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Tom Clancy’s The Division 2 Review

Entwickler:         Ubisoft
Publisher:          Ubisoft
Genre:              Action, Shooter, Taktik-Shooter, Loot-Shooter, Games as a Service 
Plattformen:        PC, PlayStation 4, Xbox One
Preis:              ca. 69,99 Euro
Offizielle Website: https://tomclancy-thedivision.ubisoft.com/game/de-de/the-division-2/story

Worum geht’s?

2016 veröffentlichte Ubisoft mit The Division einen soliden Loot-Shooter mit Ecken und Kanten. Das Spiel avancierte nicht zum ganz großen Hit, gewann aber mit der Zeit zunehmend an Beliebtheit. Dieses Phänomen könnte fast schon als Ubisoft-Phänomen bezeichnet werden, ging es doch einigen Spielen des Entwicklers ähnlich. Hättet ihr Spieler zum Release von The Division nach ihrer Meinung gefragt, hätte wohl so mancher die Schultern gezuckt und es abgeschrieben. Am Ende wurde dann doch noch eine größere Nummer draus. Dies gipfelte in hohe Erwartungen an Tom Clancy’s The Division 2. Ob das Spiel diese erfüllen kann, kläre ich in diesem Tom Clancy’s The Division 2 Review.

In The Division 2 werdet ihr zu einem Agenten oder einer Agentin und zu Spielbeginn nach Wahsington D.C. gerufen. Dort herrschen chaotische Zustände, derer ihr Euch annehmen sollt. Euer Ziel ist es, Ordnung in das Chaos vor Ort zu bringen. Dafür helft ihr unter anderem lokalen Gruppen. Das Spiel bleibt auf den ersten Blick wage, wenn es um die Hintergründe der Story geht. Wenn ihr mehr erfahren möchtet, solltet ihr nach Memos und holografischen Aufzeichnungen Ausschau halten. Dort gibt es mehr Details zum Ausbruch und Verlauf der Seuche. Manche dieser Aufzeichnungen liefern relativ wichtige Informationen, andere sind eher banaler Natur. Sie ermöglichen einen kurzen Blick auf Momentaufnahmen, die längst vergangen sind.

Die Nebenmissionen sind ebenfalls nicht uninteressant, wenn ihr gern mehr über die Spielwelt und ihre Bewohner wissen möchtet. Sie ergänzen die Hauptmissionen, die sich rund um die Stabilisierung der Stadt dreht. Dabei dient das Weiße Haus als Operationszentrale. Die umliegenden Siedlungen erinnern an Bastionen gegen die brutale Welt. Während diese stimmig ist und überzeugt, enttäuscht der Protagonist zuweilen. Euer Charakter ist namenslos und sprachlos. Es wirkt ein wenig schräg, wenn Euch eine Mutter von ihrer entführten Tochter erzählt und der Protagonist dieses Familiendrama wortlos aufnimmt und einfach geht. Sicher, so ein Agent oder eine Agentin in einem Endzeitszenario sollte taff sein. In diesem Fall ist taff aber ein wenig zu ausgeprägt. Dadurch fällt es schwer, eine Beziehung zum Protagonisten aufzubauen. Zu viel Eisblock, zu wenig Menschlichkeit.

Reizvolle Spielwelt

Der völlig gefühlskalte Protagonist hat zwar potenzial abzuturnen. Der Spielwelt ist aber zu verdanken, dass das Manko Protagonist großzügig ignoriert werden kann. Die ist zwar auf den ersten Blick nicht übermäßig groß, aber dafür umso durchdachter. Es gibt viele Verstecke, die mit Beute locken. Erkundbare Orte warten auf Euren Besuch und es lohnt sich, auch Mal einen Blick in unscheinbare Ecken zu werfen. Auch optisch ist die Spielwelt sehr stimmungsvoll und sie lädt zur Erkundung ein.

Alle Aktionen im Spiel belohnen Euch mit Erfahrungspunkten. Dadurch entsteht das Gefühl, für das spielen von The Division 2 belohnt zu werden und nicht für bestimmte Aktionen. Missionen geben dennoch zusätzliche Belohnungen. Wobei sie sich darauf konzentrieren kleine Geschichten zu erzählen und Euren Fortschritt zu protokollieren. So werdet ihr viele bekannte und unbekannte Orte besuchen und lernt die einstige Hauptstadt der USA kennen.

