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Juicy Realm Review

Entwickler:         SpaceCan
Publisher:          X.D. Network Inc.
Genre:              Roguelike
Plattformen:        PC, es folgen Mobile, Nintendo Switch und PlayStation 4
Preis:              ca. 9,99 Euro 
Offizielle Website: https://www.facebook.com/JuicyRealm

Wir machen Fruchtsalat!

In Juicy Realm verschlägt es euch in eine Welt, in der Pflanzen an der Spitze der Nahrungskette stehen. Menschen haben nur noch wenig zu melden und ziehen bewaffnet in den Kampf gegen allerlei Grünzeug. In zufällig generierten Spielumgebungen müsst ihr Melonen, Äpfel, Birnen und Co. zu Mus verarbeiten – ehe das bewaffnete Obst aus euch Hackfleisch macht. Für mein Juicy Realm Review habe ich mich selbst auf die Jagd nach Grünzeug begeben. Ob die Spaß gemacht hat, erfahrt ihr im Test.

Bevor das Roguelike Abenteuer beginnt, müsst ihr zunächst in eurer Basis einen von vier Charakteren wählen. Ihr müsst euch zwischen Ninja, Botaniker, Söldner und Boxer entscheiden. Mir persönlich gefällt die Söldnerin am besten, doch das ist Geschmackssache. Jeder Charakter hat seine Vor- und Nachteile. Während die einen sofort mehr Schaden austeilen, haben andere ein dickeres Polster an Lebenspunkten.

Letztere solltet ihr stets im Auge behalten. Die Einstiegswaffe ist hingegen eher zweitrangig, da ihr schon nach kürzester Spielzeit neue finden werdet. In Juicy Realm kämpft ihr euch mit Nah- und Fernkampfwaffen durch zufällig generierte Spielumgebungen und müsst dabei alles töten, was euch über den Weg läuft.  Nur so könnt ihr von Bereich zu Bereich wechseln. Am Ende jedes Bioms erwartet euch ein Boss, der sofort als solcher erkennbar ist. Während die Trashmobs nur einfache Angriffsmuster haben und schnell im Dreck liegen, haben die Bosse deutlich mehr drauf und einen dicken Lebensbalken.

Trotz den zufallsgenerierten Umgebungen könnte der Zufallsfaktor noch größer sein. Leider begegnet ihr immer wieder denselben Bossen, am Ende eines Abschnitts. Da ihr den Weg dorthin mit etwas Übung binnen kürzester Zeit zurücklegt, ist die Herausforderung nicht so groß, wie ihr dies möglicherweise aus anderen Genrevertretern kennt.

Wie schwer oder leicht es wird, hängt dann aber doch wieder vom Glück ab. Während ihr euch durch die Bereiche vorarbeitet, werdet ihr allerlei Loot einsammeln können. Erwischt ihr schon früh im Spiel eine gute Waffe, wird der Rest fast schon zum Spaziergang. Bei den Waffen gibt es einiges an Auswahl. Ihr könnt eure Gegner zum Beispiel mit einem Baseballschläger, einem Baguette oder einer Shotgun erledigen. Ein besonderes Schmankerl ist eine Schusswaffe, die an das Steam-Logo erinnert und die Geldscheine verfeuert. Für mehr Tiefgang wäre es schön gewesen, wenn es auch über die Waffen hinaus Ausrüstung und Boni geben würde. Da allein die Waffe entscheidend ist, habt ihr manchmal einfach zu leichtes Spiel.

Für doppelten Spielspaß könnt ihr euch dank lokalem Multiplayer einen Freund an Bord holen. Leider ist dies online nicht möglich, was ich schade finde. Roguelike ist nicht unbedingt das gefragteste Genre, weshalb wohl nicht jeder in seinem Freundeskreis sofort auf begeisterte Mitspieler stoßen wird. Spielt ihr zu zweit, skaliert das Spiel nicht spürbar nach oben, weshalb es so einfacher wird.

Egal ob allein oder zu zweit – Spaß macht Juicy Realm auf jeden Fall. Obwohl es ein Roguelike Spiel ist, ist es für Kenner des Genres eher für zwischendurch geeignet. Das Spiel ist innerhalb weniger Stunden durch und der Wiederspieltwert hält sich in Grenzen. Schlecht ist es trotzdem nicht. Juice Realm sieht gut aus, spielt sich gut, ist recht humorvoll und klingt gut. Um Genrefans langfristig bei der Stange zu halten, fehlen dem Spiel allerdings der Content und auch die Herausforderung. Für Einsteiger ist es ideal, weil nicht zu schwer und nicht zu komplex. Auch Genrefans können damit ihren Spaß haben – wenn bewusst ist, dass das Spiel nur ein kurzes Vergnügen wird.

Juicy Realm Scrreenshot 05

Mein Fazit:

Juicy Realm ist ein solider Roguelike Titel, den es für wenig Geld gibt. Wenig ist aber auch die Spielzeit. Obwohl die Level zufällig generiert werden, ist der Ablauf letztlich gleich. Ihr kämpft euch durch ein zufällig generiertes Areal, bis ihr schließlich beim Gebietsboss landet. Legt ihr den, geht euer Abenteuer weiter – andernfalls geht es zurück zur Basis, die ihr im Spielverlauf ausbauen dürft. Hier hätte das Spiel ein wenig variabler sein dürfen.

Wenn ihr auf der Suche nach einem kurzen und nicht zu schwerem Roguelike Spiel seid, solltet ihr euch Juicy Realm ansehen. Genrefans kann ich das Spiel nur bedingt empfehlen. Es macht grundsätzlich nichts falsch, funktioniert super, sieht hübsch aus und spielt sich ordentlich. Das Spiel kann allerdings nicht an Genregrößen wie The Binding of Isaac oder Enter the Gungeon heranreichen, die zum Teil nur wenige Euro mehr kosten. Genreneulinge werden ihren Spaß haben, da das Spiel zwar fordernd ist, aber nicht zu schwer ausfällt. Juicy Realm bietet einen guten Roguelike Einstieg. Sofern euch die fehlende Lokalisation nicht stört. Grundlegende Englischkenntnisse genügen, da das Spiel wenig Text bietet.

Bildquelle: X.D. Network Inc.

Offenlegung: PR Hound hat mir freundlicherweise die PC-Version für dieses Review zur Verfügung gestellt.

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