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Red Solstice 2: Survivors Preview

Entwickler:         Ironward
Publisher:          505 Games
Genre:              RTS, Top-Down-Shooter, RPG
Plattformen:        PC (Steam)
Veröffentlichung:   geplant für 17. Juni 2021
Preis:              Preis: N/A
Offizielle Website: https://theredsolstice.com/de/

Komm zum Mars haben sie gesagt…

Red Solstice 2: Survivors ist der Nachfolger des 2015 veröffentlichten The Red Solstice. Das Spiel konnte am vergangenen Wochenende des 12.03.2021 während einem öffentlichen Playtest auf Steam in einer noch unfertigen Version gespielt werden.

In The Red Solstice 2: Survivors geht es um eine Mutanteninvasion auf dem Mars. Dieser Plage stellen sich die Spieler in der Rolle von dick gepanzerte Marines, sogenannte Vollstrecker, mit enorm viel Feuerkraft entgegen. Mehr kann man momentan zur Story nicht sagen, da nur das Tutorial und der Koop-Modus spielbar waren. Wie sich der Singleplayer im Vergleich zum Koop-Modus spielt, wird sich erst bei Release zeigen.

Das Spiel ist ein Hybrid verschiedener Genres. Im Kern ist es am besten als Topdown-Shooter mit RPG- und RTS- Elementen zu beschreiben. Allerdings besitzt es keine klassische WASD- und Maus- Steuerung, sondern steuert sich wie ein RTS. Wenn man auf eine Stelle klickt, bewegt sich der eigene Marine dorthin. Klickt man auf einen Feind, so wird dieser angegriffen. Man kann jederzeit in den manuellen Zielmodus wechseln und mit der Maus zielen und schießen. Dies ist genauer und ihr könnt besser eure Munition managen. Zudem könnt ihr einen Overwatch-Modus aktivieren. In diesem feuert euer Marine automatisch auf Gegner in Reichweite. Dabei könnt ihr allerdings keine Ziele bevorzugen und es wird mehr Munition verbraucht, was dem schon knappen Munitionsvorrat nicht zuträglich ist. Neue Munition und andere nützliche Ausrüstung wie zum Beispiel Sprengstoff und Medikits können auf den Maps in Kisten und Spinden gefunden werden. Zusätzlich können Teammitglieder Munition fallen lassen.

Im gespielten Koop-Modus zieht man in einem Team aus bis zu 8 Spielern los, um Missionen mit mehreren Teilaufgaben zu erfüllen. Um Erfolg zu haben, ist es wichtig zusammen zu arbeiten und bei seinen Teammitgliedern zu bleiben. Ebenso essenziell ist es, dass die Klassenabstimmung im Team stimmt. Denn die Klassen wie Heavy, Assault und Medic besitzen eigene Ausrüstungs- und Fähigkeits-Optionen. So kann ein Medic Teammitglieder heilen und wiederbeleben, während der Assault Zugriff auf Waffen wie zum Beispiel Maschinenpistolen hat und sich selbst mit Effekten buffen kann. Neue Waffen, Ausrüstung und Fähigkeiten können mit verdienten Skillpoints im Skilltree freigeschaltet werden. Es lässt sich jetzt schon erkennen, dass man viele taktische Optionen hat mit denen sich experimentieren lässt. Je mehr Teilziele einer Mission erfüllt werden, desto mehr Skillpunkte gibt es.

Red Solstice 2: Survivors wird mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Spiel werden, welches am besten mit Freunden gespielt wird, da so einen gute Kommunikation und Koordination sichergestellt sind. Durch die dichte Atmosphäre und dem gelungenen Gegnerdesign kommen gerade in Momenten, in denen der Trupp sich zusammen über die Map bewegt und sich gegenseitig unterstützt, richtig Spaß und Flair auf. Mit Randoms ist es Glücksspiel, ob der Trupp koordiniert zusammenarbeitet oder jeder in eine andere Richtung läuft und alles im Chaos versinkt. Dann gibt es zwar lustige Momente, allerdings geht damit auch die Atmosphäre verloren.

Das Sounddesign und die Optik des Spiels überzeugen bereits, Waffen hören sich kraftvoll an und der gelungene, wenn auch etwas generisch wirkende, Art style wird mit ansehnlicher Grafik umgesetzt, bei der es nur gelegentlich noch zur unschönen Bildung von Artefakten kommt.

Red Solstice 2: Survivors hat im aktuellen Status noch ein paar Probleme. So war etwa das Balancing in den gespielten Sessions nicht ideal, da die Gegneranzahl nicht mit der Spielerzahl skaliert. Das heißt, zwei Spieler bekommen dieselbe Menge an Gegnern entgegengeworfen wie eine Gruppe von 8 Spielern. In Kämpfen waren die Hitboxen teilweise ungenau und sorgten für unfaire Treffer. Dazu gab es stellenweise K.I.-Aussetzer und feststeckende Gegner und Spieler. Die Entwickler müssen auch definitiv an den Menüs arbeiten, da diese noch recht lieblos und strukturlos wirken. Gerade der Skilltree ist noch sehr unübersichtlich und unlogisch aufgebaut. Unübersichtlich war teilweise auch das Spielgeschehen, da es aufgrund der Kameraperspektive teilweise schwierig war, Gebäudeeingänge zu finden. Die oben beschriebene Steuerung ist auch noch nicht optimal, da zum einen genutze Tasten recht weit auseinander liegen und es zum anderen  schwierig ist, mehrere Aktionen gleichzeitig auszuführen.

Fazit:
Red Solstice 2: Survivor hat das Potenzial ein echt gutes Spiel zu werden, welches sich mit den passenden Mitspielern allein schon für den Koop-Modus lohnen könnte. Dafür müssen die Entwickler aber an den noch bestehenden Problemen arbeiten. Allen voran wäre eine alternative Steuerung mit einem klassischen WASD- und Maus- Layout wünschenswert, da sich das Spiel damit um einiges geschmeidiger spielen würde. Bei allen anderen Punkten habe ich keine Bedenken, dass sie bis zum Release behoben werden. Abzuwarten bleibt, wie sich der Singleplayer spielen wird. Es ist zu vermuten, dass dieser sich am ersten Teil orientiert und man einen Trupp aus mehreren Marines befehligt.

Bildquelle: Ironward

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