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Let’s Sing 2021 mit deutschen Hits Review

Entwickler:         Voxler
Publisher:          Koch Media
Genre:              Musik, Karaoke
Plattformen:        Nintendo Switch, PlayStation 4, Xbox One
Preis:              ca. 39,99 Euro 
Offizielle Website: https://www.ravenscourt.games/games/lets-sing-2021/

Erinnert ihr euch noch zurück an die Zeit, in der Reihen wie SingStar und Lips populär waren? Die Ära der Musikspiele hat für so manchen lustigen Abend gesorgt. Neben Karaoke gab es Dinge wie Guitar Hero, Rock Band und DJ Hero. Als diese Reihen nach und nach still von der Bühne verschwanden, habe ich dies als Musikfan betrauert. Ganz vom Markt sind Musikspiele aber nicht verschwunden. Entwickler Voxler ist mit Let´s Sing und The Voice gleich für zwei Reihen verantwortlich. Das vor einer Weile erschienene Let’s Sing 2021 mit deutschen Hits habe ich mir für ein Review ausführlich angesehen.

Die Playlist vom Spiel umfasst 35 Songs. Der Name verrät bereits, was Programm ist. In Let’s Sing 2021 mit deutschen Hits sind auch einige deutsche und deutschsprachige Chartstürmer wie „Millionen Lichter“ von Christina Stürmer und „Legenden“ von Max Giesinger vertreten. Natürlich ist die Trackliste bei einem solchen Spiel nicht uninteressant, weshalb ich euch nun zunächst einen Blick auf diese werfen lasse.

Let’s Sing 2021 mit deutschen Hits Trackliste

  • Max Giesinger – „Legenden“
  • Josh. – „Cordula Grün“
  • Tim Bendzko – „Hoch“
  • Pietro Lombardi – „Macarena“
  • Wincent Weiss – „Kaum erwarten“
  • Sarah Connor – „Vincent“
  • Frida Gold – „Wovon sollen wir träumen“
  • Lena X Nico Santos – „Better“
  • Christina Stürmer – „Millionen Lichter“
  • Der König der Löwen – „Ich will jetzt gleich König sein“
  • Juli – „Elektrisches Gefühl“
  • Mark Forster – „194 Länder“
  • Justin Bieber – „Yummy“
  • Tones and I – „Dance Monkey“
  • Billie Eilish – „Bad Guy“
  • Selena Gomez – „Lose You to Love Me“
  • Ariana Grande – „Thank U, Next“
  • Dua Lipa – „Don’t Start Now“
  • Jonas Brothers – „Sucker“
  • Maroon 5 – „Memories“
  • Shawn Mendes – „If I Can’t Have You“
  • Lewis Capaldi – „Before You Go“
  • Ava Max – „So Am I“
  • Marshmello ft. Bastille – „Happier“
  • Rita Ora ft. Liam Payne – „For You“
  • Panic! at the Disco – „High Hopes“
  • Sam Smith – „Too Good at Goodbyes“
  • Lizzo – „Good as Hell“
  • Major Lazer & DJ Snake ft. MØ – „Lean On“
  • James Bay – „Hold Back the River“
  • The Lumineers – „Ho Hey“
  • KT Tunstall – „Black Horse and the Cherry Tree“
  • Seal – „Kiss from a Rose“
  • Genesis – „I Can’t Dance“
  • Kim Wilde – „You Keep Me Hangin‘ On“

Mit DLCs lässt sich dies kostenpflichtig erweitern.

Let’s Sing 2021 mit deutschen Hits DLC Trackliste

Best of 80’s Vol. 1 Song Pack

  • Tears for Fears „Everybody Wants To Rule The World“
  • Dexy’s Midnight Runners „Come On Eileen“
  •  Lionel Richie „All Night Long“
  • Soft Cell „Tainted Love“
  • Elton John „Sacrifice“

Best of 80’s Vol. 2 Song Pack

  • Wham! „Wake Me Up Before You Go-Go“
  • Communards „Don’t Leave Me This Way“
  • Roxette „It Must Have Been Love“
  • Bonnie Tyler „Total Eclipse Of The Heart“
  • Kim Wilde „Kids In America“

Best of 80’s Vol. 3 Song Pack

  • Spandau Ballet „Gold“
  • Yazz „The Only Way Is Up“
  • Bros „When Will I Be Famous“
  • Culture Club „Do You Really Want To Hurt Me“
  • Blondie „The Tide Is High“

Best of 90’s Vol. 1 Song Pack

  • The Cure „Friday I’m In Love“
  • Sinead O’Connor „Nothing Compares 2 U“
  • All Saints „Never Ever“
  • Aqua „Barbie Girl“
  • Alanis Morissette „Ironic

