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Age of Empires IV Review

Age of Empires IV bringt uns fast 22 Jahre nach Age of Empires II: The Age of Kings zurück ins Mittelalter. Mancher Fan ist bereits ergraut beim Warten auf einen würdigen Nachfolger des Evergreens. Age of Empires II: The Age of Kings gilt als Klassiker des Strategiespiels und die Definitive Edition hat das starke Fundament des Spiels erneut bekräftigt. Gepaart mit einer aktiven Modding Community und vielen Fans erster Stunde, wirft der Titel lange Schatten und schürt hohe Erwartungen seitens der Fans. Unter anderem deswegen nehmen wir in unserem Review Bezug auf vergangene Titel der Reihe – allen voran Age of Empires II. In unserer Vorschau haben wir bereits erste Eindrücke für euch zusammengefasst. Nun lasst uns klären ob die hohen Erwartungen von Age of Empires IV erfüllt werden können. 

Diese könnten kaum höher sein, da auf den Schultern von Age of Empires IV ein gewaltiges Erbe lastet. Seit der Titel angekündigt wurde, sind auch schon wieder vier Jahre vergangen und bei Teil drei gab es sogar noch einen Datenträger Namens CD. Lange Pausen, lange Wartezeiten. Viel Raum, um Erwartungen zu schüren. Zum Glück haben die Definitive Editionen der drei ursprünglichen Titel die Wartezeit verkürzt und mit so manch überraschendem Add-on sogar noch versüßt. Doch nun ist es endlich so weit. Am 28. Oktober steht der neueste Teil der Reihe in den Regalen, den digitalen Stores von Steam, Windows und dem Xbox Game Pass für PC bereit. 

Von der Dunklen Zeit direkt in die Imperialzeit

Die lange Wartezeit auf Age of Empires IV ist nicht zuletzt zahlreichen Umstrukturierungen bei Microsoft geschuldet. Eine der schwerwiegendsten dürfte die Schließung des ursprünglichen Entwicklerstudios der Reihe sein. Ensemble Studios wurde nach der Veröffentlichung von Halo Wars im Jahr 2009 geschlossen und es wurde lange Zeit ruhig um Strategiespiele aus dem Hause Microsoft. 

Danach begab Microsoft sich in das eigene dunkle Mittelalter. Doch der Konzern und die Studios haben sich schrittweise neu strukturiert. 2017 kam dann die große Auferstehung. Nicht nur wurde mit Halo War 2 in diesem Jahr endlich wieder ein Strategiespiel von den Microsoft Studios veröffentlicht, zugleich wurden auch die Definitive Editionen der bisherigen Age of Empires-Teile angekündigt – und Age of Empires IV. 

Age of Empires IV wurde in die erfahrenen Hände von Relic Entertainment gegeben. Das Entwicklerstudio ist bekannt für Homeworld, Company of Heroes und die Warhammer 40.000: Dawn of War Titel. Was kann da noch schiefgehen? 

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Age of Empires entdeckt sich neu

Eins möchten wir vorab klären: Age of Empires IV hat auf den ersten Blick nicht viel mit Age of Empires II gemein. Das mag für manchen Fan erst einmal erschütternd sein, doch für den Erfolg des Spiels entscheidend. Age of Empires IV ist ein neues Age of Empires bei dem nahezu pedantisch die Erfahrungen aus den Vorgängern adaptiert wurden. Ihr werdet viele Elemente der Vorgänger in veränderter Form wiedererkennen. Der ganze Titel stellt gleichzeitig eine Hommage an die Vorgänger dar und bringt die Reihe gleichzeitig technisch und spielerisch ins Jahr 2021 – zu weiten Teilen zumindest. 

Ein Pfeiler hierzu ist die Reduktion auf das Wesentliche. Weniger Zivilisationen, weniger Standardeinheiten, weniger Handicaps. Qualität statt Quantität. Ein weiterer Pfeiler ist der Ausbau der Stärken. Mehr Tempo, mehr Flexibilität, mehr Spieldynamik. Optimierungsarbeit bis ins Detail. 

