dirt_5_karriere

DiRT 5 Review

Entwickler:         Codemasters
Publisher:          Koch Media
Genre:              Rennspiel, Arcade-Racer
Plattformen:        PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X|S
Preis:              ca. 69,99 Euro 
Offizielle Website: https://www.dirtgame.com/dirt5

Arcade-Spaß im Dreck

Mit DiRT 5 schickt Codemasters einen neuen Ableger der beliebten Rallye-Reihe auf die Strecke. Rechtzeitig zur Veröffentlichung der neuen Konsolengeneration dürfen sich Rennspielfreunde auf neue Schlammschlachten und rasante Rennaction freuen. Für den neuesten Teil der Reihe versprechen die Entwickler mehr Fahrzeuge, mehr Strecken, Splitscreen und noch viel mehr. Doch wir stellen uns die Frage, macht es auch noch mehr Spaß als der Vorgänger?

Während DiRT 4 noch etwas unter dem Spagat zwischen Arcade-Racer und Rallye-Simulator litt, trennen die Entwickler die beiden Spielvarianten nun vollständig voneinander. Simulationsfans können an dieser Stelle gleich aufhören weiterzulesen, für diese gibt es DiRT: Rally 2.0 was sich klar an Simulations-Puristen richtet. Wer bei Purismus einfach immer wieder im nächsten Baum landet, der ist bei Arcade-Racern genau richtig aufgehoben. Hier setzt DiRT 5 an, oder besser gesagt, neu an. Denn im Gegensatz zum vierten Teil hat sich das ohnehin gute Fahrgefühl noch mal verbessert.

Die Trennung von den Simulations-Wurzeln tut dem Spiel ebenso gut wie einst der Forza Horizon-Reihe. Wobei DiRT 5 ein reines Offroad-Spielerlebnis ist. In der rund hundert Events umfangreichen Kampagne dominieren vor allem die Rennen durch Schlamm, Matsch, Schnee, Eis, Sand und noch viel mehr. DiRT 5 setzt auf Vielfalt und das mit Erfolg. Vielfältige Strecken, Fahrzeuge und Rennbedingungen halten bei Laune. Die Entwickler reizen das Arcade-Setting voll aus. Das Ergebnis ist ein rundes Rennerlebnis welches es so kein zweites Mal gibt.

Rennspiele neigen gerade für Gelegenheitsspieler dazu, nach einer Zeit monoton zu werden. Darunter litt vor allem der letzte Ableger der Forza Motorsport-Reihe. Wieder ein Event auf der gleichen Strecke, wieder fünf Runden hier oder drei Runden dort. Bei DiRT 5 ist von dieser Monotonie nichts zu spüren. Mit vielen unterschiedlichen Locations hat das Auge immer etwas zu sehen. Doch auch spielerisch unterscheidet sich das Erlebnis sehr. Manche Rennen führen durch Gruben, andere durch den Dschungel und manch eines über gefrorene Seen oder Bergpässe.

Es ist aber egal, durch welche Umgebung ihr gerade brettert, das Spiel gibt euch immer das Gefühl, genau an Ort und Stelle zu sein. Schlamm fährt sich wie Schlamm, Eis wie Eis und Sand wie Sand. Es gibt nicht viele Spiele, die das schaffen und DiRT 5 setzt Maßstäbe in der Arcade-Rennwelt. Und weil die unterschiedlichen Umgebungen noch nicht genug sind, reizen die Entwickler diese mit einem dynamischen Wettersystem noch weiter aus. So kommt es nicht selten vor, dass auf einmal ein Sturm aufzieht und euch Sand, Eis oder Wasser um die Ohren prasselt. Natürlich mit entsprechenden Auswirkungen auf das Fahrgefühl.

Apropos Fahrgefühl, die zehn unterschiedlichen Fahrzeugklassen sorgen zusätzlich für Vielfalt. Sie sehen nicht nur unterschiedlich aus, sondern fahren sich auch unterschiedlich. So ist das Rennen mit einem schnellen Ford Fiesta ein anderes als mit einem schweren Renntruck. Spaß machen beide Varianten und obwohl sich die Fahrzeugklassen spürbar unterscheiden, bleiben sie alle gleich zugänglich – Chapeau. Da ist die überschaubare Auswahl innerhalb der Klassen nur halb so schlimm. Eine Fahrzeugauswahl wie ein Forza Horizon hat DiRT 5 mit rund 60 Fahrzeugen nicht und braucht es auch gar nicht – Klasse statt Masse.

Die Masse an Rennevents wird immer mal wieder durch besondere Veranstaltungen wie Gymkhana oder besondere Zeitrennen aufgelockert. Der Umfang hält sich dabei in Grenzen, fällt jedoch alles andere als mager aus. Andere Titel wie Forza Horizon bieten hier zwar mehr, sind jedoch auch völlig anders ausgerichtet. DiRT 5 ist der Titel, den man immer mal wieder für ein Rennen auspackt, egal ob alleine oder mit Freunden. Diese können auch im Splitscreen mitfahren, damit ist der Titel auch ideal für eine Kräftemessen unter Freunden und innerhalb der Familie geeignet.

