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AOC AG273QCG Review

Der AOC AG273QCG Test stellt den ersten Hardwaretest auf totallygamergirl.com dar. Wir hatten den Gamingmonitor über mehrere Wochen im Haus und haben ihn auf Herz und Nieren geprüft. Wir sind keine spezialisierte Hardwareplattform, was bedeutet, dass unsere Testverfahren technischen Begrenzungen unterliegen. Genaue Messverfahren können wir euch nicht anbieten, dafür jedoch unsere Expertise und Erfahrung in der Nutzung von Hardware. Wir haben einiges über den Monitor herausgefunden und beleuchten für euch in diesem Test die subjektiven Schwächen und Stärken des AG273QCG.

Inhaltsverzeichnis

  1. Übersicht
  2. Lieferumfang
  3. Aufbau & Optik
  4. Ton
  5. Bild
  6. Fazit

Übersicht

Der AOC AG273QCG fand im Winter 2018 seinen Weg auf den Markt und stellt laut Hersteller das Flaggschiff der Gamingmonitore bei AOC dar. Der 27“ große Monitor hat eine Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln im klassischen 16:9 Format und kommt leicht gebogen daher. Das Gerät deckt laut Hersteller 100% des sRGB Farbraums und 90% des DCI-P3 Farbraums ab. Das TN-Panel schafft eine maximale Bildwiederholrate von 165 Hz mit NVIDIA G-Sync Unterstützung und einer Reaktionszeit von 1 Millisekunde (ms). Mit 400 Candela pro Quadratmeter (cd/m³) bietet es eine maximale Helligkeit. Für die Konnektivität steht 1x HDMI 1.4 und 1x Displayport 1.2 zur Verfügung, darüber hinaus verfügt der Monitor über einen USB-Hub mit 4 USB 3.0 Anschlüssen und einem Kopfhörerausgang.

Die vollständigen Informationen über den Monitor findet ihr auf der Herstellerseite von AOC.

Lieferumfang

Im Lieferumfang des AOC AG273QCG sind alle Kabel enthalten, die ihr für den Anschluss des Monitors benötigt. 1x HDMI, 1x Displayport, 1x Strom, 1x USB. Es sind keine zusätzlichen Käufe notwendig, um den Monitor in Betrieb zu nehmen. Mit zum Lieferumfang gehören außerdem ein Handbuch und eine CD-ROM mit Treibern und Farbprofil, vier Distanzschrauben und zwei Kabelklemmen.

Aufbau & Optik

Vor der Nutzung muss der AOC AG273QCG zusammengebaut werden. Der Monitorarm wird mittels Flügelschraube schnell und einfach mit dem Standfuß verbunden. Anschließend wird der Bildschirm in die Halterung einfach eingeklinkt. Wer lieber eine andere Halterung verwendet, kann diese mittels den beiliegenden Distanzschrauben befestigen. Die Kompatibilität gewährleistet hier das VESA 75 x 75 System. Zur Bewegung und Transport des Monitors steht ein stabiler Tragearm mit roten Akzenten zur Verfügung.

Der schmale Monitorrahmen besteht wie auch das restliche Gehäuse aus schwarzem Kunststoff, am Monitorfuß kommt metallic rot lackierter Kunststoff als Ummantelung des stabilen Eisenfußes zum Einsatz. Der gesamte Monitor wirkt hochwertig verarbeitet. Ebenso besteht das Display aus Kunststoff, weist jedoch eine überaus glatte und wertige Oberfläche auf. Während unseres Testzeitraums hat sich das Display als überaus schmutzabweisend und leicht zu reinigend herausgestellt.

Logos sind auf der Rückseite des AG273QCG und mittig auf der Vorderseite unterhalb des Displays platziert. An den Seiten des Monitors finden sich als Gimmick noch Kopfhörerhaken. Die Anschlüsse sind in zwei Aussparungen auf der Unterseite der Rückwand, die Kabel laufen senkrecht nach unten raus, eine Kabelführung ist nicht vorgesehen – was nicht weiter dramatisch ist.

Der Monitor bietet kein drehbares Display (Pivot-Funktion), jedoch eine Höhenverstellung um 110 mm. Zu weiteren Ergonomie kann der Monitor -5 Grad nach hinten, +23 Grad nach vorne sowie bis zu 30° zur Seite geneigt werden.

Bedienung

Die Bedienung des On-Screen-Displays (OSD) erfolgt über einen kleinen Stick auf der Unterseite des Monitors. Dieser rot beleuchtete Stick schaltet bei zweisekündiger Betätigung auch das Gerät ein und aus. Bei kurzer Betätigung wird das OSD aufgerufen. Dieses untergliedert sich in acht Menüpunkte, wobei für die unteren beiden Menüpunkte ein Scrollen nach unten notwendig ist. Ursache dafür ist die etwas verschwenderische Darstellung der Menüpunkte, etwas kleinere Symbole hätten den Umstand vermieden.