Age of Empires IV – Ein Blick in unsere Geschichte

Age of Empires IV bringt acht Zivilisationen mit. In den vier unterschiedlichen Kampagnen mit ihren insgesamt 35 Missionen spielt ihr vier davon. Die Kampagnen sind unseres Erachtens nach das Herzstück von Age of Empires IV. Wer hat nicht Johanna von Orleans einst durch Age of Empires kennengelernt? Oder die Geschichte von William Wallace? Den Aufstieg Japans? Geschichte war in Age of Empires II ein bedeutender Bestandteil, der im dritten Teil der Reihe sträflich vernachlässigt wurde. Teil 4 besinnt sich hier auf seine Wurzeln, wählt aber einen anderen Ansatz. Im Unterschied zu den Vorgängern liegt der Fokus der Kampagnen auf der Gesamtbetrachtung der Reiche. Sie folgt also nicht linear einzelnen Protagonisten, sondern springt durch die Abschnitte der Epochen. So zeichnet sich ein viel umfassenderes Bild der Zivilisationen. 

Mittels sorgfältig inszenierter Videos entführen euch die Kampagnen von Age of Empires IV in die Zeit und Kultur des Mittelalters. In einer Mischung aus Dokumentation und stilisierter Zeitreise werdet ihr an manchen der bedeutendsten Schauplätze der europäischen und asiatischen Geschichte geführt. Die Produktionsqualität ist hierbei nicht von hochwertigen Dokumentationen wie National Geographic oder dem History Channel zu unterscheiden. Erzähler beschreiben nicht nur den Verlauf von Feldzügen und Schlachten, sondern spannen ein umfassendes Gesamtbild unserer Geschichte. Geschmückt mit Kommentaren von Experten zu Techniken und Handwerk des Mittelalters ergibt sich eine interaktive Geschichtsstunde. 

Jede abgeschlossene Mission belohnt euch mit einer Textpassage zu Gegebenheiten und Personen der Zeit. „Geschichte zum Anfassen“-Videos geben Einblick in die technische Finesse von Trebuchets, Langschwertern, mongolischen Bögen, mittelalterlichen Operationsbesteck und vielem mehr. Optional sogar in 4K HDR. Age of Empires IV beweist eindrucksvoll, wieso die plumpe Bezeichnung des finsteren Mittelalters ein Trugschluss ist. Wer sich auch nur im Ansatz für Geschichte begeistern kann, wird hier bereits sein Herz verlieren. Die Liebe zum Detail hört an dieser Stelle aber nicht auf. 

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Wer sich vollkommen auf das Geschichtserlebnis konzentrieren möchte, findet mit dem Schwierigkeitsgrad „Geschichte“ einen kinderleichten Verlauf durch die Epochen. Kinderleicht im wahrsten Sinne des Wortes. Selten waren unsere Kinder so leicht für Geschichte zu begeistern. Die nicht explizite Darstellung von Gewalt und die klare Erzählweise der historischen Videos machen die Welt von Age of Empires auch für ein junges Publikum attraktiv. Drei weitere Schwierigkeitsgrade bieten zusätzliche Herausforderungen für Strategiespielveteranen und jene, die es werden wollen. 

Kulturelle und spielerische Vielfalt

In Age of Empires IV hat jede Zivilisation fundamentale Stärken und Schwächen. Stellt beispielsweise einen Trupp englischer Langbogenschützen auf einen Hügel und sie radieren ganze Regimenter schlecht kommandierter Soldaten aus. Lasst sie von schwerer Kavallerie flankieren und sie standen die längste Zeit dort. Stellt ihnen jedoch ein paar Armbrustschützen und Speerkämpfer auf der Anhöhe zur Seite und sie werden zur schier unüberwindbaren Blockade. Dann helfen euch Mangen, die mit ihren Schleudern die Reihen in Sekunden lichten. So wie Anhöhen euren Bogenschützen Vorteile bringen, so bieten bestimmte Waldabschnitte Schutz vor den gegnerischen Augen. Bei unvorsichtigen Gegnern könnt ihr hier vernichtende Hinterhalte vorbereiten. Doch auch vor solchen Situationen gibt es Schutz, indem ihr beispielsweise euren Regimentern Späher zur Aufklärung vorausschickt und umliegende Waldabschnitte erkundet. Elemente, die in dem Genre keine Neuheit sind, für Age of Empires IV allerdings gelungen umgesetzt wurden. 

