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Spacebase Startopia Preview

Entwickler:         Realmforge Studios
Publisher:          Kalypso Media 
Genre:              Simulation, Aufbau-Strategie
Veröffentlichung:   geplant für Frühjahr 2021 
Plattformen:        Nintendo Switch, PC, PlayStation 4, Xbox One, Xbox Series X|S
Preis:              ca. 49,99 Euro 
Offizielle Website: https://www.kalypsomedia.com/de/games/spacebase-startopia/

Willkommen auf Spacebase Startopia!

Das Aufbauspiel Startopia aus dem Jahr 2001 ist Kult. Dabei ist es gar nicht so bekannt, wenn man es mit Größen wie SimCity vergleicht. Doch während EA die einstige Maxis-Traditionsmarke mit Karacho gegen die Wand gefahren hat, lebt der Geist von Startopia weiter. Wie oft dachte ich mir „Hey, ein Remake davon wäre echt cool!“ Denselben Gedanken hatten offenbar auch ein paar Köpfe bei Realmforge Studios. Das Münchener Studio, bekannt für die Dungeons-Reihe, hat sich der Aufgabe angenommen, Startopia zu neuen Leben zu erwecken. Rausgekommen ist Spacebase Startopia. Doch steckt auch Startopia drin, wo Startopia draufsteht?

Startopia ist für mich eine kleine Aufbauoffenbarung meiner frühen Jugend. Damals, als Eidos noch Eidos war und nicht Teil des Square Enix-Konzerns. Dabei war es weder komplex noch sonderlich umfangreich oder fordernd. Dafür gelang Startopia, wie wenigen anderen Spiele seiner Art, eine gute Balance mit viel Humor und Charme zu paaren. 20 Jahre später ist es nun soweit, und Startopia flimmert in neuem Gewand über meinen Bildschirm. Mit einer Veröffentlichung auf Xbox, PC, PlayStation und Switch macht man den Titel gleich auch einem größeren Publikum zugänglich. Für unsere Vorschau haben wir uns intensiv mit der Early Access-Version für die Xbox auseinandergesetzt und ein paar Runden an der Raumstation gebaut. Die Xbox-Version unterstützt Smart Delivery.

Spacebase Startopia möchte kein Nachfolger und keine Fortsetzung sein. Das stellten die Entwickler bereits bei der Enthüllung letzten Sommer klar. Die Ähnlichkeit zum 20 Jahre alten Namensgeber ist aber unverkennbar. Man muss auch nicht immer das Rad neu erfinden, oder in dem Fall die donutförmige Ringstation. Spacebase Startopia setzt dort an, wo bereits der Vorläufer begeistern konnte. Viele ursprüngliche Elemente werden aufgegriffen und weiterentwickelt, zusätzlich gibt man dem Titel die Tiefe, die man im Jahr 2021 erwartet. Dazu gehören etwa das Forschungssystem oder die komplexeren Ansprüche der Stationsbewohner. Ergänzt werden solche Verbesserungen durch eine aufgebohrte Optik. Manche Dinge will man offenbar nicht über Board werfen, wie den schrägen Humor der KI VAL. Die ist zwar nicht mehr so subtil wie früher, sorgt aber noch immer für manchen Schmunzler.

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Spacebase Startopia bleibt beim Prinzip der drei Ebenen mit dem Fun-Deck, dem Sub-Deck und dem Bio-Deck. Im Sub-Deck sind all eure funktionalen Gebäude wie Schlafkojen, Sicherheitsstation, Krankenstation oder Kommunikation untergebracht. Hier docken auch die Raumschiffe an und bringen neue Bewohner an Bord. Auf dem Fun-Deck geht es – wer hätte es gedacht – um Vergnügen. Hier werden die Bewohner unterhalten und hinterlassen im Tausch ihre wertvolle Energie, die Währung des Spiels. Entspannung gibt es auf dem Bio-Deck. Hier wachsen friedlich Pflanzen in verschiedenen Biomen vor sich her, die gleichzeitig bei der Ernte wertvolle Ressourcen für Bau und Forschung abwerfen. Dazwischen wuselt eine Horde kleiner Roboter umher, die dafür Sorgen, dass die Gebäude nicht auseinanderfallen und wertvolle Fracht von A nach B gelangt.

Zum ersten Mal schafft es die Raumstation auch auf die Spielekonsolen. Während dieser Trend zwar zu begrüßen ist und Titel wie Tropico jetzt schon in der dritten Runde Xbox-Spieler beglücken, bringt diese Veränderung auch einige Herausforderungen mit sich. Die Steuerung ist beispielsweise gewöhnungsbedürftig. Es hat bei mir die Tutorials und die vier bisher verfügbaren Kampagnenmissionen gebraucht, bis der Stationsbau flüssiger von der Hand ging. Dabei hakelt es aber noch immer an mancher Stelle. Speziell ist hier die Modifikation vorhandener Räume zu nennen, die wahrlich friemelig gestaltet ist. Außerdem wirkt die Kamera doch oftmals klaustrophobisch, ein Gefühl, was seinerzeit nicht aufkam. Natürlich, ja, wir befinden uns in einem überdimensionalen Blechdonut am anderen Ende der Galaxis. Trotzdem wäre etwas mehr Raum im Raum ganz angenehm.

Da sich Spacebase Startopia noch im Early Access befindet, kämpft es verständlicherweise noch mit ein paar Problemen. Die Performance auf der Xbox One X ist bisweilen nicht optimal und auch die Xbox Series X verfällt schnell in den 30 fps Bereich. Vor allem eine gut ausgebaute und bevölkerte Station brachte die beiden Test-Konsolen ins Schwitzen. Bis zur geplanten Veröffentlichung im Frühjahr ist aber noch Zeit und wir sind zuversichtlich, dass die Entwickler kleinere Probleme wie grafische Fehler oder die hakelige Steuerung in den Griff bekommen kann.

Neu bei Spacebase Startopia ist der Mehrspieler, der gleich mehrere Varianten bietet. Zum einen könnt ihr mit Freunden kooperativ die komplette Kampagne spielen. Diese soll bis zur Veröffentlichung von vier auf zehn Missionen anwachsen und in unterschiedlichen Szenarien eine Reihe von Herausforderungen bieten. Im Gefecht habt ihr die Wahl, ob ihr mit oder gegeneinander spielt. Die Siegbedingungen sind dabei euch überlassen und damit auch die Entscheidung, ob ihr euch gegenseitig über den Haufen schießt oder doch lieber wissenschaftliche Genies werdet.

Fazit:

Spacebase Startopia belebt den Charme und den Spielspaß des nunmehr 20 Jahre alten Namensgebers wieder. Das Spiel verspricht, sich an den Stellen weiterzuentwickeln, die man von einem modernen Aufbauspiel erwarten würde. Gleichzeitig bewahrt es seine Wurzeln und baut auf bewährten Spielmechaniken auf. Wir sind gespannt, was die Vollversion bezüglich der Langzeitmotivation bieten kann. In der Beta sind noch nicht alle Forschungen freigeschaltet. Ein erster Blick sieht jedoch vielversprechend aus und verspricht viele schlaflose Nächte bei Aufbau und Bevölkerung der eigenen Donut-Raumstation. Bis zur geplanten Veröffentlichung im Frühjahr 2021 ist noch etwas Zeit, was den Entwicklern Gelegenheit gibt, kleine Hindernisse bei Kamera und Steuerung aus der Welt zu schaffen.

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Offenlegung: Das Spiel wurde von Kalypso kostenlos zur Verfügung gestellt.

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