Im OSD finden sich eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten, unter anderem ist es möglich einen Bildzähler (FPS-Zähler) und ein Fadenkreuz in der Bildschirmmitte zu aktivieren. Neben drei vorkonfigurierten Einstellungen gibt es außerdem die Möglichkeit eigene Presets abzuspeichern. Da die vorhandenen Presets auf das Gaming abzielen, kann es beispielsweise sinnvoll sein ein Preset für den Desktop oder Filmbetrieb abzuspeichern.

Unter den G-Sync-Einstellungen findet sich ein zentraler Punkt der Monitorkonfiguration, hier lässt sich nämlich die Übertaktung aktivieren um das Display mit 165 statt 144 Hz betreiben zu können.

Unter „Light FX“ ist es auch möglich, den rückseitigen LED-Leuchtkreis zu steuern und so das Licht passend an die eigenen Vorlieben anzupassen – oder auch einfach auszuschalten. Leider lässt sich nicht die Beleuchtung des Sticks unterhalb des Monitors deaktivieren, sodass ihr hier immer ein rotes Leuchten habt. Darüber hinaus war im OSD des Monitors keine Einstellung für die Bildschirmschärfe zu finden.

AOC AG273QCG OSD
AOC AG273QCG OSD

Ton

Im AOC AG273QCG sind zwei Lautsprecher mit jeweils 2 Watt verbaut. Zwar verfügt der Monitor über DTS-Sound, davon ist allerdings nichts zu hören. Außerdem fehlt jeglicher Bass, weswegen bereits einfache Lautsprecher eine deutlich überlegenere Lösung darstellen.

Bild

Mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln sind ca. 77% mehr Pixel als Full HD (1920 x 1080 Pixel) vorhanden. Damit positioniert sich das Gerät über der Standardauflösung und bietet mit rund 108 Pixels Per Inch (PPI) eine angenehme Pixeldichte, die über der herkömmlichen PPI von 91 bei Full HD auf 24“ Monitoren liegt. Dadurch wirkt das Bild schärfer als bei einem Standardmonitor.

Obwohl es sich bei dem AOC AG273QCG um einen Monitor mit TN-Panel handelt, überrascht das Display mit angenehm knackigen Farben. Dieser Eindruck zeigt sich zwar nicht in allen Anwendung-Szenarien, doch besonders in Spielen zeigen sich die Farben knackig. Wer einen älteren Monitor mit TN-Panel in Betrieb hat, wird hier einen deutlichen wenn auch keinen übermäßigen Fortschritt der Technologie bemerken.

Wer den Monitor im Office-Betrieb verwendet wird jedoch schneller an die Grenzen der Technik geraten. Eine Änderung der Sitzposition kann aufgrund der Blickwinkeleinschränkungen von TN-Panelen leicht zu einer Veränderung der Farbdarstellung führen. Ein gelblicher Schleier im Bild tritt dann häufiger mal auf. Bauartbedingt tritt dieser Effekt bei einem gebogenen Panel zwar bei frontaler Betrachtung erst bei größerer Winkelveränderung auf, Zuschauer die versetzt zum Monitor sitzen, werden den Gelbstich dafür aber umso deutlicher bemerken. Sitzt ihr zu zweit vor dem Bildschirm, macht sich dies für die zweite Person deutlich bemerkbar.

In einem dunklen Raum erscheint das Bild des Monitors fast vollständig schwarz, bei längerer Belichtung werden zwar die Lichtspots am Rand deutlich, diese fallen im Alltagsbetrieb jedoch nicht auf. Der Bildschirm weist eine angenehm gleichmäßige Ausleuchtung auf. Für ein TN-Panel ist die Ausleuchtung geradezu vorbildlich. Dennoch zeigt sich der Monitor besonders bei der Wiedergabe von Filmmaterial deutliche Schwächen. Schwarz- und Weißtöne wirken teilweise ausgewaschen, Kontrastunterschiede in dunklen Bereichen kommen nicht ausreichend zur Geltung. Bildbearbeitung ist aufgrund des TN-Panels nur sehr eingeschränkt möglich, dafür ist der Monitor jedoch auch nicht konzipiert.

Mit einer maximalen Bildwiederholrate von 165 Hz und der Unterstützung von NVIDIA G-Sync bietet der AOC AG273QCG ein angenehm weiches Bild. Das setzt allerdings die entsprechende Hardware voraus. In Kombination der hohen Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln richtet sich der Monitor an Spieler mit Highend-Hardware. Die hohe Bildrate erfordert nicht nur eine starke Grafikkarte (GPU) sondern auch einen starken Prozessor (CPU) um die Bildrate zu halten.