Es gibt eine Reihe verschiedener Events, die von der Vielfalt her okay sind. Zum Beispiel Kontrollpunkte, Frachtabwürfe und Eskorten. Während die Vielfalt einen nicht vom Hocker haut, tut es dafür die Einbindung der Ereignisse in die Welt. Die Events erwecken das Gefühl einer lebendigen Welt, in der die Fraktionen umeinander ringen. Eine feindliche Patrouille, die ihr umgeht, könnte einen Straßenzug weiter auf einen verbündeten Konvoi treffen und die Nachschubwege eines Kontrollpunkts unterbrechen.

Die Missionsdauer ist meistens überschaubar, womit das Spiel auch für Gelegenheitsspieler interessant ist. Die Aufträge spielen sich schnell, besonders dann, wenn man nicht alleine unterwegs ist. Flüssiges Durchspielen der Geschichte ist hingegen nicht möglich, da die Missionen mit Levelanforderungen verbunden sind. Dadurch müsst ihr gelegentlich erst aufsteigen, um gewünschte Aktivitäten zu schaffen. Einmalige Nebenmissionen helfen, diese Lücken zu überbrücken. Neugierige Forscher, die die Welt erkunden, werden das Problem gar nicht erst haben.

Euer Charakter enttäuscht zwar in Sachen Emotionen, lässt sich aber optisch an Eure Vorstellungen anpassen. Gesicht, Aussehen und natürlich Eure Ausrüstung lassen sich verändern. Aussehen ist freilich nicht alles, weshalb Eurem Charakter ein Skillsystem über verschiedene Bereiche zur Verfügung steht. Dieses bietet eine Reihe von aktiven und passiven Vorteilen und auch besondere Fähigkeiten. Die späteren Spezialisierungen unterscheiden sich zwar im Spielstil, sind allerdings ausgewogen und nicht übertrieben stark und sollen Eueren Spielstil ergänzen.

Das Ausrüstungssystem ist umfangreich und bietet Seltenheitsstufen, wie ihr es vielleicht auch aus MMOs gewohnt seid. Sets gibt es ebenfalls, die Kombinationen ermöglichen und natürlich noch besondere Boni. Division 2 hat einen klaren Fokus als Loot Shooter, was vor allem im Endgame interessant und wichtig ist. Das Spiel bietet eine hohe Vielzahl an Modifikationen – auch für Skills. Dadurch lässt sich das Spiel an Euren Spielstil anpassen. Im späteren Spielverlauf gewinnt dann auch das zunächst vernachlässigbare Craftingsystem an Wert. Damit könnt ihr gezielt auf spezielle Ausrüstung hinarbeiten und vorhandene ergänzen. Für das Crafting sind Blaupausen nötig, die ihr im Spielverlauf freischaltet. Diese skalieren praktischerweise mit.

Spielspaß jenseits von Level 30

In The Division 2 erreicht ihr mit Level 30 die maximale Stufe. Bei vielen Spielen geht der Spielspaß kurz nach Erreichend er maximalen Stufe flöten. Zuletzt hatte Anthem das Problem, kein Endgame bereithalten zu können. In The Division 2 gibt es dieses Problem nicht. Im Gegenteil. Die Welt wird erst dann noch dynamischer. Kontrollpunkte können verloren werden und Eskorten gewinnen an Relevanz. Inhalte, die ihr zuvor möglicherweise nicht weiter beachtet haben, gewinnen plötzlich an Bedeutung. Die Eskorten sichern die Versorgung von Kontrollpunkten und sind ein relevantes Zahnrädchen bei der Verteidigung. Habt ihr die im Griff, wird die entsprechende Zone sicherer. Sichert ihr selbst den Nachschub der Kontrollpunkte, müssen keine Einheiten mehr umherziehen und Nahrung oder Wasser suchen. Somit können sich die Kämpfer auf die Sicherung der Umgebung konzentrieren, wovon auch ihr profitiert, durch weniger Gegner und ruhigere Straßen.