Best of 90’s Vol. 2 Song Pack

  • Corona „Rhythm of the Night“
  • Rednex „Cotton Eye Joe“
  • Technotronic „Pump Up The Jam“
  • The Cardigans „Lovefool“
  • Gala „Freed from Desire“

Chart Hits Song Pack

  • Clean Bandit “Tears”
  • Lost Frequencies feat. Janieck Devy “Reality”
  • Sigala “Sweet Lovin”
  • Galantis “No Money”
  • Jonas Blue/ JP Cooper “Perfect Strangers”

Country Hits Song Pack

  • The Dead South „In Hell I’ll Be in Good Company“
  • Canaan Smith „Love You Like That“
  • Vince Gill „When I Call Your Name“
  • Lee Brice „I Drive Your Truck“
  • Lee Ann Womack „I Hope you Dance“

Legendary Hits Song Pack

  • Gloria Gaynor „I Will Survive“
  • Vanessa Carlton „A Thousand Miles“
  • The Cure „Boys Don’t Cry“
  • Lilly Allen „The Fear“
  • Lady Gaga „Bad Romance“

Party Classics Vol. 1 Song Pack

  • Diana Ross „Upside Down“
  • Madness „Our House“
  • UB40 „(I Can’t Help) Falling In Love With You“
  • The Cranberries „Zombie“
  • Queen „Crazy Little Thing Called Love“

Party Classics Vol. 2 Song Pack

  • A-Ha „Take On Me“
  • Tears for Fears „Mad World“
  • Blondie „Heart of Glass“
  • New Order „Blue Monday“
  • Queen „We will Rock You“

Classic Rock Song Pack

  • Billy Idol „White Wedding“
  • Cutting Crew „I Just Died in Your Arms“
  • The Knack „My Sharona“
  • The Rasmus „In the Shadows“
  • The Clash „I fought the Law“

Für 44,99 Euro wird ein Song Pass angeboten, der Zugriff auf alle Songs bietet. Ein Song Pack kostet 4,99 Euro. Der Einzelkauf von Liedern ist nicht möglich.

Die Zusammenstellung ist freilich Geschmackssache. Persönlich gefallen mir vor allem einige Klassiker gut, wohingegen ich mit vielen der deutschsprachigen Hits wenig anfangen kann, da ich auch privat wenig in diese Richtung höre. Von Songs wie „Ich will jetzt gleich König sein“ (König der Löwen) hätte ich mir mehr gewünscht. Das Lied weckt nicht nur Kindheitserinnerungen, die Songs aus Disneyfilmen singe ich auch mit über 30 noch immer gern. Songs wie „Dance Monkey“ und „High Hopes“ dürften die meisten schon mal irgendwo gehört haben. Obwohl ich selten Radio höre, bei digitaler Musik zumeist in meinen Playlists unterwegs bin und bei Vinyl überwiegend Soundtracks und Classic Rock auflege, waren viele der neueren Hits für mich nicht unbekannt.

Die Trackliste haut mich persönlich nicht vom Hocker, bietet aber genug, mit dem ich etwas anfangen kann, um länger Spaß am Spiel zu haben. Deutlich einfacher hat es da meine Tochter im Teenageralter. Sie kennt viele der Lieder besser als ich und kann mit der Songliste mehr anfangen. So durfte ich mich erst mal zu ihrem Amüsement an „bad guy“ von Billie Eilish versuchen. Das Ergebnis könnt ihr zum Glück nicht hören. Wer sich fordern möchte, findet einige nicht leicht zu singende Songs zur Auswahl. Für meinen Geschmack hätten es davon ein paar weniger sein können.

Let’s Sing 2021 mit deutschen Hits bietet euch mehrere Möglichkeiten zu spielen. Möchtet ihr ein Mikrofon in der Hand halten, könnt ihr ein USB-Mikrofon anschließen oder das Spiel im Bundle mit zwei Mikrofonen kaufen. Alternativ könnt ihr ein Headset oder das Mikrofon eures Smartphones verwenden. In diesem Fall ist es nötig, sich die kostenlose App Let’s Sing Mic herunterzuladen. Mit der Headset-Variante konnte ich mich persönlich nicht so sehr anfreunden. Ich habe es mit einem HyperX Headset versucht, gefühlt wurde meine Stimme so aber weniger gut erkannt, obwohl ich das Mikrofon nah am Mund hatte. Daher habe ich relativ schnell wieder zurück zur App gewechselt. Die ist innerhalb von Sekunden gekoppelt und funktionierte bei mir ohne größere Schwierigkeiten.

