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… BIT.TRIP Presents… Runner2: Future Legend of Rhythm Alien

Hach was soll ich schreiben … ich bin verliebt. Meine neue große Liebe ist nicht etwa ein Mann, irgendeine Sorte Eiscreme, die ich Dank des tollen Sommerwetters entdeckt habe, oder weiß der Geier was, sondern ein Spiel. Wovon zum Teufel ich hier eigentlich schreibe? Nun es geht – wie bereits eingangs erwähnt – um meine neue große Liebe: BIT.TRIP Presents… Runner2: Future Legend of Rhythm Alien. Klingt kompliziert? Ist es auch! Der einfachheitshalber werde ich meinen Schatz daher künftig schlicht Runner 2 nennen.

Doch Moment, wie passt das nun eigentlich zusammen? Schrieb ich nicht kürzlich erst über meine Erlebnisse mit Super Meat Boy, meinen Frust bei Sprungeinlagen und mein fehlendes Talent für solche? Nun … ich kann es einfach nicht lassen. Mit Runner 2 musste ich direkt ein weiteres sehr sprunglastiges Spiel anfangen. Schuld sind nicht zuletzt die Steam-Sammelkarten, die ich ergattern wollte und inzwischen auch ergattert habe. Zu meiner Verteidigung möchte ich an dieser Stelle allerdings anmerken, dass ich Runner 2 nicht nach Super Meat Boy gekauft habe. Stattdessen ist das Spiel im Good Friends Bundle enthalten gewesen, welches man bis zum 5. August bei Steam kaufen konnte.

Zunächst habe ich aufgestöhnt, als ich Runner 2 angefangen habe. Noch ein sprunglastiges Spiel, welches obendrein jede Menge Geschick verlangt. Ehe ich das zweite Level beenden konnte, war es dann allerdings um mich geschehen. Schon der Anblick von Spelunky Guy – mein derzeitiger Lieblingscharakter in dem Spiel – löst in mir regelrechte Glücksgefühle aus. Ich liebe seinen Hut, ich liebe seine übergroße Nase, ich liebe seine Peitsche, ich liebe … und überhaupt liebe ich jeden noch so winzigen Pixel an ihm. Ehe ich euch nun mit weiteren sinnfreien Ergüssen zu Spelunky Guy quäle, schreibe ich aber lieber schnell weiter.

Runner 2 hat mich in kürzester Zeit für sich gewonnen. Ich glaube ich bin schon lange nicht mehr so schnell mit einem Spiel warm geworden, wie in diesem Fall. Allen Abneigungen Sprungeinlagen zum Trotz. Obwohl Runner 2 eigentlich sehr schlicht zu spielen ist, hat es mich sofort mit seinem Charme begeistert und überzeugt. Daran hat natürlich nicht nur Spelunky Guy schuld. (Jaja, ich weiß … ich wollte nicht mehr von ihm schreiben.) Das schlichte, aber fordernde Spielprinzip gefällt mir ausgesprochen gut. Es braucht nur wenige Tasten, um die Figur durch die Level zu manövrieren, wobei das Timing entscheidend ist. Generell bewegt man sich von allein fort, muss aber Gegnern ausweichen, Hindernisse überspringen, unter ihnen durchgleiten, oder Trampoline benutzen. Je weiter man vorankommt, desto kniffliger wird es, desto kürzer die Abstände zwischen den Hindernissen, desto schneller müssen Kopf und Finger reagieren.

Vergeigt man einen Einsatz, landet man beim letzten Checkpoint. Obwohl ich mich öfter zurückversetzt sah, blieb Frust völlig aus. Der Weg von einem Checkpoint zum nächsten fällt nicht wirklich lang aus, die Motivation ihn zu erreichen ist bei mir unglaublich hoch. Erreicht man das Ziel und hat dabei alle Goldbarren und Co. unterwegs eingesammelt, befindet man sich schließlich in einer Kanone wieder und muss im richtigen Augenblick eine Taste drücken. Die meisten Punkte gibt natürlich ein Bullseye. Allein dieser kurze Moment macht mir immer wieder reichlich Spaß, genauso wie es mich mit Stolz erfüllt, wenn ich ein Level perfekt abgeschlossen habe. Durchaus eine beachtliche Leistung für jemanden wie mich, jemand der sprunglastige Spiele oft nur mühsam bewältigt – wenn überhaupt.

Runner 2 ist eins dieser Spiele, die sich prima als Gelegenheitsspiel eignen. Egal ob man gerade 5 oder 15 Minuten Zeit hat, es lohnt sich das Spiel zu starten. Natürlich habe ich es nicht geschafft, mich nach 15, geschweige dem 5, Minuten von dem Spiel zu trennen. Ehe ich mich versah, war viel mehr Zeit verstrichen, als ich wollte. Aber es hat sich gelohnt. Ich habe nicht nur unzählige Male dieselben Checkpoints gesehen, sondern auch die Erfahrung gemacht, dass selbst ich bei sprunglastigen Spielen gelassen und entspannt bleiben kann. Mit ziemlicher Sicherheit werde ich noch viele Stunden mit dem Spiel verbringen – garantiert frustfrei. Liebe kann so schön sein. Ich liebe dich Spelunky Guy (Pardon, jetzt aber wirklich nicht mehr!), ich liebe dich BIT.TRIP Presents… Runner2: Future Legend of Rhythm Alien.

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