Im Endgame gewinnt das ohnehin wichtige taktische Teamplay noch einmal an Bedeutung. Das taktische Spiel erweist sich schon in den ersten Spielstunden als befriedigend. Daher möchte ich Euch an dieser Stelle nahelegen, das Spiel mit Freunden oder einem Clan zu spielen. Ihr könnt zwar auch alleine durch die Welt ziehen, allerdings bleibt Euch dann ein gutes Stück des Spielspaßes verwehrt. Besonders Gelegenheitsspieler können sich dann schnell in schwierigen Situationen wiederfinden, hier ist noch Feinarbeit bei der Balance notwendig.

Mit dem Erreichen von Stufe 30 rückt das Endgame in den Fokus und der Schwierigkeitsgrad steigt noch einmal an. Dazu kommt eine neue Fraktion. Hauptmissionen sind ebenfalls noch Mal spielbar – nun aber mit geringerer Varianz. Im Endgame liegt der Fokus auf der Optimierung Eurer Ausrüstung, ähnlich wie bei klassischen MMOs und anderen Lootspielen. All die Werte und Boni die ihr vorher ignoriert habt, rücken nun in den Vordergrund. Extra Schaden durch Kopfschusstreffer, erhöhter Schaden nach einem Abschuss, extra Rüstung etc.

Damit Euch nicht die Puste ausgeht, sollen regelmäßige Contentupdates bei Laune halten. Hier scheint das Tempo zu stimmen. Besondere Herausforderungen bieten Raids, die für acht Spieler ausgelegt sind und sich an hohe Stufen richten. Eine weitere besondere Herausforderung stellen die Kopfgelder dar. Die Welt hält außerdem besonders starke Gegner bereit, an denen ihr Eure Fähigkeiten messen könnt. Ironischerweise skalieren diese in Gruppen so weit hoch, dass sie allein oder zu zweit einfacher sind.

Die Dark Zones sind ebenfalls einen Besuch wert. Sie sind eine gute Herausforderung für Gruppen und punkten sowohl mit Koop als auch kompetitiven Gameplay. Wer auf der Suche nach brauchbaren Loot ist und eine taffe Gruppe aufweisen kann, ist hier richtig aufgehoben. Das Abtrünnigen-System steigert die Spannung. Denn ihr könnt jederzeit auch auf Spieler treffen, die Euch feindlich gesinnt sind. Das Spiel bietet aktuell drei Dark Zones. In diesen erwartet Euch neben normaler Beute auch sogenannte kontaminierte Beute, die ihr zunächst extrahieren müsst. Damit ihr nicht zu stark im Nachteil seid, wird die Ausrüstung aller Spieler auf das gleiche Niveau normalisiert. Spieler mit optimierter Ausrüstung, werden sich dennoch im Vorteil sehen. So sind die Dark Zones vor allem für fortgeschrittene Spieler eine spannender Alternative.

Waffengefühl, Season Pass und Co.

Im Spielverlauf dreht sich viel um Loot, von dem ihr reichlich einfach im Vorbeigehen aufsammeln könnt. Teilweise habt ihr die Möglichkeit, diesen mit NPCs zu teilen, von denen sich einige dankbar zeigen. So gibt es eine kleine Gegenleistung, wenn wir den Bewohnern der Welt eins der vielen Fundstücke überreicht.

Ein weiterer Pluspunkt geht an das weitestgehend überzeugende Waffengefühl, wenngleich größere Kaliber noch etwas mehr Wucht vertragen könnten. Das Handling der Waffen ist solide. Gegner stecken Schaden allerdings bisweilen zu leicht weg. Einige Waffen sind je nach Kombination der Werte zudem etwas zu schwammig in ihrer Handhabung und im Schussverhalten. Insgesamt richtet sich das Waffengefühl aber an Shootern aus und wirkt befriedigend.

Ebenfalls positiv ist der Umgang mit Season Pass und Mikrotransaktionen. Letztere sind auf kosmetische Gegenstände beschränkt. Einige dieser Kleidungsstücke könnt ihr sogar in der Spielwelt finden. Der Season Pass bietet eine Woche Vorabzugang zu neuen Inhalten. Dazu gesellen sich einige Missionen und Boni. Wichtiger Content verbirgt sich nicht hinter der Paywall Season Pass. Durch die Beschränkung auf zeitexklusive Inhalte wird die Community von The Division 2 nicht unnötig gespalten. Nach Ablauf der Woche sind neue Inhalte auch für alle anderen Spieler verfügbar. Ein faires Konzept.