Zur Verbindung mit dem Spiel muss ein kurzer Code eingegeben werden, der im Spiel angezeigt wird. Manchmal hat dies beim ersten Mal nicht funktioniert und die App musste neugestartet werden. Trotzdem ist die Verbindung auch in einem solchen Fall schnell und unkompliziert hergestellt gewesen. Abbrüche gab es auch bei längeren Spielsitzungen selten.

Die Möglichkeit, das Mikrofon vom Smartphone nutzen zu können, ist vor allem mit Blick auf den Mehrspielermodus nicht uninteressant. Bis zu acht Personen dürfen spielen. Ein Smartphone hat fast jeder, wohingegen die Konsolen nur begrenzt USB-Anschlüsse zur Verfügung haben. Vom Kabelsalat ganz abgesehen. Viel Akku hat die App übrigens nicht verschlungen.

Die Auswahl an Spielmodi in Let’s Sing 2021 mit deutschen Hits ist ordentlich und abwechslungsreich. Im Legenden-Modus müsst ihr euch musikalischen Herausforderungen stellen und dabei Ziele erfüllen, um weiter zu kommen. Er ist quasi die Kampagne des Spiels. Am Ende jeder Herausforderungsreihe wartet einer der Spieler-Avatare darauf, von euch herausgefordert zu werden. Der Anspruch an eure musikalischen Fähigkeiten ist hier nicht übermäßig groß. Muss er aber auch nicht sein, denn das Spiel soll unterhalten. Bei den Herausforderungen müsst ihr zum Beispiel ausreichend Noten hintereinander treffen oder bei einem Duett harmonische Übergänge schaffen, indem ihr die korrekte Tonhöhe trefft. Die Lieder – die dabei nur in Teilen gesungen werden – sind vorgegeben.

Schnörkellos ist der Classic Modus, in dem ihr allein oder mit anderen Personen unkompliziert einen Song auswählt und loslegt. Die Anzeige der Schwierigkeit hilft euch bei der Suche, was durchaus nützlich ist, wenn ihr Songs nicht kennt. Je besser eure Leistung, desto mehr Punkte gibt es. Hier und auch in den anderen Modi ist im Hintergrund das jeweilige Musikvideo zu sehen.

Ebenfalls allein oder mit anderen kann der Feat.- Modus gespielt werden. In dem singt ihr Duette. Wichtig sind hier vor allem die Übergänge der Gesangsparts. Je besser ihr die Tonlage trefft, desto harmonischer und höher die Wertung. Bei schwieriger zu singenden Songs gar nicht immer so einfach – aber durchaus unterhaltsam. Spielt ihr allein, singt ihr zusammen mit den Künstlern. Kleiner Wermutstropfen: das Lied läuft immer mit. Es wäre ganz cool, wenn sich optional bei den Gesangsteilen des Spielers die Künstler stumm schalten lassen würden.

Einer meiner persönlichen Favoriten ist Mix Tape, da ihr dort keinen Einfluss habt, was ihr singen müsst. Das Spiel stellt thematisch einige Songs zusammen und ihr sollt möglichst viele Tapes sammeln, indem ihr gut genug singt. Wer wie ich viele der Lieder nicht gut kennt, wird hier gefordert. Genau da liegt für mich der Reiz. Suche ich mir einen Song aus, nehme ich doch eher was ich ohnehin kenne. Dabei ist es reizvoll, auch mal einen Song völlig zu verhauen oder zu entdecken. Ohne ein paar schiefe Töne wäre Karaoke nur halb so lustig, oder?

Wer sich fordern mag kann dies auch online beim World Contest. Hier tretet ihr Runde für Runde gegen andere Spieler an – bis ihr schließlich den Wettkampf für euch entschieden habt oder die schlechtere Punktzahl erzielt und fliegt. Auch hier habt ihr keine freie Songwahl, was die Sache entsprechend spannend gestaltet.

Wenn ihr lieber etwas mehr Einfluss darauf nehmt, was ihr singt, könnt ihr euch eine eigene Playlist erstellen und bestimmen, was ihr in welchem Modus singen möchtet. Plant ihr einen Karaokeabend mit Freunden oder der Familie steht euch ein Partymodus zur Verfügung, bei dem bis zu acht Spieler in zwei Teams antreten können. Das Spiel wählt hier zufällig zwei Modi aus, denen sich die Teilnehmer dann stellen.

