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Gears Tactics Review

Der Name ist Programm

Die Klassen unterscheiden sich nicht nur deutlich in ihrer Spielweise, sondern machen euch je nach Auswahl für die Mission auch das Leben schwerer oder leichter. Zusätzlich zu den Fähigkeiten könnt ihr verschiedene Mods für Waffen nutzen. Manche unterbrechen heranstürmende Gegner, andere erhöhen die Chance auf kritische Treffer. Dazu gibt vielfältige Optionen, das Aussehen euer Gears per Rüstungen, Farben und Texturen anzupassen. Übrigens völlig frei von Mikrotransaktionen. Auf alle Mechaniken einzugehen wäre zu viel des Guten. Doch an dieser Stelle sei gesagt, das System und das Balancing funktionieren gut und mehr als zufriedenstellend. Einzig im späteren Spielverlauf erscheinen manche Fertigkeitenkombinationen ein wenig zu übermächtig.

Etwas Feintuning benötigt auch noch der Schwierigkeitsgrad mancher Missionen. Bei unserem Spieldurchlauf im Schwierigkeitsgrad „Mittel“ gab es vereinzelte Einsätze, welche im deutlich schwierigerer ausfallen. Das traf auch auf einen Bosskampf zu, der erst einmal viele Versuche benötigt hat, um die richtige Taktik zu finden. Hier kann jedoch ein alternatives Team der Schlüssel zur Lösung des Problems sein.

Auf hohem Schwierigkeitsgrad kommt der Auswahl der Klassen und Spezialisierung eine besondere Bedeutung zu. Damit ihr stets genug Auswahl an spezialisierten Gears habt, schaltet ihr im Verlauf der Geschichte immer neue Plätze in eurer Kaserne frei. Wird euch das Spiel zu leicht oder zu schwer, könnt ihr jederzeit im Menü zwischen den Missionen den Schwierigkeitsgrad anpassen. Im Zweifelsfall erlaubt ein großzügiges Checkpoint-System ein frustfreies Neustarten von Missionsabschnitten. Wer Nerven aus Stahl hat, kann zusätzlich zu den vier Schwierigkeitsgraden Anfänger, Mittel, Erfahren und Wahnsinnig noch den Ironman-Modus aktivieren. Hier ist ein Neustart von Missionen ausgeschlossen und jeder tote Gear bleibt tot – viel Spaß. Wer seine Gears bis zu den Credits durchballert, darf sich danach am Veteranmodus erfreuen. Generierte Missionen ermöglichen es hier euer Team weiter zu verbessern und euch an höheren Schwierigkeitsgraden bei der Ausrüstungsjagd zu versuchen. Einen Mehrspieler besitzt Gears Tactics nicht.

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Technisch saubere Umsetzung

Obgleich das Kartendesign sich an mancher Stelle wiederholt und überwiegend einem Baukasten-System zu entspringen scheint, ermöglicht gerade dieser Faktor, bekannte Elemente in dem taktischen Vorgehen zu berücksichtigen. Wo die Gegner auftauchen, ist übrigens nicht in Stein gemeißelt und hängt davon ab, wie ihr euch über die Karte bewegt. Das Spielt neigt dazu eure Strategie auf diese Weise zu durchqueren. Die Umgebungen selbst hätten zwar etwas vielfältiger sein können, doch monoton wird der Titel dank hochwertiger Optik und taktischer Abwechslung zu keinem Zeitpunkt.

Die Unreal Engine 4 zaubert euch in Gears Tatics ein hübsches Bild auf den Monitor, dass sich ressourcenschonend und auf hohem Niveau zeigt. Eine GTX 1070 liefert mit Ultra-Einstellungen auf 1440p (WQHD) ein Erlebnis mit 60 fps. In den rund 30 Spielstunden der Einzelspieler-Kampagne kam es zu keinem einzigen Absturz. Dank der guten Optimierung, dürften auch Nutzer schwächerer Systeme Spaß am Titel haben. Zur Optimierung steht euch ein Benchmark im Spiel zur Verfügung, sodass jeder die passende Einstellung finden kann. Dazu gesellen sich eine ganze Reihe an Grafikeinstellungen samt Vorschau. Wer übrigens lieber mit Controller spielen will, kann auch das tun. Ergänzt wird die Optik von dem orchestralen Soundtrack von Edward Patrick White. Dieser fällt weniger pompös aus als bei manch anderem Ableger der Reihe. Dafür untermalt er mit bekannten und unbekannten Klängen die desolate, verwüstete Welt. Die Akustik bringt dabei die nötige Ruhe mit, welche für ein konzentriertes Spielen notwendig ist und tritt erst in den Zwischensequenzen in den Vordergrund.

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