Ein Blick auf die Technik von The Division 2

The Division 2 nutzt die Snowdrop Engine von Ubisoft. Wir haben das Spiel auf PC und Xbox One X gespielt. Auf beiden Plattformen sieht es hübsch aus. Sowohl PC als auch Xbox One X bieten 4K Auflösung. Die PC-Version sieht optisch mit einem ausreichend starken PC noch einmal ein Stück besser aus. Darüber hinaus bietet diese viele Anpassungsmöglichkeiten, mit denen das Spiel optimal an den eigenen PC angepasst werden kann. Leider kommt es dennoch gelegentlich zu Performanceproblemen, die sich in Rucklern äußern.

Die Spielwelt von The Division 2 überzeugt mit vielen Details, die sie lebendig und authentisch wirken lassen. Es entsteht eine düstere Endzeitstimmung. Das gelungene Artdesign ist Grundlage einer grandiosen Kulisse. Wenn ihr Euch auf die Welt einlasst und Zeit für sie nehmt, werdet ihr viele interessante Orte entdecken und erkunden können. Haltet ihr gerne Erinnerungen fest, steht Euch dafür ein Fotomodus zur Verfügung. Was wir hingegen vermisst haben, ist ein Markierungssystem, mit dem interessante Orte nach Belieben gekennzeichnet werden können.

Weniger überzeugend ist manchmal die Innenausstattung von Gebäuden. Die ist oft zu generisch. Besonders sticht dieses fehlende Detail bei Tunneln im Untergrund und Bürogebäuden ins Auge. Insgesamt wirkt die Welt aber lebendig. Nicht zuletzt dank zahlreicher Tiere, regelmäßig stattfindenden Events und NPCs, die durch die Stadt patrouillieren. Wenn ihr dann vor einem Krankenbett steht, auf dem ein Kuscheltier liegt und hinter dem Bilder eines kleinen Mädchens aufgestellt sind, ist das schaurige Gefühl fast schon garantiert.

Die Soundkulisse von The Divison 2 punktet in allen Bereichen. Auch die Vertonung ist gelungen. Der Soundtrack ist dynamisch, hält sich beim Erkunden angenehm im Hintergrund. Im Kampf ist er manchmal ein wenig zu hastig. Er unterstreicht das Spielgeschehen, ohne sich störend in den Vordergrund zu drängen. Die Soundkulisse besticht mit Details, wie dem Klang von Waffen. Nehmt Euch einmal die Zeit und bleibt einfach staunend in der grandiosen Welt stehen. Hunde laufen an Euch vorbei, der Hund weht alte Zeitungsblätter durch die Straßen. Am Himmel kreist ein Geier und aus der Ferne vernehmt ihr Schüsse, die nach Eurer Aufmerksamkeit rufen.

Hervorheben möchten wir auch die grandiosen Licht- und Schatteneffekte des Spiels. Diese überzeugen vor allem in Kombination mit dem Wetter im Spiel. Bei Nacht und Regen wirkt die Spielwelt besonders bedrohlich. Leider steht Euch keine Taschenlampe zur Verfügung. Manchmal haben wir eine solche schmerzlich vermisst.

Nicht ohne meine Freunde

The Division 2 kann allein gespielt werden, was seit einigen Updates sogar oft besser funktioniert, da die Skalierung verbessert wurde. Entwickelt wurde das Spiel jedoch mit Blick auf Koop. Alle Inhalte im Spiel sind im Koop spielbar und auch auf diesen ausgelegt. Bis zu drei Mitspieler können an Eurer Seite sein. Die Inhalte des Spiels skalieren im Level und Schwierigkeitsgrad. Spieler mit niedrigem Level werden nach oben skaliert. Die Skalierung ist mit den letzten Updates spürbar besser geworden. Hier und dort ist nach oben dennoch etwas Luft. Vor allem für Solospieler ergeben sich momentan noch frustrierende Situationen zu Beginn des Spiels. Das Gruppenspiel ist zugänglich. Das i-Tüpfelchen wäre unserer Meinung nach, wenn wir auch in der offenen Welt Spielern begegnen würden. Die passiert nur in den sogenannten Safehouses. Außerhalb seht ihr nur Spieler, wenn ihr mit ihnen in einer Gruppe seid.