Jede Einheit in Age of Empires IV hat ihr Gegenstück, jede Strategie eine Schwäche und jede Situation einen Ausweg – sei es der taktische Rückzug. Doch damit nicht genug, denn während die englischen Langbögen eine unfassbare Reichweite haben, trumpfen die mongolischen Mangudai-Reiter mit hoher Flexibilität und die französischen Arbalétrier-Schützen mit Standfestigkeit auf. Die schwere Kavallerie Frankreichs kann wie eine Walze durch die Reihen rollen, doch die richtigen Konter – wie Armbrustschützen – zwingen jede noch so schwer gepanzerte Einheit in die Knie. Homogene Einheitenformationen waren in der Strategiespielreihe noch nie so ineffektiv und das ist gut so.

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Schwere und leichte Einheiten unterscheiden sich nicht mehr nur länger nach ihren Lebenspunkten, sondern auch nach Schadensschwäche. Ein feiner Unterschied der das Kontersystem spürbar bereichert. Die Individualität und Vorteile der einzelnen Zivilisationen enden allerdings nicht bei den Kampfeinheiten und derer Variationen. Sie erstreckt sich auch über Gebäude: Die Chinesen bauen stärkere Mauern, das Reich der Rus hingegen setzt auf widerstandsfähige Palisaden, die kein Stein benötigen, sich dafür aber auch nicht bemannen lassen. Die Mongolen verzichten ganz auf Mauern, dafür sind all ihre Gebäude versetzbar. Und selbstsprechend betrifft es auch die Technologien. Alles nichts Neues im Genre, dafür viel vom gut Bewährten. 

Das Verständnis für die zahlreichen Vor- und Nachteile und Spielmechaniken ist vor allem in den Modi Gefecht und Mehrspieler der Schlüssel zum Erfolg. Für die Basiselemente des Spiels bietet Age of Empires IV einen Einstieg mit einer Tutorial-Mission. Darauf baut der aus den Definitive Editionen bekannte „Kunst des Krieges“-Modus auf. Hier werden Spielende mit dem richtigen Vorgehen bei Aufbau und Kampf konfrontiert. Eine Reihe an optionalen Tooltipps bietet fortlaufend Hinweise zu Besonderheiten von Einheiten, Gebäuden und Funktionen. 

Zugänglichkeit bietet Age of Empires IV auch im Sinne von Microsofts Ambitionen, die Barrierefreiheit in Videospielen zu fördern. Eine skalierbare Benutzeroberfläche gehört ebenso dazu wie ein Modus mit hohem Kontrast und die Möglichkeit, Untertitel für Videos und Spieltexte einzublenden sowie Textnachrichten vorlesen zu lassen. 

Das Spieltempo zieht an

Das Spieltempo in Age of Empires IV ist höher als noch bei Age of Empires II. Unter anderem ist es auch der Tatsache geschuldet, dass das Dorfzentrum nicht mehr durch Zeitaltersprünge blockiert wird. Hierzu dienen nun die Wahrzeichen, die von Dorfbewohnern errichtet werden. Pro Zivilisation stehen euch in jedem Zeitalter zwei Wahrzeichen mit einzigartigen Vorteilen zur Verfügung. Ein besser oder schlechter gibt es hier nicht. Ihr müsst selbst herausfinden, welche Kombinationen zu welchem Spielstil passen. Ein weiteres Werkzeug, um im laufenden Spiel eure Taktik zu verfeinern oder anzupassen.

Age of Empires IV ist schnell und flexibel genug, um die Taktik in sich verändernden Situationen zu korrigieren. Tooltipps bei der Produktion von Einheiten verraten euch Ausbildungskosten, Stärken, Schwächen und sogar Ausbildungszeit. So könnt ihr genau abschätzen, wie ihr eure Einheitengruppen zusammensetzt. Wieso es allerdings keine Übersicht darüber gibt, welche Einheiten sich gerade in der Produktion befinden, ist uns ein Rätsel. Diese Informationen vermissen wir gerade in langanhaltenden Getümmeln schmerzlich. Gerade im Mehrspieler ist es hingegen unnötig, die Siegbedingungen ständig anzuzeigen. Das Interface bietet Raum zur Optimierung. 