Wer doch einmal genug von Rennen hat, kann sich auf dem Playground austoben. Dort dürft ihr selbst Events zusammenstellen und eine Reihe von Umgebungen nach eigenen Vorstellungen selbst gestalten. Dabei stellen euch die Entwickler eine ganze Reihe an Möglichkeiten zur Verfügung, wie Driftzonen, Sprungschanzen, Feuerringe oder Plattformen. Kreative werden ihren Spaß haben, sich auszutoben und anschließend mit anderen ihre Kreationen auszutesten. Wenn ihr keine Lust auf eigene Bastelarbeiten habt, könnt ihr stattdessen fahren, was andere Spieler veröffentlicht haben.

Wer das Glück hat, eine Xbox Series X oder PlayStation 5 zu besitzen, bekommt mit DiRT 5 ein verbessertes Rennerlebnis. Während auf der alten Generation von Konsolen der 4K Modus auf 30 FPS begrenzt ist, geht es auf der Series X und der PS5 mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde an den Start – entsprechender Fernseher vorausgesetzt. Wer auf 60 fps begrenzt ist, kann sich in 4K zwischen der Qualität und dem Bildwiederholungsmodus entscheiden. Wobei selbst letzterer meistens ein butterweiches Spielerlebnis bietet.

DiRT 5 glänzt optisch dabei vor allem mit beeindruckenden Wettereffekten. Während die Umgebungen manchmal ein wenig detailarm oder matschig wirken, setzen die Partikel und Lichteffekte besondere Maßstäbe. Der Schlamm und Schnee fliegt einem förmlich ins Gesicht und die Stürme sind in jeder Form spektakulär. Doch auch die Lichteffekte wissen zu beeindrucken, besonders die Polarlichter.

Fazit von Tim:

DiRT 5 bringt Codemaster in den Offroad-Himmel. Der Titel bietet alles, was man von einem Arcade-Racer erwarten kann und noch mehr. Schnelle Wagen, die sich nach Klassen deutlich voneinander unterscheiden, einen fairen Umfang, den Verzicht auf Mikrotransaktionen und Spielmodi zur Auflockerung des gängigen Renngeschehens. Der neu hinzugekommene Splitscreen ist eine willkommene Ergänzung und bietet zusätzlichen Spaß mit Freunden. Wer auf der Suche nach einem Simulator ist, wird hier nicht fündig. Von diesem Korsett haben die Entwickler den Titel endgültig befreit und als reinen Arcaderacer auf die Piste geschickt. Mit Erfolg, denn es gibt wenig, was man DiRT 5 ankreiden kann. Mehr Fahrzeuge und Tuningmöglichkeiten wären zwar ein nice to have, das Fehlen der Funktionen tut dem Spiel jedoch keinen Abbruch. Wer ein, zwei, drei oder gar hundert Runden durch Schlamm, Eis und Sand brettern möchte, ist hier genau richtig aufgehoben. DiRT 5 ist für Offroad-Fans das, was die Forza Horizon-Reihe für Open-World-Racer geworden ist: Ein spaßiges Erlebnis mit dem Potenzial, jeden Tag aufs Neue zu begeistern. Vielleicht nicht mit dem gleichen Umfang, doch mit ebenso viel Unterhaltungspotenzial.

Fazit von Christine:

Seit meiner Jugend schlägt mein Herz für Rennspiele. Dabei haben es mir vor allem Arcaderacer angetan. Ein solcher ist auch DiRT 5. Haben die Entwickler zuletzt noch versucht, auf zwei Hochzeiten zu tanzen, hat man mit dem neuesten Ableger endgültig ein Arcade-Rennspiel geschaffen. Dies mag für Fans der alten Ableger eine herbe Enttäuschung sein, tut der Reihe jedoch gut. Wer es realistischer mag, wird mit den DiRT Rally-Ablegern glücklicher.

DiRT 5 unterhält mich auch Wochen nach Launch dank abwechslungsreichen Rennen und fetzigem Soundtrack noch. Die Strecken bieten zudem einiges für das Auge. Mein persönliches Highlight ist der Splitscreen, der mir und den Kids Freude macht. Da DiRT 5 ein Arcaderacer ist, lässt es sich auch für die Kids gut spielen. Der Einstieg ist leicht, was in Kombi mit dem Splitscreen gemütliche Stunden auf dem Sofa ermöglicht. Seit Forza Horizon 4 hat mich kein Rennspiel so lang bei der Stange halten können. Letzteres ist inzwischen nicht mehr taufrisch. Zwar spiele ich noch jede Woche, im Laufe der Jahre ist die Motivation jedoch etwas eingeschlafen. Horizon 4 spiele ich noch gern mit anderen Spielern. Bin ich allein unterwegs, fällt es mir jedoch deutlich leichter, mich für DiRT 5 zu begeistern. Die beiden Spiele sind natürlich grundverschieden und völlig anders ausgerichtet. DiRT versucht erst gar nicht, wie Forza Horizon zu sein. Muss es auch gar nicht. Beide Spiele unterhalten auf ihre Art. Wer Spaß mit einem Arcade-Racer möchte, kann hier glücklich werden.

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Bildquelle: Codemasters

Offenlegung: Das Spiel wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.

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