Tiere. Auch Jin bleibt davon nicht verschont. Er wird zu einem Schwein und muss deshalb auf Schwert und Schild verzichten.

Ihr eilt eurem Onkel hinterher und versucht euch an der Rettung des Königreichs. Im Spielverlauf werdet ihr weitere Tierformen erlangen, mit denen ihr Stück für Stück jeden Winkel der Spielwelt erkunden könnt. Jin wird zu Schwein, Schlange, Löwe, Frosch und Drache. Jede Tierform eröffnet Jin neue Wege. Das Schwein ist zum Beispiel kugelrund und schwer. Mit einer Stampfattacke kann es Schalter betätigen. Außerdem verfügt es über ein großes Arsenal an Zaubern wie Blitze, Feuerbälle und Wirbelstürme. Die Schlange mag zwar eher schmächtig aussehen, doch die geringe Größe ist auch ein Vorteil. In Form der Schlange könnt ihr durch sehr schmale Öffnungen hindurchkriechen. Außerdem kann sie an bemoosten Wänden entlangkriechen.

Der Einstieg ins Spiel ist relativ unspektakulär, da Jin nur als Schwein gespielt werden kann. Sobald ihr mit der Schlange die zweite Tierform erlangt, nimmt es deutlich an Fahrt auf. Um vorwärtszukommen, müsst ihr zwischen den Tierformen wechseln und die Stärken jeder Form nutzen. Schon nach kurzer Spielzeit werden die Rätsel und Sprungabschnitte ziemlich knackig – allerdings nicht unfair. Die Speicherpunkte liegen bis auf wenige Ausnahmen nah beieinander. So kommt kein Frust auf, wenn eine Passage nicht auf Anhieb gemeistert wird.

Monster Boy and the Cursed Kingdom Screenshot

Der Wechsel der Tierformen stellt euch vor eine Reihe kniffliger Aufgaben. Während ein beachtlicher Teil aktueller Spiele vergleichsweise einfach zu meistern ist, verlangt Monster Boy Köpfchen und Geschick. Die Lernkurve ist hier ziemlich steil. Nicht immer ist die Lösung eines Rätsels sofort ersichtlich. Im späteren Spielverlauf sind zudem gutes Timing und Präzision gefragt.

Einige Tierformen können Ausrüstung wie Waffen tragen, die ihr im Spielverlauf auch aufwerten könnt. Dies bringt euch nicht nur Vorteile im Kampf, sondern auch neue Möglichkeiten bei der Erkundung der Spielwelt. So gibt es etwa ein paar schwere Stiefel, mit denen ihr euch im Wasser auf den Grund des Bodens sinken lassen könnt. In der Spielwelt sind zahlreiche Händler zu finden. Einige bieten nur eine Auffüllung von euren Zaubern, andere verkaufen neue Ausrüstung oder hilfreiche Items. So gibt es zum Beispiel ein Hilfsitem, mit dem ihr eine zweite Chance erhaltet. Sterbt ihr im Kampf, werdet ihr einmal wiederbelebt. Bei Bossen verschafft euch dies einen Rettungsanker.

Die Bosskämpfe sind klassisch und teilweise wirklich fordernd. Bei jedem Boss heißt es zunächst, die Mechanik dahinter zu verstehen. Größere Bosskämpfe sind zudem in Phasen unterteilt, wodurch sich das Vorgehen ändert. Habt ihr erst einmal den Dreh raus, ist es mit wenigen Angriffen getan. Ich  mag diese Form der klassischen Bosskämpfe, die es zum Beispiel auch in den Zelda-Spielen gibt.

Die Spielwelt von Monster Boy and the Cursed Kingdom ist liebevoll gestaltet und voller Geheimnisse. Während die Story selbst ziemlich linear verläuft, könnt ihr hier und dort geheime Orte entdecken. Es lohnt sich, im späteren Spielverlauf auch bereits besuchte Winkel der Welt zu bereisen, um dort mit euren neuen Fähigkeiten nach weiteren versteckten Orten Ausschau zu halten. Auf den ersten Blick mag die Welt kompakt wirken, doch der Eindruck täuscht. Sie ist bis oben hin mit Geheimnissen vollgestopft. Die Spielwelt ist nicht nur liebevoll gestaltet, sie bietet auch Abwechslung.

Viel Liebe haben die Entwickler auch in die Gestaltung der NPCs gesteckt. Diese versprühen reichlich Charme und entlocken dem Spieler hier und dort auch Mal ein Lächeln. Zu den Highlights gehören die Animationen. Hier punktet vor allem Protagonist Jin. Das Schweinchen zum Beispiel trägt ein ziemlich knappes Shirt, welches bei genug Action schon Mal über seinen Bauch rutscht. Wird Jin von einem Gegner getroffen, ändert sich der Gesichtsausdruck. Dies gilt auch für Monster, die ihr bekämpft. Diese kleinen Details machen das Spiel zu einem tollen Erlebnis. Untermalt wird dies von einem hochwertigen Soundtrack. Tut euch den Gefallen und spielt unbedingt mit Ton.

Monster Boy and the Cursed Kingdom Screenshot

Mein Fazit:

Das Jahr mag fast zu Ende sein, doch in Sachen Spielen ist noch lange nicht Schluss. Die letzten Wochen waren unglaublich stark – vor allem im Bereich der Indiespiele. Zu den aktuellen Hits gehört zweifelsfrei Monster Boy and the Cursed Kingdom. Das Spiel ist liebevoll gestaltet und verzaubert mit seinen Details. Optisch ist es ein echter Blickfang und die musikalische Untermalung überzeugt mit Qualität.

Das Gameplay von Monster Boy and the Cursed Kingdom ist sehr fordernd und die Lernkurve recht steil. Wenn ihr eine knackige aber nicht unfaire Herausforderung sucht, seid ihr bei Monster Boy genau richtig. Die fünf Tierformen sind eines der wichtigsten und spannendsten Features vom Spiel. Der Wechsel der Formen ist der Schlüssel zur Lösung der meisten Rätsel. Jede Form bietet ihre Stärken. Nur wenn ihr alle zu nutzen wisst, könnt ihr das Abenteuer von Jin bestehen.

Der heimliche Star des Spiels ist die toll gestaltete Spielwelt, die bis obenhin mit Geheimnissen vollgestopft ist. Sie bietet zudem eine Vielzahl unterschiedlichster Bereiche, weshalb es Spaß macht, immer weiter in sie einzutauchen.

Bildquelle: Eigene Screenshots aus dem Spiel Monster Boy and the Cursed Kingdom

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