An anderer Stelle ist Age of Empires IV dafür konsequent weitergedacht, beispielsweise bei den Gruppierungen von Einheiten. Diese können jetzt auch in mehreren Gruppen gleichzeitig sein. Besonders der Angriff von mehreren Seiten gestaltet sich so wesentlich einfacher. Eine simple, aber vielfältig einsetzbare Neuerung. Jetzt müsste nur noch die intelligente Einheitenauswahl richtig funktionieren, sodass wir nicht regelmäßig unsere Dorfbewohner in den Tod schicken. Die KI benötigt insgesamt noch etwas Verbesserung. Gegnerische Formationen neigen dazu, wilde Bewegungen zu machen. Im technischen Feinschliff ist der Titel zum Testzeitraum ambivalent, doch konnten wir wenig feststellen, was nicht mit etwas Patcharbeit zu verbessern wäre. Viele beobachteten Schwächen lassen sich auf die Wegfindung von Einheiten oder mangelnde Übersichtsoptionen zurückzuführen. Es bleibt abzuwarten, wie die Entwickler hiermit umgehen. 

Die Liebe zum Detail

Unterm Strich macht Age of Empires IV technisch einen hochwertigen Eindruck. Es gibt sicherlich grafisch aufwendigere Spiele, doch Age of Empires IV schafft eine Balance zwischen guter Optik und Übersicht. Für ein Echtzeitstrategiespiel entscheidend. Hinzu kommt eine grandiose Tonkulisse. Das Scheppern von Rüstungen, das Trampeln der Kavallerie, das Donnern der Kanonen, die Schlachtrufe der Soldaten, das Pfeifen der Pfeile. All das zwischen dynamischer Musik, die sich nicht nur mit den Situationen, sondern auch mit den Zeitaltern wandelt. Age of Empires IV schafft wunderbare audiovisuelle Kulissen. Dazu gehören auch die dynamischen Umgebungen beim Bau von Gebäuden. Straßen, Trampelpfade, Hecken und Co. sind zwar nur optischer Natur, doch hauchen sie der mittelalterlichen Welt Leben ein.  

Die Liebe zum Detail erstreckt sich von den Zivilisationen, über die Einheiten, dem Leveldesign, den taktischen Optionen bis hin zu den Tonkulissen. Als hätten die Entwickler jedes Element sorgfältig auf die Passgenauigkeit ins Gesamtbild geprüft. Das würde erklären, wieso wir so lange auf den Titel warten mussten. Trotzdem gibt es neben der KI ein paar Puzzleteile, bei denen es so wirkt, als hätte Relic Entertainment beim Zusammensetzen des Gesamtbildes etwas mehr Zeit benötigt. Unter anderem bei den selbstfahrenden Kanonen und dem generischen Interface.

Ein Mehrspieler mit Potenzial

Neben aller Begeisterung löst gerade das zweite Kernelement des Spiels – der Mehrspieler – gemischte Gefühle bei uns aus. Das liegt nicht etwa an der begrenzten Anzahl der Zivilisationen. Deren Diversität macht das Spiel taktisch vielfältiger als die Vorgänger es jemals waren. Viel mehr ist es die Einfachheit, in der dieser Modus ausgeliefert wird. Es beginnt mit den Einstellungsmöglichkeiten, die ebenso stiefmütterlich sind wie bei Age of Empires III. Vielfältige Optionen für Ressourcen, eine Option für Waffenruhe oder gar die Auswahl des Bevölkerungslimits oder alternative Spielmodi suchen wir vergeblich. Das schmälert nicht das Erlebnis, hält den guten Mehrspieler jedoch hinter seinem Potenzial zurück. 