Die Modi sind abwechslungsreich und bedienen verschiedene Bedürfnisse und Geschmäcker. Mit der neuen Analyse gibt es Feedback für eure musikalische Leistung. Ich persönlich mag vor allem jene Modi, die einen Zufallsfaktor haben. Dafür solltet ihr freilich – wenn ihr nicht in euren eigenen vier Wänden allein seid – kein Problem damit haben euch im Zweifelsfall auch ein wenig zu blamieren und einen Song so richtig vor die Wand zu fahren. Wem dies zu viel des Guten ist, der kann auf diese Modi verzichten und gezielt singen, was bekannt ist. Den größten Spaß hatte ich mit den Kindern aber dann, wenn ich nicht selbst über die Songs bestimmt habe.

Die Erkennung funktioniert ordentlich. Wie schon zu Zeiten von Lips und SingStar reicht übrigens auch Summen, was womöglich für Trophäen-Jäger interessant ist. Wichtig ist es, nicht nur den Text zu singen, sondern auch die Höhen und Tiefen zu beachten. Angezeigt werden die in der Bildschirmmitte über dem Musikvideo, welches im Hintergrund gezeigt wird. Die Integration der Videos mag ich, mit den Texten darüber bin ich weniger glücklich. Meine Augen sind nicht mehr makellos und einige Dinge bereiten mir Schwierigkeiten. Dazu gehört auch, den Text über dem Video lesen zu können. Grundsätzlich kein Problem, da der ohnehin noch mal unten abgebildet wird. Leider kann ich nicht via Optionen bestimmen, dort auch die Anzeige der Tonhöhe zu haben. So muss ich unten den Text lesen, gleichzeitig aber in der Mitte einen Blick auf die Balken werfen, die mir sagen, wann ich höher oder tiefer singen muss. Bei schweren und schnellen Songs frustrierend. Ebenfalls ein kleiner Wermutstropfen: Gelegentlich hängt das Spiel. Texte laufen dann nicht mehr weiter und es muss neugestartet werden. Zum Glück ein seltener Bug.

Last but not least der für mich größte Wermutstropfen. Wir haben das Jahr 2020 und es ist nicht unüblich, Inhalte mitzunehmen. Da ist zum Beispiel Just Dance, welches mit Unlimited einen interessanten Abo-Service bietet, der mir Zugriff auf Tänze aus älteren Spielen bietet und zahlreiche weitere Songs umfasst. Etwas in diese Richtung lässt Let’s Sing 2021 mit deutschen Hits völlig vermissen. Dabei ist die Reihe nicht neu und durchaus populär. Schade, dass das noch immer kein Ding ist. Gerade die DLC-Pakete sind für mich zum Teil ausgesprochen interessant, da dort mancher Song vertreten ist, den ich echt mag. Nutzen lassen sich bei Let´s Sing aber nur die Inhalte des jeweiligen Spiels. Habt ihr die Vorgänger, müsst ihr für diese Lieder auch das jeweilige Spiel starten. Zeitgemäß und komfortabel geht anders. Das Spiel als solches ist unterhaltsam und macht seine Sache gut. Eine spielübergreifende Bibliothek wäre das i-Tüpfelchen.

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Mein Fazit:

Als Fan von Musikspielen hat mir Let’s Sing 2021 mit deutschen Hits Spaß gemacht. Vor allem im Kreis der Familie hat es nicht an Unterhaltung gemangelt und die ein oder andere lustige Situation geschaffen. Die Songauswahl bietet mit ihren 35 Liedern einen bunten Mix aus deutschen Hits, internationalen Chartstürmen und Klassikern. Persönlich find ich sie nicht übermäßig stark, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Meine Tochter im Teenageralter kann zum Beispiel deutlich mehr damit anfangen.

Per DLCs lässt sich die Auswahl zu fairen Preisen erweitern. Für je 4,99 Euro gibt es Song Packs. Pro Pack gibts fünf Titel, was einem Songpreis von einem Euro entspricht. Einzeln lassen sich die Lieder nicht kaufen. Für 44,99 Euro wird ein Song Pass angeboten, mit dem ihr sämtliche DLC-Songs bekommt, die so auf den Song gerechnet noch günstiger sind.

Wenn ihr Freude an Karaokespielen habt, werdet ihr hier gut unterhalten. Egal ob allein oder in geselliger Runde – das Spiel macht Spaß und bietet einen guten Mix an Modi. Die sorgen auch für genug Abwechslung. Via kostenloser App lässt sich der Titel unkompliziert mit dem Smartphone spielen, was weitestgehend reibungslos während  meiner Testzeit funktionierte. Schade finde ich, dass es kein spielübergreifendes Ökosystem gibt, welches es mir ermöglicht, eine Bibliothek aufzubauen.

Bildquelle: Koch Media

Offenlegung: Das Spiel wurde freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt.

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