G-Sync beseitigt unter anderem Stottern und Bewegungsunschärfe aus dem Bild. Durch die hohe Bildwiederholungsfrequenz profitieren vor allem Spiele, die eine kurze Reaktionszeit erfordern, insbesondere Ego-Shooter. In unserem Test haben wir mit Battlefield 4 und 5 ein absolut butterweiches Bild erhalten. Dieses ermöglicht reaktionsfreudigeres spielen und entspannt außerdem die Augen, da diese von den Begrenzungen eines herkömmlichen 60 Hz Monitors befreit werden. Aber auch im Office-Betrieb profitiert die Arbeit von einer hohen Bildwiederholrate. Das Scrollen durch lange Textpassagen erweist sich als wesentlich angenehmer für das Auge.

AOC AG273QCG Produktbild

Neben Shootern profitieren natürlich auch andere Spiele von der hohen Bildwiederholungsfrequenz. Der Arcade Racer Forza Horizon 4 macht besonders mit einem Lenkrad viel Spaß. Die leichten Verzögerungen, die man bei 60 Hz bemerkt, gehören dank den 165 Hz der Vergangenheit an. Hochgeschwindigkeitsrennen werden damit zur richtigen Freude. Der Rausch der Geschwindigkeit wirkt natürlich umso stärker, das gleiche Bild zeichnet sich auch bei Forza Motorsport 7 ab. Als weiterer Kandidat stand Guild Wars 2 auf der Testbank. Das MMORPG von ArenaNet flimmert bei uns immer mal wieder über die Bildschirme. Der Titel kämpft besonders bei großen Spielermengen mit niedrigeren Bildraten, diese kann G-Sync zwar nicht ausgleichen aber spürbar abfedern.

Die Adaptive-Synchronisation-Technologie – in dem Fall G-Sync – greift jedoch bereits deutlich unter der maximalen Bildwiederholungsfrequenz von 165 Hz. Auch wenn eure Bildrate nicht konstant ist, werden nervige Bildfehler reduziert oder ganz vermieden. Lästiges Tearing – vertikale Balken im Bild – gehört dank G-Sync der Vergangenheit an. Dies wird durch die Overdrive-Technologie ermöglicht, die den Bildwechsel bzw. Aufbau beschleunigt. Ein Problem dieser Technologie sind Darstellungsfehler wie Ghosting – Nachziehen der Bilder. Der AOC AG273QCG hat diese Probleme jedoch hervorragend im Griff, wodurch problemlos die mittlere Overdrive-Einstellung verwendet werden kann. Besonders niedrigere Frameraten profitieren noch einmal davon und sorgen für ein angenehmeres Bewegtbild.

Bildeinstellungen

Da wir keine Möglichkeit der Hardwarekalibrierung zur Verfügung haben, wurde der AOC AG273QCG anhand subjektiver Eindrücke eingestellt. Herausgekommen sind folgende Einstellungen:

Rot: 45
Grün: 45
Blau: 50
Helligkeit: 38
Kontrast: 50

Diese Einstellungen beseitigen den leichten Gelbschleier, den der Monitor bei minimaler Neigung aufweist, ohne die Farben zu verfälschen.

Fazit

Der AOC AG273QCG sieht nicht nur schick aus, sondern liefert auch eine schicke Leistung ab. Der 165 Hz G-Sync Monitor liefert dank dem reaktionsfreudigen TN-Panel ein blitzschnelles Bild, von dem vor allem Egoshooter profitieren. Selbst Gelegenheitsspieler dürften den Sprung von 60 zu 165 Hz deutlich spüren. Abgerundet wird das Paket durch die Adaptive-Sync-Technik, die bereits bei Bildwiederholungsraten unter 165 Hz deutlich spürbare Vorteile vermittelt. Schwächen zeigt der Monitor bei kontrastreichem Bild. Besonders Videoinhalte vermitteln auf dem AOC AG273QCG keine Freude. Wer sich jedoch auf das Zocken beschränkt und den Monitor nur gelegentlich für andere Zwecke verwendet, kann mit dem Gerät viel Spaß haben. Mit einem derzeitigen Preis von rund 670 Euro auf amazon.de richtet sich der Monitor preislich an die besser betuchten Spieler. Ohne entsprechend leistungsfähige Hardware ist er jedoch ohnehin nur eingeschränkt zu empfehlen. Wer eine NVIDIA RTX 2070 oder höher sein Eigen nennt dem Stehen mit dem AG273QCG endlose Runden Spaß bevor.

Offenlegung: Für dieses Review wurde der Monitor von united communications kostenlos zur Verfügung gestellt.

Bilderquelle(n): AG273QCG Handbuch, Pressematerial, eigene Aufnahmen

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