Ausgerechnet die Funktion, die hier Abhilfe verschaffen könnte, ist zum Launch nicht erhältlich: Mods. Ebenso wenig wie spielererstellte Karten. Es bleibt zu hoffen, dass die Entwickler hier gute Werkzeuge bereitstellen, die auch von der Community angenommen werden. Gerade wegen seiner Vielfalt und Flexibilität erfreut sich der Mehrspieler von Age of Empires II bis heute solch einer großen Beliebtheit. Doch unabhängig dessen, was die Community erschafft, kann es den Mehrspieler nur bereichern, wenn dieser mit vielfältigeren Einstellungsmöglichkeiten ergänzt wird. Punktesieg, mehr Auswahl bei den Startrohstoffen, mehr Karten, Spielmodi wie die Reichskriege und Battle Royale. Keine unverzichtbaren, aber wertvolle Ergänzungen um auch in den Multiplayer Diversität zu bringen.

Gleiches gilt auch für die altbekannten Hotkeys, die besonders für jenen Mehrspieler entscheidend sind. Es fehlt noch immer die Möglichkeit, direkt eine Art von Gebäuden anzuspringen. So können nur alle Produktionsgebäude ausgewählt werden, um dann im HUD per Klick zu wechseln. Im Gefecht ist das unnötig aufwendig. Das dürfte vor allem für ambitionierte Spieler von Relevanz sein. Immerhin stehen bereits zum Launch gerankte Multiplayer-Spiele zur Verfügung. Wer ohne Ranking spielen möchte, kann wie gewohnt auf individuelle Spiele samt Lobby-System zurückgreifen.

Fazit:

Geschichte, spektakuläre Schlachten, taktische Vielfalt. Age of Empires IV bietet alles, was ein Age of Empires Spiel ausmachen sollte. Es verbindet konsequente Weiterentwicklung mit einer Vielfalt neuer Spielelemente. Dabei vermeidet es geschickt ein Aufguss vergangener Ableger der Reihe zu sein. Die Spielelemente sind klug gewählt und gut miteinander kombiniert. Die komplexen Unterschiede der Zivilisationen gewähren taktische Vielfalt, ohne die Zugänglichkeit zu opfern. 

Age of Empires IV bietet vier Kampagnen mit insgesamt 35 Missionen, die in ihren Abläufen und ihrer Gestaltung gute Abwechslung bieten. Die begleitende Erzählung über den Aufstieg der Zivilisationen sowie die aufwendigen inszenierten historischen Videos machen Age of Empires IV zur interaktiven Geschichtsdoku. Es ist gleichsam unterhaltsam die Geschichte zu spielen als auch sich über Technologien und Kultur des Mittelalters berieseln zu lassen. 

Basis für das gute Gameplay sind die acht Zivilisationen, welche dank einer raffinierten Ausgestaltung viele unterschiedliche Spielansätze bieten. Zu tragen kommen diese vor allem im Mehrspieler und Gefechtsmodus. In Partien von maximal acht Spielern lädt Age of Empires IV mit 17 vielfältig gestalteten Mehrspielerkarten zu unzähligen Stunden Multiplayerspaß ein. Die Bugs der KI trüben die Unterhaltung bisweilen noch, fallen jedoch nicht schwer ins Gewicht und spannenden Kämpfen mit oder gegen Freunde steht ohnehin nichts im Wege. Etwas mager sind hingegen die Einstellungsmöglichkeiten der Multiplayer-Matches. Der künftige Mod-Support und die Unterstützung für spielererstellte Karten dürften hier aber Abhilfe verschaffen. 

Wer eine moderne Version von Age of Empires II erwartet, der muss an dieser Stelle leider enttäuscht werden. Age of Empires IV ist ein eigenständiges Spiel mit vielerlei Ansätzen, die im Kern oft ein Age of Empires wiedererkennen lassen, allerdings konsequent weitergedacht sind. Es besteht nicht der Anspruch in die Fußstapfen der Vorgänger zu treten, sondern einen eigenen Weg zu gehen. Das ist dem Team von Relic Entertainment gelungen. Age of Empires IV ist ein ausgezeichnetes Strategiespiel mit klugen Spielmechaniken, dynamischen Schlachten und großem Unterhaltungspotenzial. Age of Empires IV ist keine Revolution des Genres, dafür eine konsequente Evolution der Reihe.

Bildquelle: eigene Screenshots aus dem Spiel Age of Empires IV

Offenlegung: Das Spiel wurde kostenlos zur Verfügung gestellt.

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