Die KI-Gegner treffen selbst mit einer Pumpgun aus großer Entfernung. Kugeln finden ihr Ziel dank Algorithmus bisweilen von selbst. Dazu kommt das gelegentlich chaotische und planlos wirkende Verhalten der KI. In anderen Bereichen kann diese überzeugen. Die Gegner flankieren Euch in The Division 2 gerne, was einen gewissen spielerischen Anspruch mit sich bringt. Habt ihr dieses Verhalten erst einmal verinnerlicht, gewinnen die taktischen Aspekte in der Gruppe an Bedeutung.

In manchen Situationen macht sich das nicht immer zu 100 Prozent funktionierende Deckungssystem bemerkbar. Einige Gegenstände taugen nichts als Deckung – obwohl sie dies augenscheinlich sollten. Darüber hinaus fällt Eurem Protagonisten die Bewegung um Ecken manchmal etwas schwer. Hastige oder schwierige Spielsituationen enden so schnell tödlich.

Ebenfalls noch verbesserungsfähig sind die Spawnpunkte der Gegner. Die sind manchmal sehr frustrierend gesetzt, sodass Gegner plötzlich vor Euch auftauchen. Teilweise spawnen Gegner auch zu schnell wieder nach, was unnötigerweise zu Frust führt. Manche Events haben feste Spawnpunkte, die unter Umstände in Eurem Rücken liegen können.

Mein Fazit:

Tom Clancy’s The Division 2 ist der große Wurf, auf den die Loot-Shooter-Gemeinde seit Jahren gewartet hat. Keine zweifelhaften Geschäftspraktiken, Aussicht auf reichlich Endgame und die Hoffnung auf eine wachsende Community. Die Entwickler haben ohne Zweifel einen guten Taktik-Shooter geschaffen und eines der besten Coop-Erlebnisse der vergangenen Jahre. Die konsequente Weiterentwicklung des Vorgängers positioniert den Titel jetzt schon zu einem der Top Spiele 2019. Das können wir zweifelsfrei behaupten, obwohl das Jahr erst angefangen hat. Die technische Grundlage überzeugt nicht nur mit guten Waffen und Deckungsspiel, sondern auch mit einer durchdachten und lebendigen Spielwelt.

Der Untergang der Zivilisation sah selten so gut aus und es ist fast schon makaber, dass er so viel Freude bereitet. In Tom Clancy’s The Division 2 bewegt ihr Euch durch eine große, offene Welt. Jede Ecke lädt zum erkunden ein und so manche Gasse hält ein Stück Geschichte bereit. Es sind Geschichten über Habgier, Eitelkeit und menschliche Abgründe. Nun, da die Welt sich am Abgrund befindet, ist es an den Überlebenden, Courage und Stärke zu zeigen. Schade, dass der Hauptcharakter sich hier nicht mit Worten positioniert. Dabei hat man doch so viele, gute Synchronsprecher zum Einsatz gebracht. Passend zu den tollen Tonkulissen und dem stimmigen Soundtrack.

Hardcorespielern mag der bisherige Endcontent zu wenig erscheinen, obwohl er bereits jetzt ziemlich umfangreich ausfällt. Tom Clancy’s The Division 2 ist ein Spiel, dass mit Weitsicht entwickelt wurde und als „game as a service“-Titel tatsächlich mal ein Service für die Spieler werden kann. So gewinnen alle, Entwickler, Publisher und Spieler. Es ist nicht perfekt, das braucht es aber nicht sein. Besonders mit Freunden ist es einfach ein klasse Titel, der viel Spaß bereithält und Dutzende, wenn nicht sogar Hunderte Stunden unterhalten kann.

Bilderquelle: Eigene Screenshots aus Tom Clancy’s The Division 2

Offenlegung: Für dieses Review hat Ubisoft die PC-Version des Spiels kostenlos zur Verfügung gestellt.

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Linat Power
Linat Power

Schönes Review. Was im Text fehlt sind die „kleinen“ Geheimnisse in dem Spiel, was die Community zum rätseln bewegt wie z.B. die Huntermasken oder Hydden Hotels.